Der Eine fällt, der Andere spricht drüber: Arjen Robbens herausgeholter Elfmeter hat bei VfL-Trainer Martin Schmidt (l.) einige Fragen aufgeworfen.
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Der Eine fällt, der Andere spricht drüber: Arjen Robbens herausgeholter Elfmeter hat bei VfL-Trainer Martin Schmidt (l.) einige Fragen aufgeworfen.

Stimmen zum Last-Minute-Sieg der Bayern

VfL-Trainer zum Robben-Elfer: „Fällt nicht, weil Hand dran ist“

  • Marcus Giebel
    vonMarcus Giebel
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Der FC Bayern besticht in Wolfsburg einmal mehr durch unvergleichliche Siegermentalität. Dabei wird nach dem Spiel vor allem über Arjen Robben und Franck Ribéry gesprochen. Die Stimmen.

Wolfsburg - Dieser Sieg war Bayern-like! Beim 2:1 in Wolfsburg drehen die Roten einen Rückstand und schlagen in der Nachspielzeit zu. Damit geht die Siegesserie mit nun wettbewerbsübergreifend 13 Erfolgen am Stück weiter. Zugleich gelang die Generalprobe für das Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Dienstag (bei uns im Live-Ticker). In den Fokus rückten nach Schlusspfiff aber auch zwei Aktionen der Flügelzange Franck Ribéry und Arjen Robben. Wir haben die Stimmen aus Wolfsburg gesammelt.

Jupp Heynckes über...

...seine auf acht Positionen erneuerte Startelf: „Es ist zu diesem Zeitpunkt natürlich immer ein gewisses Risiko, auf so vielen Positionen zu wechseln. Das sind alles Nationalspieler, denen wollte ich Einsatzzeiten geben. Damit sie das Gefühl haben, dass sie dazugehören. Das habe ich einkalkuliert.“

...die Probleme in der ersten Hälfte: „Mit dem frühen Gegentor konnte der VfL sein Spiel mit einer kompakten Defensive aufziehen. Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan, weil wir einfach nicht gut aus der Defensive kombiniert haben. Wir hatten zwar Ballbesitz, haben jedoch nie Tiefe in unser Spiel bekommen. Da war mir klar, dass wir so keine Treffer erzielen würden.“

...die Rolle von Thomas Müller: „Im Verlauf der zweiten Hälfte haben wir dann flüssiger und schneller gespielt. Mit der Einwechslung von Thomas Müller haben wir unser Spiel verändert, weil er sehr beweglich ist, in die Räume geht und auch Platz für Mitspieler schafft. Dann haben wir das wichtige 1:1 erzielt.“

...das Ergebnis: „Dass wir in der Schlussphase das Spiel sogar gedreht haben, kann man schon als glücklich bezeichnen. Für den VfL ist das sehr bitter, weil sie überragend gekämpft haben.“

Thomas Müller über...

...die Probleme vor der Pause: „Wir sind nicht so in den Rhythmus gekommen und waren nicht so aggressiv mit dem Ball. Dabei haben wir kein schlechtes Spiel gemacht, waren aber nicht zielstrebig und nicht direkt genug. Deswegen stand es 0:1 zur Halbzeit.“

...die Steigerung nach dem Seitenwechsel: „Mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir eine ganz andere Einstellung nach vorne gezeigt. Dieser Wille, Spiele gewinnen zu wollen, obwohl es vermeintlich vorne nicht mehr spannend wird, das macht einfach Spaß. Die Mannschaft ist einfach geil.“

Dreimal die 2, zweimal die 3, viermal die 4 und eine 5 - Bayern knockt Wolfsburg spät aus

17.02.2018, Fussball 1. Bundesliga : Wolfsburg - Bayern München
VfL Wolfsburg - Bayern München
VfL Wolfsburg - Bayern München
Dreimal die 2, zweimal die 3, viermal die 4 und eine 5 - Bayern knockt Wolfsburg spät aus

Martin Schmidt über...

...den Elfmeter an Arjen Robben in der Nachspielzeit: „Die Hand von Luca (Itter, d. Red.) hat da nichts zu suchen, da darf er nicht hin. Er fällt aber nicht, weil die Hand dran ist, sondern weil er es dankend annimmt. Neun von zehn Spielern merken das gar nicht, dass die Hand da dran ist. Das ist eine Erfahrung, die der Junge erst sammeln muss.“

...den Videobeweis nach Franck Ribérys Ellbogeneinsatz: „Erst schubst Renato (Steffen, d. Red.) von hinten, dann ist das eine Gegenbewegung, die man sicher auch anders bewerten kann. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden.“

...die Gründe für die Niederlage: „Das Spiel war leider gegen uns ganz am Ende. Wir hatten uns viel vorgenommen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht viel zugelassen. Das Spiel heute haben wir in der Offensive verloren. Wir haben offensiv viel zu wenig zustande gekriegt.“

...den Auftritt seiner Mannschaft: „Die Leistung kann gerne die Presse bewerten. Ich bewerte das Spiel und sage: Es war zu wenig, um zu gewinnen. Deshalb haben wir viel Arbeit vor uns.“

Daniel Didavi über...

...den Elfmeter in der Nachspielzeit: „Es ist ein leichtes Ziehen zu sehen, aber er kann auch einfach weiterlaufen. Wir können es jetzt nicht mehr ändern, wir haben das Spiel verloren. Das ist bitter.“

Unbedingter Siegeswille: Die Bayern haben sich für ihre unvergleichliche Mentalität belohnt.

mg

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