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Facundo Ferreyra ließ sich zu einer üblen Aktion hinreißen. 

Rudelbildung in der Schlussphase

Ausraster in der Champions League: Donezk-Profi attackiert Balljungen - Video

Im Achtelfinale der Champions League zwischen dem AS Rom und Schachtjor Donezk attackierte Gäste-Stürmer Ferreyra einen Balljungen, der über die Bande stürzte.

Rom - 80. Minute im Achtelfinal-Rückspiel der Champions-League, fast 50.000 frenetische Fans im altehrwürdigen Olympiastadion zu Rom, deinem Team fehlt ein Tor zum Weiterkommen, doch offensiv will wenig bis gar nichts funktionieren. Da können einem schon mal die Sicherungen durchbrennen. Genau das ist Donezk-Stürmer Facundo Ferreyra passiert.

In der hitzigen Schlussphase der Partie bekam die Roma bei eigener 1:0-Führung einen Freistoß zugesprochen, vom für die Ausführung notwendigen Spielgerät war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Ferreyra lief in Richtung der Werbebande, um einen Ball zu organisieren. Er wollte das Tempo des Spiels hochhalten, seinem Team Schachtjor wertvolle Sekunden im Kampf um den bitter benötigten Ausgleich sichern. Doch der Balljunge, dessen Aufgabenbeschreibung eigentlich schon im Namen auftaucht, hatte anderes im Sinn und dachte gar nicht daran den Ball rauszurücken. Stattdessen hielt er ihn fest in seinen Händen.

Rudelbildiung nach Attacke - und nur die Gelbe Karte

Ferreyra, gelernter Offensivspieler, setzte zur Balleroberung an und stieß den Balljungen spektakulär über die Bande. Dieser machte es wie Ferreyra die vorherigen 80 Minuten - und tauchte ab. Es folgte die obligatorische Rudelbildung; Hahnenkämpfe und dem dramatischen Zurückhalten von zum Faustkampf bereiten Kontrahenten inklusive. Einige Minuten später hatte Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco die erhitzten Gemüter wieder beruhigt, ließ Milde vor Recht ergehen und zeigte Ferreyra, der sich keiner Schuld bewusst war, die gelbe Karte. Möglicherweise hatte er bei dieser Entscheidung bereits im Hinterkopf, dass er eine Minute zuvor mit Ivan Ordets bereits einen Donezk-Profi des Feldes verwiesen hatte.

Unendliche Freude in der ewigen Stadt

Für die Römer löste sich der Dienstagabend in Wohlgefallen auf. Zwar musste der Jüngling an der Bande kurz von den Sanitätern im Stadion untersucht werden, ist aber wohlauf und das Team des AS Rom siegte dank des Treffers von Edin Dzeko mit 1:0. Damit steht die Roma erstmals seit zehn Jahren wieder im Viertelfinale der Champions League. Hier ist man einer der potentiellen Bayern-Gegner, sollten sich diese gegen Besiktas Istanbul durchsetzten.

dk

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