Sebastian Rudy und Sandro Wagner sind wieder zurück beim FC Bayern.
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Sebastian Rudy und Sandro Wagner sind wieder zurück beim FC Bayern.

FCB-Star wurde am Freitag Vater

Trotz keiner Minute Einsatz: Das spricht dennoch für Rudys WM-Ticket

  • Manuel Bonke
    vonManuel Bonke
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Sebastian Rudy blieb bei der Länderspielreise ohne Einsatzminuten. Der Bayern-Spieler dürfte diese Statistik mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen.

Einerseits stieß Rudy erst verspätet zu seinen DFB-Kollegen, andererseits aus einem schönen Grund: Ehefrau Elena brachte einen Tag vorm Freundschaftsspiel gegen Spanien Sohn David zur Welt.

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„Ich bin glücklich, verkünden zu können, dass ich Papa geworden bin“, schrieb der 28-Jährige (Spizname: Sippi) bei Instagram, während sich seine Nationalmannschaftskollegen am vergangenen Freitag gerade ein intensives Duell mit Spanien lieferten.

Die Frage, ob für ihn die anstehende WM oder die Vaterschaft wichtiger sei, beantwortete Rudy schon im Januar im tz-Interview folgendermaßen: „Natürlich die Familie, ganz klar. Ich freue mich jetzt schon auf die ganzen Ereignisse, die heuer anstehen, und bin gespannt, was das neue Jahr sonst noch so bringt.“ Söhnchen David hat das neue Jahr also schon gebracht, das WM-Ticket scheint hingegen in weiter Ferne. Während andere Wackelkandidaten in ihren Vereinen die Chance haben, sich Bundestrainer Joachim Löw regelmäßig zu präsentieren, bleibt Sebastian Rudy unter Jupp Heynckes meistens nur ein Platz auf der Bank. Sowohl beim Bundesligaspiel gegen Schalke als auch beim Achtelfinal-Rückspiel der Champions League war Jogi vor Ort, doch Rudy blieb ohne Einsatz. Das gleiche Szenario ist nun auch bei den WM-Kader-Generalproben gegen Spanien und Brasilien eingetroffen.

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Fakt ist: Beim Confed-Cup-Sieg 2017 zog der Bayern-Spieler zusammen mit seinem Bald-Kollegen Leon Goretzka im Mittelfeldzentrum der Nationalmannschaft die Fäden. Beim anstehenden Turnier in Russland sind aber wieder andere Kaliber wie Toni Kroos und Sami Khedira mit von der Partie. Ilkay Gündogan fehlte beim Confed-Cup noch wegen eines Kreuzbandrisses, überzeugt bei Manchester City aber als Passmaschine – auch wenn er gegen Brasilien ein Totalausfall war. Löw plant, in Russland jede Position doppelt zu besetzen. Das trifft auf die Sechser mit Kroos, Khedira, Gündogan und Goretzka zu. Sollte sich keiner dieser Spieler verletzen, wird es mehr als schwer für Rudy. Allerdings betonte Jogi bereits, dass er sich bei der einen oder anderen Entscheidung auch mal auf sein Bauchgefühl verlasse. Das ist beim Bayern-Spieler bestimmt gut: In München gilt es als absoluter Teamplayer, der sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt. 

bok

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