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Teammanager Olvier Bierhoff traut Torwart Manuel Neuer eine WM-Teilnahme ohne Spielpraxis zu. Foto: Friso Gentsch

DFB Teammanager

Bierhoff traut Neuer Kaltstart in die WM zu

Ein Comeback von Manuel Neuer beim FC Bayern und im Nationalteam ist weiterhin nicht in Sicht. DFB-Teammanager Bierhoff glaubt, dass der lange verletzte Torwart auch ohne große Spielpraxis in Russland dabei sein könnte. "Ich glaube daran, dass Manuel das schafft."

München (dpa) - Teammanager Oliver Bierhoff würde dem seit einem halben Jahr verletzten Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer auch einen gewissen Kaltstart bei der Fußball-Weltmeisterschaft zutrauen.

"Bei der Qualität, bei der Klasse, die er hat, sehe ich bei ihm nicht so die Eingewöhnungsschwierigkeiten", sagte Bierhoff in München. Der 31 Jahre alte Weltmeister Neuer befindet sich nach einem dritten Mittelfußbruch mit anschließender Operation weiterhin erst im Fitnessaufbau. Spezielles Torwarttraining ist noch nicht möglich. Ein Zeitpunkt für ein Comeback im Tor des FC Bayern ist völlig offen.

Der DFB-Kapitän wird auch die ersten Länderspiele des WM-Jahres am 23. März in Düsseldorf gegen Spanien und vier Tage später in Berlin gegen Rekordweltmeister Brasilien verpassen. Es sind zugleich die letzten Partien vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders durch Bundestrainer Joachim Löw am 15. Mai. "Ich hoffe sehr und glaube auch daran, dass Manuel das schafft", sagte Teammanager Bierhoff mit Blick auf die WM in Russland, die für Titelverteidiger Deutschland am 17. Juni in Moskau mit dem ersten Gruppenspiel gegen Mexiko beginnt.

Bierhoff befindet sich im ständigen Kontakt mit Weltmeister Neuer. "Man merkt einfach, wie fokussiert er ist, wie er auf dieses Ziel WM hinarbeitet", berichtete der Nationalmannschafts-Manager. "Wichtig ist, dass von keiner Seite irgendein Druck entsteht, der kommt auch jetzt von unserer Seite nicht." Das Trainerteam um Löw sei in der Torwartfrage nicht unruhig: "Wir werden uns zur gegebenen Zeit damit beschäftigen." Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona hat sich in der Abwesenheit von Neuer zur Nummer 1 im deutschen Team entwickelt.

Beim FC Bayern wurde ursprünglich mit einer Rückkehr von Neuer in den Spielbetrieb zu Beginn des Jahres gerechnet. Inzwischen äußern sich die Verantwortlichen nur noch vage. "Man wird sehen, ob er Anfang April auf dem Trainingsplatz steht", sagte Trainer Jupp Heynckes in der vergangenen Woche. Konkrete Zeitpunkte zu nennen, sei verkehrt.

Manuel Neuer hat sein letztes Länderspiel am 11. Oktober 2016 beim 2:0-Heimsieg in der WM-Qualifikation gegen Nordirland bestritten. Erst während des WM-Trainingslagers in Südtirol könnte er am 2. Juni im vorletzten Testspiel vor WM-Start gegen Österreich in Klagenfurt wieder im DFB-Tor stehen. Es wäre sein 75. Einsatz für Deutschland.

Neuer war auch vor dem WM-Triumph 2014 in Brasilien verletzt. Damals verletzte er sich im DFB-Pokal-Finale mit dem FC Bayern in Berlin an der Schulter. Erst nach der Anreise nach Brasilien kehrte er ins Training zurück und spielte anschließend eine herausragende WM.

Damals war "dem besten Torwart der Welt" (Löw) auch ein Turnier-Kaltstart gelungen. Vor vier Jahren musste Neuer aber vor dem Turnier nicht so lange pausieren wie jetzt. Die Bundesligasaison endet am 12. Mai. Neuers Hoffnung ist es, vorher noch einige Partien beim FC Bayern zu bestreiten.

Trainer Jupp Heynckes rechnet im April mit einem Comeback von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer. "Ich glaube ja", sagte der Coach des FC Bayern München nach dem 3:1 (1:0) im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Besiktas Istanbul am Mittwoch im ZDF auf Nachfrage. "Die Perspektive ist positiv. Es sieht sehr gut aus", ergänzte Heynckes. Neuer könne 80 Prozent des Körpergewichts belasten. Es werde aber kein Druck ausgeübt. Er werde in Absprache mit den Medizinern und Physiotherapeuten entscheiden, wann Neuer wieder spielen könne, betonte Heynckes.

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