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Müller mit spezieller WM-Vorbereitung: „Würde ich auch meinen Mitspielern raten“

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Von: Philipp Kuserau

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Thomas Müller in Aktion beim Bayern-Training mit Joshua Kimmich.
Thomas Müller in Aktion beim Bayern-Training mit Joshua Kimmich. © IMAGO/Mladen Lackovic

Für die Nationalspieler dürfte das WM-Jahr ganz besonders anstrengend werden. Thomas Müller nimmt seine Mitspieler daher jetzt schon in die Pflicht.

München - Die neue Saison steht vor der Tür! Den Anfang machen der aktuelle Meister FC Bayern München und Pokalsieger RB Leipzig am Samstagabend mit dem Supercup-Showdown. Eine Woche später nimmt dann endlich auch das deutsche Oberhaus seinen Spielbetrieb auf. Fest steht: Es dürfte eine ganz besondere Spielzeit werden. Denn nach dem 15. Spieltag wird die Saison für das größte Fußball-Event weltweit unterbrochen: die WM 2022 in Katar.

Müller hat die WM 2022 bereits vor Augen: „Versuche, mich noch akribischer und intensiver darauf vorzubereiten“

Logisch also, dass die Weltmeisterschaft schon jetzt in den Planungen der Nationalspieler eine bedeutende Rolle spielt. Viele Spieler werden im November vor der Herausforderung stehen, den Schalter von Klubfußball auf Nationalmannschaft umzulegen. Viel Zeit wird ihnen nicht bleiben: Der 15. Bundesliga-Spieltag ist zwischen dem 11. und 13. November anberaumt - bereits am 21. November startet die WM. „Wir werden einen vielleicht einmaligen Spielrhythmus haben, eine Weltmeisterschaft inmitten der Saison. Ich versuche, mich noch akribischer und intensiver darauf vorzubereiten“, offenbart Bayern-Star Thomas Müller im Interview mit der Sport Bild. „Und das würde ich auch meinen Mitspielern raten. Jetzt haben wir die Phase, in der die Grundlagen gelegt werden.“

Müller über Saison-Belastung: „Wenn du dafür bereit sein willst, dann musst du dich dementsprechend präparieren“

Die intensive Vorbereitung der Bayern samt US-Tour mit Training, Testspielen und zahlreichen Marketingterminen dürfte die Spieler bereits auf Betriebstemperatur gebracht haben. Mit einer langen und kräftezehrenden Saison inklusive WM steht der wirklich anstrengende Teil allerdings noch bevor. Spätestens ab September, wenn die Partien in der Champions League noch dazukommen, wird die Belastung besonders hoch sein. Dessen ist sich auch Müller bewusst, der einen Reporter in den USA an die WM in diesem Jahr erinnern musste. „Ab dann geht es zack zack, es sind durchgehend Spiele. Wenn du dafür bereit sein willst, dann musst du dich dementsprechend präparieren. Ich lebe grundsätzlich schon immer für meine Leidenschaften und stehe auch dafür ein. Und Fußball ist meine größte!“, erklärt Müller gegenüber der Sport Bild.

WM 2022 könnte Müllers letzte Weltmeisterschaft sein

Nicht umsonst haben die Verantwortlichen beim FC Bayern um Hasan Salihamidžić und Oliver Kahn diesen Sommer kräftig Geld in die Hand genommen und den Kader verstärkt. Mit den zahlreichen Neuzugängen will man dem Worst-Case-Szenario entgehen, in welchem die Spieler bereits im Herbst an ihre Belastungsgrenze stoßen. Doch hierfür sind auch die Stars selber gefordert. „In den kommenden Monaten ist es nach meiner Ansicht elementar, dem Fußball eine noch nie dagewesene Priorität zu geben, um im Klub und beim DFB performen zu können. Bei mir persönlich wird das eine oder andere im Privatleben noch etwas weiter hintanstehen müssen.“

Für Müller, der beim Trainingsauftakt der Bayern früher als erwartet erschien, könnte das Turnier in Katar die letzte Weltmeisterschaft seiner Karriere sein. Nach der Enttäuschung von 2018, als Deutschland in Russland schon in der Vorrunde die Segel streichen musste, will die DFB-Elf unter der Führung von Ex-FCB-Coach Hansi Flick wieder voll angreifen. Um genügend Schlaf zu bekommen, ist Müller bereit, dann „auch mal als Erster heim“ zu gehen, „wenn mal irgendwo eine Festivität ist“. (kus)

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