Türkgücü-Präsident Hasan Kivran feuerte am Freitagabend sein Team im Derby von der Tribüne aus an.
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Türkgücü-Präsident Hasan Kivran feuerte am Freitagabend sein Team im Derby von der Tribüne aus an.

Viel Aufwand, wenig Ertrag im Derby gegen FC Bayern II

Türkgücü-Präsident  Kivran: „Sararer und Sliskovic sind unverkäuflich“

  • vonNico-Marius Schmitz
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Türkgücü München und der FC Bayern II haben im Derby Unentschieden gespielt. Ein möglicher Abgang des Sturmduos Sararer/Sliskovic erteilt Präsident Kivran eine Absage.

  • Türkgücü München und die 2. Mannschaft des FC Bayern haben sich am Freitagabend zum Auftakt des 20. Spieltages der 3. Liga 0:0 getrennt. 
  • Die beste Chance der Partie vergab Torjäger Petar Sliskovic in der 28. Minute. 
  • Für die U23 von der Säbener Straße verpasste Josip Stanisic nach der Pause die Chance auf den Derby-Sieg. 

München – Die erste Kampfansage von Türkgücü gab es am Freitagabend schon bei der Aufstellung. Coach Alexander Schmidt packte mit Lucas Röser (ausgeliehen von Kaiserslautern bis zum Saisonende) und Basti Maier (vom VfL Bochum verpflichtet) beim Flutlichtspiel im Grünwalder Stadion gleich beide Neuzugänge in die Startelf. Geschäftsführer Max Kothny wollte sich trotz der jüngsten Transferoffensive bei „MagentaSport“ das Wort Aufstieg zwar nicht in den Mund legen lassen, lobte die Debütanten aber als „zwei Spieler, die überdurchschnittlich gut sind für diese Liga.

Türkgücü München: Neuzugang Lucas Röser bekommt Vertrauen von Trainer Alexander Schmidt

Auf dem sichtlich lädierten Rasen war Bayern II zunächst die auffälligere Mannschaft, begann mit viel Spielkontrolle und sicheren Kombinationen. Trainer Holger Seitz hatte vor dem Lokalderby schließlich auch angekündigt „von der ersten Minute an auf Sieg zu spielen.“ Die erste gefährliche Torchance hatte dann aber Türkgücü: Nach einem langen Ball von Ünal Tosun startete Röser durch, traf jedoch nur das Außennetz. „Ich will ihm von der ersten Minute zeigen, dass ich ihn aufbaue und ihm das Vertrauen schenken“, sagte Schmidt über den 27-Jährigen, der bei Kaiserslautern in dieser Saison lediglich 160 Minuten auf dem Platz stand.

In der 28. Minute foulte der engagierte Röser Innenverteidiger Chris Richards, Schiedsrichter Benjamin Cortus ließ jedoch weiterlaufen und ermöglichte Türkgücü die große Möglichkeit zur Führung: Sercan Sarerer setzte Petar Sliskovic in Szene, der jedoch aus bester Position vergab. Solche Situationen nutzt das torgefährlichste Duo der 3. Liga sonst eigentlich eiskalt aus. Hasan Kivran bekräftigte am Freitag nochmals gegenüber „Sport1“: „Beide sind aktuell unverkäuflich.“

FC Bayern: Hasan Salihamidzic sieht Derby gegen Türkgücü München im Grünwalder Stadion

Die Bayern erspielten sich unter den Augen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Campus-Leiter Jochen Sauer den ersten Abschluss aufs Tor in der 41. Minute – der Schuss des 18-jährigen Christopher Scott landete aber in den Armen von René Vollath.

In der zweiten Hälfte erhöhte die Seitz-Truppe den Druck noch einmal. Die Talente des deutschen Rekordmeisters spielten die Angriffe aber nicht konsequent genug zu Ende, Josip Stanisic konnte den Ball aus kurzer Distanz nicht an Vollath vorbeischießen (70.).

Im Endeffekt also ein Remis, mit dem Türkgücü gut leben kann.  

(Nico-Marius Schmitz)

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