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Dietmar Hamann: „Ich weiß nicht, wie diese Mannschaft die Wende schaffen will."

Klartext vom Ex-Nationalspieler

Sagnol? Das denkt Hamann über den möglichen Ancelotti-Nachfolger 

Auch Ex-Bayernspieler Dietmar Hamann kritisiert die FCB-Elf nach der „Schmach von Paris“ scharf. Ist Carlo Ancelotti noch der richtige Mann für den Trainerposten? Das sagt der ehemalige Nationalspieler.

Sky Experte Dietmar Hamann fehlt es nach der jüngsten Niederlage des FC Bayern in der Champions League gegen Paris St. Germain an Zusammenhalt im Team des Rekordmeisters. "Paris ist nicht viel besser als der FC Bayern. Der große Unterschied ist: Die Bayern sind keine Mannschaft, kein Team, keine Gemeinschaft. Jeder macht was er will, aber sie machen es nicht zusammen", schrieb der Ex-Bayern-Profi in seiner Kolumne "Hamanns Top 3" auf skysport.de: "Das Wegwerfen des Trikots vor einigen Wochen hat zu Rissen in der Mannschaft geführt. Wenn der Verein Ribery nicht öffentlich maßregelt oder gar bestraft, ist das Zeichen an die Mannschaft eindeutig: Hier kann jeder machen was er will."

Den Posten von Trainer Carlo Ancelotti sieht Hamann nach der 3:0-Pleite der Münchner in Paris jedoch nicht gefährdet. "Jetzt möglicherweise Willy Sagnol zur Nummer eins zu machen oder einen anderen Trainer zu verpflichten, birgt auch ein großes Risiko. Wir sind immer noch am Anfang der Saison und es kann sich alles noch zum Guten wenden. Aber ich weiß momentan nicht, wie diese Mannschaft die Wende schaffen will", so Hamann.

Ulreich bekommt sein Fett weg

... zu Sven Ulreich: "Er hat gegen Wolfsburg gepatzt und in Paris muss er die ersten beiden Tore verhindern. Der erste Schuss zu Beginn der Partie geht bereits auf sein Konto. Beim zweiten Treffer war der Fehler noch gravierender. Der Schuss kommt mit der Innenseite, weder hart noch optimal platziert. Nur weil es der Ersatz-Torwart ist, darf man ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen. Beide Treffer gehen ganz klar auf sein Konto. Und das Selbstvertrauen wird in den nächsten Spielen nicht gerade wachsen."

... zu Ancelottis Aufstellung gegen Paris St. Germain: "Überrascht hat mich, dass Sebastian Rudy und Mats Hummels nicht gespielt haben. Die defensive Aufstellung war nicht die Richtige. Rudy ist der, der den Vorderleuten die meisten Freiheiten beschert, weil er defensiv der Beste ist. Seine Einwechslung darf als leichtes Schuldeingeständnis von Ancelotti gesehen werden. Ich hätte Tolisso draußen gelassen und Hummels für Süle spielen lassen. Auch Alaba nach vielen Wochen von Beginn an zu bringen war ein Risiko."

Der Stuhl des Italieners wackelt bedenklich. Die Top 4 im Falle einer möglichen Trennung gibt es hier.

SID

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