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„Macht das Sinn?“ Ex-Bayern-Star zweifelt an Mané-Transfer - und jubelt über anderen Neuzugang

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Von: Nico Scheck

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Sadio Mané steht seit dem Sommer 2022 beim FC Bayern München unter Vertrag.
Nicht alle sind vom Transfer von Sadio Mané zum FC Bayern vollends überzeugt. © Fred Joch/imago

Es ist der Top-Transfer des FC Bayern in diesem Sommer: Sadio Mané. Doch brauchen die Münchner den Senegalesen überhaupt? Ein ehemaliger Bayern-Stürmer hat Bedenken.

München - Alle Fußball-Augen sind derzeit gen München gerichtet. Der FC Bayern scheint die Scheine in diesem Sommer besonders locker sitzen zu haben und befindet sich auf großer Shoppingtour. Der wohl aufsehenerregendste Transfer: Sadio Mané. Er kostete den deutschen Rekordmeister rund 32 Millionen Euro Ablöse - exklusive Boni.

Doch Mané ist längst nicht der einzige prominente Neuzugang des FC Bayern München. Matthijs de Ligt, niederländischer Abwehrhüne, wurde gar für knapp 70 Millionen Euro von Juventus Turin losgeeist. Bei Spielern diesen Kalibers verwundert es nicht, dass FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidžić derzeit von allen Seiten Lob erhält. Wirklich von allen Seiten? Der frühere Bayern-Stürmer und heutige DAZN-Experte Sandro Wagner ist nicht vollends von der Transferoffensive überzeugt.

„Macht das Sinn?“ Wagner zweifelt an Mané-Transfer zum FC Bayern

„Wenn man sich die einzelnen Transfers anschaut, muss sich noch zeigen, ob jeder einzelne Transfer Sinn macht“, erklärte Wagner am Dienstag bei einem DAZN-Termin in München. Mané etwa sei zwar „ein großer Name, ein toller Spieler für die Bundesliga“, führte der frühere Stürmer aus, „aber auf den dribbelnden Positionen hat Bayern eigentlich nicht den ganz großen Bedarf gehabt“.

Erst durch den Abgang von Robert Lewandowski (FC Barcelona) habe sich die Lage verändert. „Wenn man das System umstellen will, weil man keinen Stoßstürmer mehr hat, macht es durchaus wieder Sinn“, ist sich Wagner bewusst. Erst vor wenigen Tagen hatte Ex-Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng noch Mané als „absoluten Gewinn für den FC Bayern“ bezeichnet.

Wagner zweifelt Transfers von Mané und de Ligt an - er jubelt über anderen Bayern-Star

Doch nicht nur den Transfer von Mané sieht Wagner mit Bedenken. „Macht es Sinn, de Ligt für 70 Millionen zu holen, wenn man Niki Süle hatte und ihn vielleicht hätte behalten können?“, fragte der aktuelle Trainer der SpVgg Unterhaching. Süle steht seit diesem Sommer bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Die Bayern sahen für den Innenverteidiger keinen Cent an Ablöse.

Neben de Ligt und Mané haben die Münchner auch Ryan Gravenberch, Mathys Tel und Noussair Mazraoui ihrem Kader hinzugefügt. Insbesondere Letzterer löst in Wagner Jubelstürme aus: „Den Zugang von Mazraoui finde ich herausragend. Das ist ein Sensationstransfer, denn auf der Rechtsverteidigerposition hatten die Münchner ein Problem nach vorne.“

Mané, de Ligt, Tel: Wagner ist „überrascht“ von Transferoffensive des FC Bayern

Dass der FC Bayern in diesem Sommer derart offensiv agiert, verwundert Wagner. „Ich war überrascht, wie viel Geld in die Hand genommen wurde“, verriet er. Und: „Grundsätzlich muss man schauen, warum der FC Bayern so viele Transfers getätigt hat. Wenn man die Stimmen der letzten sechs Monate hört, dann wurde viel kritisiert, dass die Mannschaft in einer gewissen Art und Weise satt ist - das betrifft auch die Altersstruktur.“

Nun herrsche mehr Konkurrenzkampf, das führe zu einem ganz anderen Spirit. Bleibt abzuwarten, ob die Bedenken von Wagner berechtigt sind. Unterdessen hat Liverpool-Trainer Jürgen Klopp verraten, warum er Mané zum FC Bayern ziehen ließ. (nc)

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