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Wegen Gustavo: Allofs-Gespräch mit Sammer

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Klaus Allofs © dpa

Karlsruhe - Der dürftige Auftritt des VfL Wolfsburg beim 3:1 in Karlsruhe dürfte Luiz Gustavo nicht gerade von einem Wechsel zu den Wölfen überzeugt haben. Dennoch hoffen die Verantwortlichen weiter auf den Transfer.

Auf dem Weg zum Teambus „schnorrte“ Coach Dieter Hecking im Presseraum noch schnell ein Würstchen mit Senf, der mäßige Auftritt seiner Elf dürfte dem umworbenen Luiz Gustavo aber kaum Appetit auf einen Wechsel zum VfL Wolfsburg gemacht haben. Doch obwohl sich der Fußball-Bundesligist zu einem 3:1 (1:0) beim Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC quälen musste, hat der VfL durch den Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals wieder ein wenig mehr Kleingeld für den Transfer des brasilianischen Nationalspielers vom Triple-Gewinner Bayern München in der Tasche.

„Ich hatte ein Gespräch mit Matthias Sammer, um einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Bayern die Sache sehen. Das habe ich bekommen“, berichtete Manager Klaus Allofs von seiner Unterredung mit dem Münchner Sportvorstand. Ob die Verantwortlichen des Meisters mittlerweile selbst an Gustavo herangetreten sind und ihm aufgrund des Überangebots an Mittelfeldstars einen Wechsel nahe gelegt haben, konnte Allofs aber nicht bestätigen: „Ich mische mich nicht in die Bayern-Belange ein.“

Obwohl der Wolfsburger Manager nichts von einem bevorstehenden Transfer wissen wollte und das Thema herunterspielte („Wir haben uns zuletzt gar nicht darum gekümmert“), war deutlich zu spüren, dass Allofs an die Chance einer Verpflichtung des 26 Jahre alten Ex-Hoffenheimers glaubt. „Wir werden sehen, was passiert. Warten wir es mal ab“, sagte der 56-Jährige, der für Gustavo allerdings ein paar Millionen Euro locker machen muss.

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Schließlich hatten die Bayern im Januar 2011 rund 15 Millionen Euro für den Brasilianer nach Hoffenheim überweisen. Zudem steht Gustavo, der zuletzt in der Selecao gesetzt war, noch bis 2015 bei den Münchnern unter Vertrag. Für Berater Roger Wittmann stehen aber weder das Arbeitsverhältnis mit den Bayern noch Angebote aus Italien möglichen Verhandlungen mit dem VfL im Wege.

„Luiz möchte mit Wolfsburg verhandeln, wenn das Interesse besteht“, sagte Wittmann der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung. Einem Treffen mit Hecking steht der Berater aufgeschlossen gegenüber: „Das ist eine gute Idee. Luiz ist ein toller Charakter, der auf Menschen reagiert. Er muss von den handelnden Personen überzeugt sein.“

Von einer überzeugenden Vorstellung war der VfL in Karlsruhe weit entfernt. Eine Woche vor dem ersten Punktspiel beim niedersächsischen Rivalen Hannover 96 haben die Wölfe noch jede Menge Luft nach oben. Vor 15.710 Zuschauern war der KSC über weite Strecken gleichwertig oder sogar überlegen, am Ende setzte sich aber doch die Effektivität des Erstligisten durch. Ivan Perisic (15. ), Diego (69.) und Marcel Schäfer (90.+2) trafen für die Wolfsburger, Selcuk Alibac erzielte den Treffer für die Gastgeber (90.).

sid

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