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Neue Halle für FC Bayern Basketballer

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Von: Felix Müller

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Das Radstadion wird abgerissen. Unterhalb der Olympia-Bauten entsteht die neue Halle von Red Bull. Erschlossen werden wird sie von der Trambahn auf der Dachauer Straße. © Bodmer

München - Jetzt könnte alles ganz schnell gehen: Schon im Januar soll mit dem Abriss des Radstadions im Olympiapark begonnen werden. Der österreichische Brause-Konzern Red Bull will hier ein Eisstadion für seinen EHC bauen, in dem als Mieter auch die FC-Bayern-Basketballer einziehen sollen.

Die Stadt ist sich mittlerweile offenbar sehr sicher, dass Red Bull das Geld in die Hand nimmt. Die ehemalige Rudi-Sedlmayer-Halle in Sendling könnte auch ohne Basketball-Spiele erhalten bleiben.

In München, betont Olympiapark-Chef Arno Hartung gerne, gibt es nur noch zwei Investoren, die große Sportstätten neu errichten könnten: Red Bull und der FC Bayern. Für die neue 10 000-Zuschauer-Arena haben sich die beiden Giganten zusammengeschlossen. Red Bull will die Halle bauen – der FC Bayern ist mit seinen Basketballern fest als Mieter eingeplant. Der Leiter des Wirtschaftsreferats, Josef Schmid (CSU) will noch diesen Monat im Stadtrat den Weg frei machen für das ehrgeizige Projekt.

„Das ehemalige Radstadion fristet seit Jahren ein trauriges Schattendasein“, sagt Schmid. „Es ist eine große Chance, mit Red Bull, dem EHC Red Bull München, und dem FC Bayern endlich wieder an die erfolgreichen Zeiten der Sportstätte während der Olympischen Spiele 1972 anzuknüpfen.“ Das neue Stadion, hofft Schmid, könne ein „Impulsgeber für den ganzen Park“ sein, der Investor Red Bull die Stadt bei den „Gesamt-Sanierungskosten entlasten“. Wie berichtet plant Schmid, das Olympiastadion für 76 Millionen Euro voll einsatzfähig zu halten.

Bei der Olympiapark GmbH zeigt man sich erfreut über die bevorstehende Entscheidung – und lobt demonstrativ Red Bull, das als Unternehmen bei traditionsverliebten Sport-Freunden immer wieder in der Kritik steht. „Wir sind sehr froh, dass Red Bull bereit ist, hier zu investieren“, betonte Arno Hartung gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine zu große Kommerzialisierung des Sport-Denkmals Olympiapark befürchtet er nicht: „Red Bull ist gar nicht daran interessiert, dass die neue Halle Red-Bull-Halle heißt.“ Hartung betonte, dass für den Olympiapark entscheidend ist, dass im Neubau wirklich nur Eishockey und Basketball gespielt wird – neue Konkurrenz zur Olympiahalle etwa bei Konzerten kann der Park nicht brauchen.

Die alte Eishalle ist in die Jahre gekommen. Mit ihren Holzbänken, nur 1500 Sitzplätzen bei 4000 Stehplätzen,zu wenigen Parkplätzen und kaum Angeboten für VIPs gilt sie als nicht mehr konkurrenzfähig. Theoretisch wird im Stadtrats-Beschluss auch noch der heutige Eisstadion-Standort für einen Neubau offengehalten. Weder im Rathaus, noch bei der Olympiapark GmbH, noch bei Red Bull hält man diese Option aber noch für realistisch. Die Frage ist also: Was passiert auf dem Gelände, auf dem unter anderem auch noch die „Soccerworld“ für Kleinfeld-Hallen-Freizeitkicker untergebracht ist? „Für uns ist jetzt der erste Schritt, dass das neue Eisstadion in trockene Tücher gebracht ist“, sagte Hartung. Danach müsse in Ruhe überlegt werden, was auf den frei werdenden Flächen folge. Hartung zeigte sich offen für diverse in der Vergangenheit schon angedachte Ideen wie einen Hotel-Neubau, Inline-Skate-Anlegen oder gar einen neuen Konzertsaal.

Wenn Eishockey und Basketball in die neue Arena gezogen sind – zuletzt war die Rede vom Jahr 2018 – wird auch der „Audi Dome“ seine heutige Hauptnutzung verloren haben. Tausende Zuschauer strömen zu den Heimspielen der Bayern-Basketballer in die alte Sendlinger Rudi-Sedlmayer-Halle. Was, wenn die Basketballer weg sind? Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sagt, der FC Bayern wolle in der Halle gerne weiter seinen Trainingsbetrieb durchführen. „Dafür könnte man sie sicher noch nutzen.“ Wirtschaftsreferats-Boss Josef Schmid scheint sich da weniger sicher zu sein. „Der FC Bayern München hat bereits von einem weiteren Bedarf für seine Basketballabteilung gesprochen“, bestätigt er zwar. Schmid sagt aber auch: „Wir müssen sehen, ob wir diesen Wunsch folgen können.“

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