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Bereit fürs rote Trikot? Bei der Niederlage gegen Arsenal reichte er für Callum Hudson-Odoi nur zum Trostpreis.

Bayern-Kandidaten

Hudson-Odoi sagt Nein, der VfB auch

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Die Personalplanung der Bayern beschäftigt die Branche weiterhin. In London lehnte Callum Hudson-Odoi nun ein Angebot zur Vertragsverlängerung ab. Ein anderer Kandidat wird nicht vorzeitig nach München wechseln.

München – Die Nachrichtenlage in der Säbener Straße ist überschaubar dramatisch. Beim FC Bayern gipfelten die Ereignisse gestern darin, dass die Mannschaft nach zwei freien Tagen die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart aufnahm. Rund 300 Zuschauer sahen ihnen dabei zu und bekamen auch eine Menge Stars zu sehen, nicht jedoch die immer noch angeschlagenen Franck Ribery und Arjen Robben, die wie Kreuzbandpatient Corentin Tolisso im Leistungszentrum individuelle Einheiten absolvierten. Das alles klingt ziemlich alltäglich, trotzdem war es ein Tag mit erhöhtem Nachrichtenaufkommen. Sie kamen aus der Ferne und handelten von Spielern, die erst noch Bayern-Profis werden sollen (und wollen).

Einer von ihnen, Callum Hudson-Odoi, hat demnach ein Angebot des FC Chelsea zur Vertragsverlängerung abgelelehnt. Nach Sky-Informationen wäre es mit wöchentlich knapp 100 000 Euro dotiert, was für einen Perspektivspieler dieses Kalibers eine Menge wäre, aber im internationalen Maßstab auch nicht jeden Rahmen sprengen würde. Offensichtlich hat auch Chelsea inzwischen verstanden, welches Potenzial der junge Flügelspieler besitzt. Und ebenso offensichtlich kommt die Einsicht zu spät.

Hudson-Odoi (18) hat aufmerksam verfolgt, dass sein Club gerade erst 64 Millionen Euro in den Dortmunder Christian Pulisic investiert hat, der ebenfalls auf der Außenposition beheimatet ist und im Sommer kommen wird. Dass Chelsea viel Geld für einen Spieler ausgibt, der beim BVB schon eine ganze Weile nicht mehr erste Wahl ist, als Amerikaner aber ein immenses Marketingpotenzial besitzt, dürfte eine wesentliche Rolle bei seiner Zukunftsplanung spielen. Ohnehin ist die Talentförderung im Londoner Süden aus gutem Grund umstritten. Die Blues verleihen junge Spieler zu Dutzenden, oft wechseln sie kreuz und quer durch Europa, doch daheim an der Stamford Bridge werden ihnen auch langfristig meist große, teure Namen vorgezogen.

Hudson-Odois vehementes Nein ist in diesem Kontext nur logisch. Es lässt sich allerdings auch leicht auf Vertragsauflösung drängen, wenn die größten Clubs Europas ihr Interesse zeigen. Selbst jetzt, wo die Signale des Jungprofis unüberhörbar sind, wirkt Chelseas Bemühen nicht viel mehr als halbherzig. In den vergangenen beiden Partien gegen Newcastler (2:1) und den FC Arselan (0:2) betrugen seine Einsatzzeiten neun und zehn Minuten. Zu wenig, um ein junges, wild entschlossenes Talent zum Umdenken zu bewegen.

Im Sommer könnte er nach München ziehen, angeblich haben sich beide Vereine für diesen Fall schon auf eine Ablösesumme knapp unter 40 Millionen Euro geeinigt. Dann würde er auf Benjamin Pavard treffen, der – und das war gestern die zweite Nachricht des Tages – erst nach Saisonende kommen wird, nicht schon im Winter. Die Pariser Sportzeitung „L’Equipe“ hatte gemeldet, die Bayern würden dem VfB Stuttgart 45 Millionen Euro für einen sofortigen Wechsel bieten, zehn Millionen mehr als die vertraglich festgeschriebene Summe für einen Transfer im Sommer.

Das sei aber „überhaupt kein Thema“, sagte VfB Sportvorstand Michael Reschke umgehend der „Abendzeitung“. Die Schwaben sind akut abstiegsgefährdet. Einen Leistungsträger wie den (aktuell allerdings verletzten) Weltmeister Pavard (22) brauchen sie dringender als schnelle zehn Millionen Euro.

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