Bayern dominant gegen RB

TV-Kritik: Spaß mit Toten Dosen

  • Jörg Heinrich
    VonJörg Heinrich
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München - Vorweihnachtlich ging es bei FC Bayern gegen RB Leipzig auch bei Sky zu. Der traurige Höhepunkt: Ein Dialekt-Battle zwischen Matthäus und Merk.

Es ist „Fast Christmas“, wie George Michael singen würde. Und Sky hat gestern zum Abschluss des Fußballjahres noch einmal einige seiner gefeierten „Wortler des Jahres“ aufgeboten. Das Dialekt-Battle zwischen Alt-Schiri Markus Merk und Lothar Matthäus war dabei der Höhepunkt vor dem Spiel eines fantastischen FC Bayern gegen die Mangel-Sachsen.

Die Hochdeutsch-Hasser: Sächsisch war beim Gastspiel der Leipziger kaum zu hören. Um Freunde des gepflegten Dialekts trotzdem gut zu unterhalten, setzte Sky auf sein bewährtes Fremdsprachler-Duo Merk/Matthäus. Der pensionierte Pfälzer Pfeifenmann legte vor und wusste über Schiri Felix Zwayer: „Ein Schiedsrischtä mit geistischä Frische.“ Nach dieser persönlischä Anmerkung von Merk musste Lothar natürlisch geistisch frisch nachlegen. Er fand Carlos Aufstellung „auf der Dafel mit Diago“ sehr schön, und erwähnte einen klaren Vorteil des FC Bayern: „Sie spielen zuhause in ihrem Dembel, in ihrem Fußballdembel.“ Der Dembel, so viel sei klargestellt, darf keinesfalls mit dem Bembel verwechselt werden, den Hessen-Legende Heinz Schenk so gern in die Kamera hielt. Außerdem hatten ja gestern die Roten Bock, und nicht die Blauen.

Der Spielbericht zum klaren Sieg des FC Bayern.

Der Piefke-Steirer: Moderator Jan Henkel moderierte unaufgeregt und fachkundig wie gewohnt, er ist unser ganz persönlicher „Wortler des Jahres“ beim Bezahlsender. Nur in Sachen Geographie und Geschichte ließ der Blonde Schwächen erkennen. Er erklärte Ralph Hasenhüttl zu einem der „drei deutschen Kandidaten“, die sich Uli Hoeneß als Ancelotti-Nachfolger beim FCB vorstellen kann. Aber was soll’s: Wenn RB Fuschl am See im deutschen Fußball vorne mitspielt, kann Sky auch einen Steirer eingemeinden.

Der Ticker zum Nachlesen.

Der Mann, der aus der Kälte kam: Fröstel-Kommentator Kai Dittmann forderte vor dem Spiel, dass die Mannschaften gefälligst dafür sorgen sollen, „dass es in München wärmer wird“. Und sein Wille geschah. Fazit nach der Pause: „Ist schon 15 Grad wärmer.“ Der Sky-Kai staunte schon in der ersten Halbzeit über die Bayern: „Sie haben jetzt ihre Laufwerte vom Darmstadt-Spiel mindestens schon eingestellt.“ Schön war’s. Und damit geben wir mit unserem liebsten Weihnachtslied zurück in die Redaktion: „An Tagen, so miesen“ von den Toten Dosen.

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