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Die Basketballer des FC Bayern spielen auch weiterhin im Audi Dome.

Keine Einigung mit Red Bull

Bayern-Basketballer steigen aus Hallenprojekt aus

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München - Die Basketballer des FC Bayern steigen aus den Planungen für eine neue Multifunktionshalle im Olympiapark aus. In der neuen Arena hätten die Bayern-Basketballer und die Eishockeyspieler von Red Bull München antreten sollen. Bedeutet dies das Aus für die Halle? Die Stadt sagt Nein.

Die Weichen für den Neubau einer kombinierten Eishockey- und Basketball-Arena auf dem Areal des alten Radstadions waren eigentlich schon lange gestellt, sogar besiegelt per Stadtratsbeschluss. Theoretisch hatten sich die Beteiligten das alles schön ausgemalt: Der österreichische Getränkehersteller baut und betreibt die 10.000 Zuschauer fassende Halle für seine Eishockeymannschaft. Der FC Bayern zieht als Mieter ein. Und der Stadt würden bei all dem keine Kosten entstehen – außer, dass auch sie selbst die Halle für den Breiten- und Schulsport anmietet. Doch aus dieser Konstruktion wird nun erst einmal nichts. Der FC Bayern hat sich als ein wesentlicher Faktor dieses Bündnisses zurückgezogen. Die Basketballer wollen langfristig den „Audi Dome“ (ehemals Rudi-Sedlmayer-Halle) als Trainings- und Spielstätte nutzen. Diese Entscheidung habe gleichzeitig zur Folge, „dass der FC Bayern München sich nicht an weiteren Planungen einer neuen Multifunktionshalle für Eishockey, Basketball und Drittveranstaltungen im Olympiapark beteiligt“, heißt es in einer Presseerklärung des Vereins. 

Hopfner: Zu hohes wirtschaftliches Risiko

Bayern-Präsident Karl Hopfner sagt, man habe diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen. Gründe für den Ausstieg seien zum einen das zu hohe wirtschaftliche Risiko für den Club, das vor allem eine Bindung über einen zu langen Zeitraum in das von Red Bull vorgelegte Konzept mit sich bringen würde. Nach Informationen unserer Zeitung hätte der Mietvertrag über 30 Jahre laufen sollen. Zum anderen wären Überschneidungen im künftigen Spielbetrieb von Eishockey und Basketball unvermeidbar, so Hopfner: Die Regelspieltage in der Eishockey-DEL sind der Freitag und der Sonntag, auch die Bayern spielen meist sonntags. „Diese terminliche Kollision könnten wir nur mit dem Erhalt eines spielfähigen Audi Domes lösen“, so Hopfner. 

Für die Bayern hätte dies also eine doppelte wirtschaftliche Belastung bedeutet. Daher hat sich der Verein nun dafür entschieden, nur in den „Audi Dome“ zu investieren und diesen langfristig als Heimat der Profi-Basketballer zu etablieren. Die Zuschauerkapazität dort soll von derzeit 6700 auf 8000 Zuschauer erhöht werden. Von Seiten der Stadt soll es hier bereits positive Signale geben. Außerdem möchte der FC Bayern den derzeit bis 2018 laufenden Mietvertrag verlängern. Die Rede ist von zunächst sieben oder acht weiteren Jahren. 

Was wird jetzt aus der Multifunktionshalle im Oly-Park?

Die Frage ist nun, wie Red Bull die geplante Multifunktionshalle im Olympiapark ohne einen potenten Hauptmieter wie den FC Bayern wirtschaftlich betreiben kann. Der noch vor gut einem Jahr kolportierte Zeitplan einer möglichen Eröffnung 2018 ist mittlerweile ohnehin illusorisch. 

Der Getränkehersteller Red Bull äußerte zuletzt Überlegungen, dass die Stadt als Mitbetreiber einsteigen könnte. Doch die Politik dürfte da nicht mitmachen. Die Mehrheiten im Rathaus wurden schließlich unter der Voraussetzung geschmiedet, dass das Risiko für den Steuerzahler überschaubar bleibt. 

Münchens Sport-Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) wollte am Donnerstag nichts von einer möglichen Beerdigung des Gesamtprojekts wissen. Der Ausstieg der Bayern habe sich schon länger abgezeichnet. „Für unsere geplante städtische Nutzung bedeutet das erst einmal nichts“, sagte sie am Rande der Stadtratsitzung am Donnerstag unserer Zeitung. Red Bull müsse nun neu rechnen – und benennen, ob es für die Stadt teurer wird. „Dann müssen wir schauen, ob es weitergeht oder nicht“, so Strobl, die auch Aufsichtsratsvorsitzender der Olympiapark München GmbH ist. 

Strobl sieht die Stadt offenbar in einer guten Verhandlungssituation. „Red Bull will die Halle ja unbedingt“, antwortet sie auf die Frage, ob nicht deutlich schlechtere Konditionen für die Stadt zu befürchten seien. Red Bull wollte sich am Donnerstag zum weiteren Fortgang des Projekts nicht äußern. 

Klaus Vick, Patrick Reichelt, Felix Müller

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