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Er ist höchstens süchtig nach Erfolgen: Jetzt steht Basti Schweinsteiger für zweifelhafte Werbeauftritte in der Kritik.

Ärger für WM-Held

Schlechtes Vorbild? Schwere Vorwürfe gegen Fußball-Idol Basti Schweinsteiger wegen Werbedeal

WM-Held Bastian Schweinsteiger erntet harte Kritik für seine Werbeauftritte. Die Suchthilfe-Organisation „Blaues Kreuz“ erhebt nun öffentliche Vorwürfe.

Wuppertal - Nicht ein kleinstes Skandälchen leistete sich Bayern-Ikone Bastian Schweinsteiger bislang in seiner großartigen Karriere, sogar ein Kinderbuch veröffentlichte der Saubermann zusammen mit Felix Neureuther. Trotzdem meldet sich nun die Suchthilfe-Organisation „Blaues Kreuz“ und übt harte Kritik an den Werbe-Auftritten des Weltmeisters. Schweinsteiger ist seit Ende vergangenen Jahres in den Spots für „Die Deutsche Automatenwirtschaft“ zu sehen. Das ist der Dachverband deutscher Glücksspielautomaten-Betreiber, -Vermarkter und -Unternehmer. 

„Spiel ist nicht gleich Spiel, Herr Schweinsteiger!“: Blaues Kreuz kritisiert Glücksspielwerbung

Dass der Held vom Maracana seine Strahlkraft für die Vermarktung von Glücksspiel einsetzt, stößt der Hilfs- und Präventions-Organisation gehörig auf.Die Pressemitteilung des bundesweit aktiven Vereins soll den 34-Jährigen zum Umdenken bewegen. Daher spricht ihn der Bundessekretär des Blauen Kreuzes, Jürgen Naundorff, direkt an: „Spiel ist nicht gleich Spiel, Herr Schweinsteiger! Nein, es ist eben nicht ‚..egal wo und was du spielst‘. (wie es im angesprochenen Werbespot lautet, d.R.) Auch wenn Sie das behaupten!“ 

Er kritisiert den hinkenden Vergleich zwischen der körperlichen, kreativen, fordernden Aktivität auf dem Fußballplatz und dem „Stumpfsinn“ des Glücksspiels am Automaten, der in den Werbefilmen konstruiert wird. 

Enormes Suchtpotenzial: Verfehlt Schweinsteiger seine Rolle als Vorbild?

Das Blaue Kreuz weist auf die große Suchtgefahr hin, die von den Spielautomaten ausgeht. Laut derBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen „krankhaft spielsüchtig“ sein. Und das Suchtpotenzial der bunt blickenden Automaten steigt rasant, lautet es in der Pressemitteilung. 

Bastian Schweinsteiger sei als Weltmeister und Ikone des FC Bayern ein großes Vorbild, nicht nur für Kinder und Jugendliche. Die Befürchtung liege nahe, dass viele Menschen den Einstieg in dieses Suchtfeld finden, nachdem ihr Idol das Spiel an Geldautomaten bewirbt. Vor diesem Hintergrund seien Schweinsteigers Auftritte in den Werbespots zumindest zweifelhaft, andere Suchtprodukte wie Zigaretten würde der WM-Held schließlich auch nicht bewerben. 

Video: Spielsucht

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