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Serge Gnabry beim Audi Cup. 

Außenstürmer mit rührenden Worten

Serge Gnabry mit emotionalem Geständnis: „Ich habe vor meinem Vater geweint“

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Serge Gnabry ist der Durchstarter beim FC Bayern München. In einer Kolumne bei der GQ hat er nun ein emotionales Geständnis abgelegt. 

München - Dass der FC Bayern München in der Saison 2018/2019 das Double holte, lag auch an Serge Gnabry. Der Außenstürmer zeigte meist exzellente Leistungen und wurde mannschaftsintern zum Spieler des Jahres gewählt. Nun ist Gnabry eines der Gesichter einer Kampagne des Männermagazins GQ. Unter der Rubrik „New Masculinity“ zeigt er sich emotional. Und verrät, wer sein Vorbild ist. 

„Für mich ist es wichtiger, ein guter Mensch zu sein als ein guter Mann. Das ist für mich jemand, der sehr nach seinem Umfeld schaut, der Gutes für andere Menschen will, der ehrlich ist, auch wegweisend“, fängt der Außenstürmer seinen Text an. Familie steht für ihn an oberster Stelle, noch über dem Fußball. Gnabry möchte nicht nur auf dem Platz, sondern irgendwann auch als Familienvater glänzen. 

Serge Gnabry: Deswegen habe ich vor meinen Vater und wegen meines Vaters geweint

Vorgelebt hat das sein eigener Vater, der ihn als 16-Jährigen mit nach England zu Arsenal begleitet hat. Sein Vater hat ihn wohlbehütet durchs Leben geführt. Gnabry ist ihm dankbar. Als er das offene Verhältnis zwischen ihm und seinem Papa beschreibt, wird er emotional und erklärt, dass schon oft vor seinem Vater Tränen flossen. 

„Wenn meine Mannschaft ein richtig wichtiges Spiel verloren hat, habe ich auch mal vor ihm geweint. Auch einmal, als er unser Trainer war und mich angeschrien hat für Fehler meiner Mannschaftskameraden“, schreibt Gnabry. 

Serge Gnabry: Darum ist Per Mertesacker auch mein Vorbild

Dennoch sieht er seinen Vater als Vorbild. Sportlich war es Per Mertesacker bei Arsenal. „Er hat mich unter seine Fittiche genommen“, so Gnabry. Diese Eigenschaft will er auch an junge Spieler weitergeben. Mertesacker sprach nach seiner Karriere über den Umgang mit Druck und dass er zu hoch sei. Auch darauf geht Gnabry ein: „Im Leistungssport wird es uns Männern oft als Schwäche angerechnet, wenn wir über Druck sprechen, wenn wir unsere Gefühle preisgeben, was wir wirklich denken und fühlen. Aber Schwächen und Ängste hat jeder Mensch“, so der Außenstürmer und sagt: „Würden wir mehr über Gefühle sprechen, würde sich einiges ändern.“

Sein bester Freund beim FC Bayern ist Joshua Kimmich. „Wir sind uns sehr nahe“, sagt Gnabry, der vor allem stylisch seinen eigenen Weg verfolgt. „Ich liebe es, Sachen zu tragen, bei denen andere sagen: Was soll das? Wie kannst du dich so anziehen? Das ist viel zu auffällig! Das Wichtigste ist, Selbstvertrauen zu haben. Auch in Stylefragen“, so der 24-Jährige. 

Beim Audi Cup musste Gnabry verletzt im Halbfinale ausgewechselt werden. Sein Teamkamerad Sven Ulreich hat im Interview nach dem Finale einen ZDF-Reporter überragend gekontert, nachdem dieser ihn unterbrochen hatte. Während des Finals machte die Meldung über einen fixen Transfer die Runde. Doch Trainer Niko Kovac ist sauer. Sollte es mit den Offensiv-Spielern rund um Leroy Sané nicht klappen - vielleicht ist ja auf dieser Liste ein interessanter Name?

Video: Müller über Gnabry- und Coman-Verletzung

ank

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