BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

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Seit November sitzt der Fußballer Hakim Al-Araibi (l) in thailändischer Haft. Foto: Gemunu Amarasinghe/AP
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Seit November sitzt der Fußballer Hakim Al-Araibi (l) in thailändischer Haft. Foto: Gemunu Amarasinghe/AP

Fußballer in Haft

Bahrain beantragt Auslieferung von Al-Araibi aus Thailand

Seit November sitzt der Fußballer Hakim Al-Araibi in thailändischer Haft. Mehrere Organisationen fordern seine Freilassung. Der Sportler fürchtet nun die Auslieferung an sein Heimatland Bahrain.

Bangkok (dpa) - Bahrain hat in Thailand offiziell die Auslieferung des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Hakim Al-Araibi beantragt. Die Militärregierung des südostasiatischen Königreichs bestätigte den Eingang der erforderlichen Papiere.

Der 25-Jährige lebt eigentlich in Australien, wo er als politischer Flüchtling anerkannt ist. Auf Bitten seines arabischen Heimatlands wurde er Ende November in Thailands Hauptstadt Bangkok festgenommen, wo er zusammen mit seiner Frau die Flitterwochen nachholen wollte.

Der Fall hat inzwischen auch international Aufmerksamkeit ausgelöst. Der Fußball-Weltverband FIFA und das Internationale Olympische Komitee fordern Al-Araibis Freilassung. Der Fußballer spielt als Halb-Profi für einen Verein aus Melbourne. Das Auslieferungsersuchen wird in Thailand nun geprüft, was Monate dauern kann. Eine Regierungssprecherin ließ offen, wie die Prüfung ausfallen werde. Die endgültige Entscheidung liegt bei einem Gericht.

Auch der asiatische Fußballverband AFC hat sich zu dem Vorgang geäußert. In einem Brief forderte Vize-Präsident Praful Patel den thailändischen Premierminister dazu auf, "die notwendigen Schritte einzuleiten, um sicherzustellen, dass Herr Al-Araibi sicher nach Australien" zurückkehren könne.

Der AFC war in der Angelegenheit unter Druck geraten, da sein bahrainischer Präsident Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa wegen seiner Verbindungen zum Königshaus seines Heimatlandes voreingenommen sein könnte. Al Chalifa ist in seiner Funktion als AFC-Chef auch FIFA-Vizepräsident.

Einer von Al-Araibis Rechtsanwälten, Nadthasiri Bergman, kündigte bereits an, gegen die geplante Auslieferung Widerspruch einzulegen. Derzeit sitzt sein Mandant im Gefängnis. Der Fußballer war 2014 in Bahrain, einem autoritär regierten Königreich im Persischen Golf, in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er soll sich 2011 während der arabischen Aufstände an Ausschreitungen beteiligt haben soll.

Damals ging in Bahrain vor allem die Mehrheit der Schiiten gegen die sunnitische Führung auf die Straße. Auch Al-Araibi ist Schiit. Der Fußballer weist alle Vorwürfe zurück. Während der vermeintlichen Tatzeit stand er nach eigenen Angaben für Bahrains Nationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Katar auf dem Fußballplatz. Zuletzt spielte er für den Verein Pascoe Vale in der Ersten Liga des Bundesstaats Victoria. Der Club ist in Melbourne zuhause.

IOC-Mitteilung

FIFA-Mitteilung

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