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Uli Hoeneß

Landgericht dementiert

Fall Hoeneß: "Es gibt keinerlei Absprachen"

  • Philipp Vetter
    vonPhilipp Vetter
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München – Das Landgericht München hat dementiert, dass es bereits vor dem Steuerprozess eine Einigung mit FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß und seinen Anwälten auf ein Strafmaß gegeben habe.

„Es gibt keinerlei Absprachen“, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz am Freitag. Wiederholt hatten Medien berichtet, es könnte einen sogenannten Deal zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung geben, wonach der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Hoeneß mit einer Bewährungsstrafe und einer hohen Geldstrafe rechnen müsse. Zuletzt war über ein Treffen zwischen Hoeneß’ Verteidiger und dem Richter berichtet worden. Hoeneß hatte sich wegen Steuerhinterziehung angezeigt, die Staatsanwaltschaft hält die Selbstanzeige aber nicht für wirksam und strafbefreiend.

Der Präsident des FC Bayern wird sich deshalb ab dem 10. März vor dem Landgericht verantworten müssen. Derzeit sind vier Verhandlungstage angesetzt, an denen vier Beamte der Steuerfahndung als Zeugen gehört werden sollen. Der genaue Betrag, den Hoeneß hinterzogen haben soll, ist nicht bekannt, es ist von rund 3,2 Millionen Euro die Rede. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil entschieden, dass ab einer hinterzogenen Summe von einer Million Euro in der Regel keine Bewährungsstrafe mehr in Betracht kommt. Allerdings kann sich die Selbstanzeige strafmildernd auswirken, selbst wenn sie unwirksam sein sollte.

Im Fall Hoeneß sind mehrere Taten der Einkommensteuerhinterziehung angeklagt, weil er in mehreren Jahren falsche Steuererklärungen abgegeben haben soll. Es käme daher wohl auch darauf an, wie hoch die einzelnen Beträge pro Jahr sind. Sollte Hoeneß schuldig gesprochen werden, würde das Gericht eine Gesamtstrafe für alle Taten bilden.

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Neben einer Gefängnisstrafe und einem Freispruch kommt auch eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe in Frage. Die Höhe der Geldstrafe würde sich nach der Zahl der Tagessätze und dem Einkommen des Verurteilten richten. Da mehrere Fälle angeklagt sind, können zusätzlich zu einer maximal zweijährigen Bewährungsstrafe noch bis zu 720 Tagessätze kommen.

PV

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