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Bastian Schweinsteiger nach seiner Rückkehr von der WM

Schweinsteiger: Magath fragte mich, wer ich bin

  • vonArmin Linder
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München - Bastian Schweinsteiger spricht über seine Erfahrungen mit Felix Magath, Louis van Gaal und Angela Merkel. Zudem sagt er: Kann sein, dass er für immer beim FC Bayern bleibt.

Titel-Star Bastian Schweinsteiger. Für die am Donnerstag erscheinene neue Ausgabe des Fußball-Magazins "11 Freunde" gab er ein großes Interview.

"Ich will auf jeden Fall noch die Auslandserfahrung machen", sagt der Bayern-Star zwar gegenüber 11 Freunde. Doch er ist derzeit beim FC Bayern sehr glücklich: "Ich habe noch einen Vertrag bis 2012 beim FC Bayern und sehe die enorm positive Entwicklung des Klubs. Ich kann mich gut erinnern, als wir 2007 Vierter in der Liga wurden und im UEFA-Cup spielen mussten. Das war nicht meine Welt. Aber was wir jetzt gerade machen, das ist FC-Bayern-like. Deswegen kann es sein, dass ich noch sehr lange beim FC Bayern bleibe – und erst nach der Karriere meine Auslandserfahrung mache.“ Beendet Schweini also seine Karriere bei den Bayern? Das wäre der Hammer! Dann hätte Schweini seine gesamte Profi-Laufbahn ausschließlich beim FC Bayern gespielt. Seit er 13 Jahre alt ist, ist er Teil der Bayern-Familie. Und ein lebenslanger Bayern-Vertrag, das wäre eine Zukunft, die sich viele Bayern-Fans wünschen.

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Schweinsteiger hat aber auch die bitteren Momente in seiner Zeit beim FC Bayern nicht vergessen. Er erinnert sich schmerzlich an die Jahreshauptversammlung im November 2009. "Im Rahmen der Veranstaltung wurden wir drei Kapitäne – Mark van Bommel, Philipp Lahm und ich – ausgerufen. Jeder hat Applaus bekommen, nur bei mir wurde gepfiffen. Das hat mich schwer getroffen. Jetzt jubeln mir alle zu, aber vor einem knappen Jahr wurde ich ausgepfiffen. Von den eigenen Fans, für die ich immer mein Herz geopfert habe und in jedem Spiel versucht habe, das Beste zu geben. Der Moment wird mir immer in Erinnerung bleiben, weil er mir gezeigt hat, dass man im Fußball schnell nach oben kommt, es aber sehr schnell auch wieder bergab gehen kann."

Jetzt ist Schweinsteiger ein gefeierter Star. Er ist einer der Chefs beim FC Bayern und einer der Chefs im Nationalteam. Der 26-Jährige glaubt, die perfekte Mischung aus Erfahrung und Unbekümmertheit in sich zu vereinen. "Ich habe als Fußballer nach wie vor etwas Unbekümmertes in mir." Der Unterschied zu Mesut Özil, Marko Marin oder Thomas Müller sei jedoch, dass "ich inzwischen erkenne, wann ich mit Erfahrung agieren sollte" Schweinsteiger erwartet, dass die Jungstars des DFB "bald in ein kleines Loch fallen. Dann werden sie zeigen müssen, wie schnell sie sich daraus wieder befreien können."

Schweinsteiger hat beim FC Bayern schon einige Trainer erlebt - die erste Zeit mit Felix Magath war für ihn nicht einfach, erklärt er nun. "Felix Magath war für mich am Anfang auch nicht leicht zu durchschauen. Am ersten Tag kam ich zum Training, er schaute mich an und sagte: 'Und, wer bist Du?' Also musste ich mich mit Namen bei ihm vorstellen. Anschließend war ich für eine Operation am Knie zehn Tage weg. Als ich wieder kam, guckte er mich an und fragte wieder: 'Wer bist Du?'"

Große Trainer haben offenbar ihre Eigenheiten. Das gilt natürlich auch für Louis van Gaal . Ihn nennt Schweinsteiger einen "Dirigenten", einen "uneingeschränkten Boss" und einen "sehr speziellen Typen mit einem sehr eigenwilligen Charakter. Mit seiner Art kann er einem im ersten Augenblick fast ein bisschen Angst einjagen. Er trägt den absoluten Perfektionismus in sich. Er gibt vor, wie die Mannschaftsfotos gemacht werden, genauso wie er das Trainingsspiel unterbricht, wenn ein Pass nicht genau gespielt wurde." Van Gaals Perfektionismus haben viele Spieler inzwischen verinnerlicht, so Schweinsteiger - auch so erklärt sich der aktuelle Erfolg des FC Bayern.

Schweinsteiger erinnert sich in dem Interview mit 11 Freunde auch an die WM und ein kurioses Erlebnis mit Angela Merkel, die "lustigerweise ohne Ankündigung in unsere Kabine kam. Wir standen alle oben ohne da, ich konnte gerade noch ein Handtuch ummachen, plötzlich stand sie da. Sie hat sich eine Bierflasche genommen, ist zu mir gekommen, hat mit mir angestoßen und mich umarmt."

al.

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