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Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang zeigt sich irritiert über den Begriff „Affenzirkus“. 

Rassismus-Debatte entbrannt

„Affenzirkus“ um Aubameyang? kicker entschuldigt sich bei BVB-Profi

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„Einen Affenzirkus veranstalten“ - diese Redewendung meint in etwa „viel Getue um eine Sache machen“ oder eine „unnütze Aufregung“. Dieser Begriff sorgte jetzt aber für eine ganz andere Aufregung in der Bundesliga. 

Update vom 14. Januar, 15.30 Uhr: Die Redaktion des Sportmagazins Kicker hat sich bei Fußball-Profi Pierre-Emerick Aubameyang vom Bundesligisten Borussia Dortmund für eine missverständliche Äußerung entschuldigt. Aubameyang hatte sich durch die Bezeichnung „Affenzirkus“ in Verbindung mit seiner Person beleidigt gefühlt. 

„Es lag nie und nimmer in meiner Absicht, den Spieler und Menschen Aubameyang in irgendeiner Form zu beleidigen oder zu diskriminieren“, hieß es in einer Klarstellung des „Kicker“-Chefreporters Karlheinz Wild am Sonntag auf der Homepage des Magazins.

kicker-Reporter kritisiert Aubameyang: „Affenzirkus“ - Rassismus-Debatte entbrannt

Dortmund - Im kicker.tv TALK hatte der Chefreporter des Fußballmagazins, Karlheinz Wild, in Bezug auf die ständigen Wechselgerüchte und Extrawürste von Pierre-Emerick Aubameyang gesagt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Auba diesen Affenzirkus in München aufziehen könnte."

Google-Suche irritiert den Torschützenkönig

Der Gabuner in Diensten von Borussia Dortmund hatte darüber wiederum einen Artikel auf dem Portal fussball.news gelesen. Den Begriff „Affenzirkus“ kannte der Bundesliga-Torschützenkönig offenbar nicht, woraufhin er diesen googelte. Bei der Bilder-Suche ergab ein Treffer dann einen Schimpansen, der einen Hitlergruß zeigt.

Das Ergebnis und der Vergleich mit Affen irritierten den dunkelhäutigen Fußballer offenbar so sehr, dass er das Google-Suchergebnis auf Instagram teilte. Dazu schrieb er am Samstagabend, dass er bislang von deutschen Journalisten immer auf korrekte Weise kritisiert wurde - bis heute. Er überlasse es seinen fast sechs Millionen Abonnenten auf Instagram, über diesen Begriff zu urteilen. Dazu postete er noch die Jahreszahl 2018 -  und stellte damit zur Diskussion, ob ein solcher Begriff noch zeitgemäß sei.  

Der Post schlägt nach wenigen Stunden schon hohe Wellen. Rund 120.000 Fans haben bereits darauf reagiert. Auch seine BVB-Mannschaftskameraden Marc Batra, Christian Pulisic und Maximilian Philipp gefällt der Post, offenbar ein Ausdruck ihrer moralischen Unterstützung. Hunderte Fans des Stürmers, zumeist aus dem Ausland, unterstellen dem kicker-Reporter nun im Kommentarbereich Rassismus und beschimpfen Wild.

Aubameyangs Beitrag erinnert an die jüngsten Proteste gegen die Modekette H&M. Diese warb mit einem dunkelhäutigen Jungen, der auf einem Foto einen Pullover mit der Aufschrift „coolest monkey in the jungle“ trägt. 

Marc Schwitzky, der Autor des Artikels, den Aubameyang auf Instagram teilte, kann die Vorwürfe nicht verstehen. Er glaube nicht, „dass Herr Wild das Wort ‚Affenzirkus‘ irgendwie rassistisch meinte“, schrieb er auf Twitter. Er hätte diesen Begriff auch bei jedem anderen Spieler gewählt -  ungeachtet dessen Hautfarbe, zeigt sich Schwitzky überzeugt. Er räumte jedoch ein, dass man es als Nicht-Muttersprachler vielleicht falsch verstehen könnte. Jedoch sei „mal wieder zu viel Hysterie in dieser Debatte“.

mag

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