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Gute Laune im Eurosport-Studio: Matthias Sammer und Karl-Heinz Rummenigge.

TV-Kritik

Bayern-Spiel im Eurosport-Player: Halleluja, es gab ein Bild!

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Nach dem Ärger um den Eurosport-Player zitterten Bayern-Fans am Freitagabend: Klappt diesmal die Übertragung, oder sehen die Fans statt Rot wieder nur Blau? Sie gelang - eine TV-Kritik.

München - Bayern-Fans hat man am Freitagabend an den wundgedrückten Daumen erkannt. Funktioniert die Eurosport-Übertragung im Internet? Wenn’s nicht hingehaut hätte, wäre es das erste Bayern-Spiel seit der dritten Uefa-Cup-Zwischenrunde 1995 gegen Fenerbahce Uppsala gewesen, das nicht live zu sehen ist.

Der Empfang: Viele Anhänger der Roten wurden am Freitagabend noch beim Pilgern Richtung Altötting beobachtet. Die Wallfahrt hat sich gelohnt. Halleluja, es gab Bild! Und sogar Ton! Das neuartige Experimental-Fernsehen lief (zumindest bei den meisten Zuschauern) so flüssig, wie es das ZDF in den letzten 120 Jahren nicht besser hinbekommen hätte. Wir wollen ja nicht immer meckern – aber dass der Eurosport Player nach fünf Spieltagen besser funktioniert als SkyGo nach fünf Jahren, erstaunt dann doch. Weniger nett von Eurosport: Das Umsonst-Schauen über Amazon hat der Sender Freitag kurzfristig verboten. Buh!

Der schlaue Sammer: Der Supersachse war wieder eine Schau. Was der Ex-Mahner in wenigen Minuten über Wolfsburg und Ex-Löwe Uduokhai (der von Sammer junior beraten wird) verriet, war spannender als alles, was eher kulinarisch bewanderte Experten in anderen Sendern in drei Stunden blubbern. Klasse auch, wie Sammer die Aufregung ums Paris-Spiel relativierte: „Paris ist ein Vorrundenspiel, mehr nicht. Erster oder Zweiter in der Gruppe wird man sowieso.“ Dazu kam eine famose Halbzeitanalyse an der Taktiktafel – und ein launiger Talk mit Kalle Rummenigge, in dem der Ober-Bayer enthüllte, dass er und Uli Hoeneß nach dessen Haftentlassung „noch nicht wieder geheiratet haben“.

Der lustige Sammer: Der Matthes ließ auch seinem komödiantischen Talent freien Lauf – mal freiwillig, mal unfreiwillig. Das Taktikerklären am Touchscreen nutzte er zum engagierten Fitnesstraining, und schubste dabei den armen Jan Henkel wie ein Playmobil-Mandschgerl durchs Studio. Überdies philosophierte er übers „Hochkünsteln“ von Dingen und übers „Reinmeißeln von Pflöcken“, aber das ist bestimmt astreines Sächsisch. Einen Pflock können wir auf jeden Fall ohne Reinkünsteln hochmeißeln: Besser als mit Henkel und Sammer kann ein Fernsehsender über ein Fußballspiel gar nicht berichten – sogar, wenn er gar nicht im richtigen Fernsehen sendet.

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