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Wilde Spekulationen um Eriksen-Impfung: Inter-Boss weist alles zurück und klärt auf

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Von: Maximilian Kettenbach

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Nach dem Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen beim EM-Spiel gegen Finnland ist die Fußballwelt geschockt. Einen Zusammenhang mit Corona gibt es offenbar nicht.

München - Es sind Bilder, die noch am Morgen danach allen ganz tief in den Knochen stecken. Christian Eriksen, der Star der dänischen Nationalmannschaft, kollabiert im ersten Vorrundenspiel der EM 2021 gegen Finnland nur wenige Minuten vor der Halbzeitpause. Eriksen muss reanimiert werden, seine Freundin stürmt auf den Rasen* und muss von Kapitän Simon Kjaer und Torhüter Kaspar Schmeichel beruhigt und getröstet werden.

Dänemarks Eriksen bricht zusammen - im Krankenhaus kommt die Entwarnung

Dänemarks Mannschaftsarzt Martin Boesen, der als einer der ersten bei Eriksen war, erzählt: „Er lag auf der Seite, atmete und hatte auch Puls. Aber plötzlich änderte sich das, und wir haben mit der Herzmassage begonnen“, sagte er am Samstagabend: „Wir haben es geschafft, ihn zurückzuholen.“

Wohl vor allem weil Eriksen aus dem Krankenhaus seine Mitspieler ermunterte weiterzuspielen, wurde das Spiel nach fast zweistündiger Unterbrechung fortgesetzt. Die tapferen Dänen kämpften, verloren aber gegen Außenseiter Finnland zusehends den Faden und verloren 0:1.

Wilde Spekulationen um Eriksen-Impfung: Inter-Boss weist alles zurück und klärt auf

Wenige Stunden später gab Eriksen dann auch den Mannschaftskollegen von Inter Mailand leichte Entwarnung: „Es geht ihm sehr viel besser. Das Schöne ist, dass er eine Nachricht in unseren internen Inter-Chat geschickt hat. Er hat die Mannschaft beruhigt und gesagt, dass er bald zurück sein wird“, sagte Mailands Geschäftsführer Beppe Marotta bei Sky Italia.

Über die Gründe für den Zusammenbruch wolle er nicht spekulieren, sagte der Geschäftsführer. Nur soviel: „Er war nicht an Covid erkrankt und er wurde auch nicht geimpft.“ Damit dürfte er den in sozialen Netzwerken geäußerten Verdacht, der Zusammenbruch hänge mit einer Corona-Impfung zusammen, beendet haben.

Dänemarks Eriksen nach Kollaps auf dem Wege der Besserung

Die Anteilnahme ist gigantisch. Inter-Kollege Romelu Lukaku widmete sein Tor für Belgien dem Dänen indem er „Chris, I love you“ in eine TV-Kamera rief. Unterdessen hat der dänische Fußball-Verband seinen Spielern psychologische Hilfe in Aussicht gestellt. Der Verband bot auf seiner Internetseite ganz konkret „den Spielern, Christians Familie und allen anderen in der Herren-Nationalmannschaft Krisenhilfe an“. Nationaltrainer Kasper Hjulmand sagte am späten Samstagabend: „Es ist eine traumatische Erfahrung. Wir werden die nächsten Tage damit verbringen, so gut wie möglich daran zu arbeiten. Und natürlich gibt es professionelle Leute um uns herum.“

Am Sonntagmorgen dann weiteres Aufatmen. Eriksen befindet sich am Tag nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel gegen Finnland weiter in einem stabilen Zustand. Bei einem Gespräch am Sonntagmorgen habe der 29-Jährige seinen Mannschaftskollegen seine Grüße ausgerichtet, teilte der dänische Fußballverband DBU mit. Er sei weiter im Krankenhaus. Die Nationalmannschaft und ihr Betreuerstab hätten Krisenbetreuung erhalten, erklärte der DBU weiter. Man werde nach dem Vorfall des Vorabends weiterhin füreinander da sein. Der Verband bedankte sich außerdem für die herzlichen Grüße an Eriksen von Fans, Spielern, Königsfamilien, internationalen Verbänden, Vereinen und von anderer Seite. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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