DFL-Chef Christian Seifert
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DFL-Chef Christian Seifert verlängert seinen auslaufenden Vertrag offenbar nicht.

Vertrag nicht verlängert

Bundesliga-Paukenschlag! DFL-Chef Seifert vor Rückzug - Rummenigge mit bemerkenswerten Statement

Christian Seifert wird seinen Vertrag als Vorsitzender der Deutschen Fußball-Liga auslaufen lassen und hört in absehbarer Zeit auf, wie er selbst mitteilte.

  • Christian Seifert verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei der DFL nicht.
  • Diese Entscheidung kommt überraschend, Seifert bestätigte sie in einer Mitteilung.
  • Seit 2005 war er Vorsitzender Deutschen Fußball Liga.

Update vom 26. Oktober, 16.55 Uhr: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert kündigte am Montagmorgen seinen Rücktritt für den Sommer 2022 an. Nun meldete sich FCB*-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu Wort. Gegenüber dem TV-Sende Sky* sprach der 65-Jährige von einem „großen Verlust für die Bundesliga“ und kommentierte den Personalwechsel.

Bundesliga: DFB-Chef Christian Seifert hört 2022 auf - Rummenigge: „ich verstehe ihn“

„Er hat den Job jetzt 15 Jahre erstklassig gemacht, die Bundesliga hat nachhaltig davon profitiert“, meinte Rummenigge am Montag beim Pay-TV-Sender. Seit 2005 war Seifert im Amt und schafft es unter anderem, den Vermarktungswert der Fernsehrechte von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro zu steigern. Dank des DFL-Hygienekonzepts konnten die Bundesligen als erste der Top-Ligen Europas in der Corona*-Krise den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Spekulationen um Seiferts Vertrag habe es schon vor der Mitteilung gegeben, so der Bayern-Vorstandsvorsitzende. „Es war klar, es wird nicht ganz so einfach diesmal, weil er speziell auch in diesen Corona-Zeiten seine Qualitäten nochmal nachhaltig unter Beweis stellen konnte. Das wird nicht nur der DFL und den Bundesliga-Clubs aufgefallen sein“, sagte Rummenigge. Bei der Suche eines Nachfolgers sei „ausreichend Zeit“ wichtig. Auch Rummenigge scheidet zum Jahreswechsel auf 2022 aus seinem Amt aus, das Oliver Kahn bekleiden wird.

Auch deswegen zeigte Rummenigge wohl Verständnis für den DFL-Chef. „Ich verstehe ihn, er ist jetzt 52 Jahre alt und in dem Alter überlegt man sich schon, wenn man nochmal was Neues machen will, dann muss man es jetzt machen.“

Bundesliga-Paukenschlag: Christian Seifert gibt 2022 den Vorsitz bei der DFL ab

Update vom 26. Oktober, 9.40 Uhr: Geschäftsführer Christian Seifert wird die Deutsche Fußball Liga nach Ablauf seines Vertrages nach eigenen Angaben im Juni 2022 verlassen. Wie der Rastatter in seiner Erklärung schreibt, seien „dies anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen“.

„In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen“, teilte der 51-Jährige am Montagmorgen auf der Homepage der DFL mit. Seine Entscheidung sei „bereits jetzt wichtig, damit der Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit erhält, diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen“.

Bundesliga-Hammer: Christian Seifert hört 2022 als DFL-Vorsitz auf

Erstmeldung vom 25. Oktober, 22.30 Uhr:
Frankfurt am Main - Christian Seifert wird offenbar nicht mehr lange Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) sein. Wie die Bild berichtet, werde der 51-Jährige seinen am 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Bundesliga: Christian Seifert macht wohl 2022 als Chef der DFL Schluss

Offenbar will Seifert eine neue Herausforderung suchen. Seit 2005 ist der Badener Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL und in dieser Funktion auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes* (DFB). In der DFL sind die 36 Profiklubs der 1. und 2. Bundesliga* zusammengeschlossen. Dabei geht es unter anderem um die Verteilung der TV-Gelder.

Diese Nachricht kommt insgesamt sehr überraschend. Seifert hatte in der Vergangenheit keine wirklichen Andeutungen gemacht, 2022 Schluss zu machen. In diesem Jahr war Seifert bis jetzt sehr stark eingespannt. Die Corona-Krise*stellte und stellt den Profifußball vor große Herausforderungen.

Bundesliga: Christian Seifert vor Rückzug - Vorbild während Corona-Krise

Die Bundesliga* war im Mai eine der ersten Sportligen, die den Spielbetrieb wieder aufgenommen hatte und avancierte damit zum Vorbild für Premier League*, La Liga & Co. Seifert setzte sich damals maßgeblich für den Re-Start ein - was nicht überall wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Im Frühjahr wurden die kritischen Stimmen lauter, wonach der Profifußball einmal mehr eine Sonderrolle in Anspruch nehme und von der Politik ein Privileg eingeräumt bekommen hätte. Alles in allem überzeugte das Hygienekonzept der DFL jedoch.

Insgesamt brachte Seifert die Bundesliga* auf das viel zitierte nächste Level, was an insgesamt 14 Rekordumsätzen in Serie eindrucksvoll deutlich wird. Unter seiner Regie stieg die Vermarktung der TV-Rechte von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro. Aus dem Lager der Fußballfans gab es dafür nicht nur Lob. Vor allem Ultras kritisieren Seifert regelmäßig für die voranschreitende Kommerzialisierung des Fußballs. All das kann Seifert ab 2022 nun wohl egal sein, während die DFL vor einer schwierigen Aufgabe steht, das Amt neu zu besetzen. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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