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Ab in den Süden: Die Bayern machten sich gestern Vormittag von München aus auf nach Doha. David Alaba nahm sich Zeit für kleine große Fans.

Bayern nach Katar

Schluss mit Beinfreiheit

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Der FC Bayern will sich in Doha den perfekten Mix aus Defensive und Offensive erarbeiten. Philipp Lahm plant bis 2018, Jerome Boateng blieb zuhause, Hermann Gerland wurde zum neuen Co-Trainer befördert.

München – Es war eine überschaubare Gruppe, die sich da gestern Vormittag in grauen FC-Bayern-Trainingsanzügen zum Flug LH 2570 nach Doha aufmachte (der übrigens erst mit einer Stunde Verspätung in die Lüfte stieg). Neun Profis reisten aus ihren jeweiligen Urlaubsdomizilen an, und so stießen Manuel Neuer, Mats Hummels, Robert Lewandowski, Franck Ribery, Arjen Robben, Douglas Costa, Arturo Vidal, Thiago und Rafinha erst im Wüstenemirat zum Tross. Die Münchner hatten so auf ihrem Flug viel Beinfreiheit – und Beinfreiheit, das war ein ganz gutes Stichwort vor der Abreise. Damit soll in Zukunft Schluss sein – zumindest mit Blick auf die Gegner.

21 Profis und drei Talente sind in Katar dabei, und sie sollen laut Philipp Lahm nun den richtigen Mix aus Defensive und Offensive finden. In der Hinrunde hatten sich die Stürmer der Kontrahenten zu oft ungestört dem Kasten von Neuer nähern dürfen, zudem blieben eigene Chancen fahrlässig häufig ungenutzt. „Das muss besser funktionieren“, forderte der Kapitän, der sich gestern so anhörte, als habe er seine Pläne, die Karriere bereits nach dieser Saison zu beenden, überdacht. Er klang zwar nicht euphorisch, was den Start der Vorbereitung betraf („ich bin auch gerne zuhause bei der Familie – daher gemischte Gefühle“), sagte aber auch, er werde „aktuell noch das jetzige und dann noch ein“ Wintertrainingslager mitmachen. Das würde bedeuten, dass er bis 2018 durchzieht – wie es ja auch in seinem Arbeitspapier steht.

Das 3:0 gegen Leipzig sei laut Lahm eine perfekte Blaupause für weitere Auftritte, da wollte das Team noch einmal ein Zeichen setzen, „und ich glaube, es war das richtige Zeichen zur richtigen Zeit“. Zwischen den Zeilen klang da auch durch: Andernfalls hätte eine kritische Phase gedroht. Bis zum Dezember hin hatten die Münchner nur selten überzeugt, „als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen, ist für uns immer wichtig“, gab Lahm auch zu.

Nicht mit nach Doha reiste Jerome Boateng, der die Folgen seiner Brustmuskel-Operation nun doch zuhause in München auskurieren soll. Kingsley Coman, der zuletzt wegen eines Außenbandrisses im Kniegelenk sowie eines Kapselrisses im Sprunggelenk im linken Bein zwei Monate ausfiel, flog hingegen mit.

Nicht an Bord war Paul Clement, der Cheftrainer des walisischen Klubs FC Swansea, aktuell Letzter der Premier League, wird. Aufgrund dieser Tatsache rückte ein dunkelhaariger junger Mann unvermutet in den Fokus, der zwar aussah wie ein Spieler, aber gar kein Spieler ist: Davide Ancelotti (27), Sohn von Trainer Carlo Ancelotti, sollte laut Medienberichten zum neuen Assistenten Nummer eins aufrücken, doch stattdessen wurde „der ewige“ Hermann Gerland befördert. Davide Ancelotti arbeitete bereits in Paris und Madrid als Fitnesscoach im Stab seines Papas, in München wurde sein Aufgabengebiet schon bei seinem Amtsantritt erweitert. Er gilt als beliebt bei den Spielern, unter anderem ist sein Deutsch weitaus besser als das seines Vaters. Künftig soll er Ancelotti senior und Gerland noch enger zuarbeiten. „Für mich ist das schön“, sagte er, es werde sich für ihn aber nicht viel ändern.

In Doha starten ab heute die Trainingseinheiten, veranschlagt sind immer zwei am Tag. Für den 10. Januar ist zudem ein Test gegen den belgischen Erstligisten KAS Eupen angesetzt, der sich im Besitz der Aspire Academy befindet, auf deren Areal die Bayern nun bereits das siebte Mal in Serie in Doha trainieren. Die Bedingungen sind auch heuer wieder perfekt. Gestern hatte es 26 Grad. „Bestes Fußballwetter“, sagte Lahm. Ganz so schlimm wird es also auch für ihn nicht sein, dass es wieder losgeht mit der Plackerei.

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