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Der Bus der Boca Juniors auf dem Weg zum Stadion.

Ausschreitungen vor Finalrückspiel

Finale der Copa Libertadores findet statt - Klage der Boca Juniors vom Sportgerichtshof abgewiesen

Die argentinischen Topklubs River Plate und Boca Juniors tragen das Final-Rückspiel der Copa Libertadores in Madrid aus. Dennoch klagte der Klub aus Buenos Aires vor dem Sportgerichtshof und wollte einen Sieg am Grünen Tisch.

Update von Samtag 8. Dezember: Die Boca Juniors Buenos Aires haben vor dem Final-Rückspiel im Libertadores-Cup am Sonntag (20.30 Uhr/Sport1+) in Madrid gegen den Stadtrivalen River Plate beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Klage auf eine kampflose Wertung des Endspiels um den wichtigsten Vereins-Titel im südamerikanischen Fußball zu ihren Gunsten eingereicht. Nach der Ablehnung eines gleichlautenden Eilantrages durch den CAS treten die Boca Juniors jedoch zum entscheidenden Match (Hinspiel: 2:2) in Spaniens Hauptstadt an.

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Update von Samstag, 8. Dezember: Die Boca Juniors Buenos Aires haben vor dem Final-Rückspiel im Libertadores-Cup am Sonntag (20.30 Uhr/Sport1+) in Madrid gegen den Stadtrivalen River Plate beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Klage auf eine kampflose Wertung des Endspiels um den wichtigsten Vereins-Titel im südamerikanischen Fußball zu ihren Gunsten eingereicht. Trotz der Anrufung der letzten sportrechtlichen Instanz wollen die Boca Juniors zum entscheidenden Match (Hinspiel: 2:2) in Spaniens Hauptstadt antreten.

Der Klub war am Donnerstag mit der gleichen Klage vor der Disziplinarkommission des Kontinentalverbandes CONMEBOL gescheitert. Boca sieht sich wegen der Ausschreitungen durch River-Plate-Anhänger als Ursache für die zweimalige Absage der Begegnung zwischen den beiden Lokalrivalen am letzten November-Wochenende in Buenos Aires mit seiner Forderung im Recht. Durch die Einschaltung des CAS wird das Finale im Falle einer Niederlage der Boca Juniors noch ein juristisches Nachspiel haben.

Bocas Führung beruft sich bei ihrer Klage auf einen vergleichbaren Fall von 2015. Damals war die River-Plate-Delegation nach der Halbzeit im Spielertunnel von Boca-Fans im Bombonera-Stadion mit Tränengas besprüht und das Spiel daraufhin abgebrochen worden. Anschließend wertete der CONMEBOL das Spiel für River Plate

Copa-Finale in Madrid: Argentinien erinnert an Demütigung durch Eroberung Südamerikas

In Argentinien macht sich nach der Verlegung des Libertadores-Cup-Finales zwischen seinen Fußball-Erzrivalen River Plate und Boca Juniors nach Madrid (9. Dezember 2018) zunehmend auch ein Gefühl der Demütigung breit. In den sozialen Netzwerken stellen Fotomontagen die Entscheidung des Kontinentalverbandes CONMEBOL als die erniedrigende Wiederkehr der spanischen Eroberer aus dem 16. Jahrhundert nach Südamerika dar.

Ein Bild zeigt Amerika-Entdecker Christoph Kolumbus bei der Landung in Südamerika mit der hochgehaltenen Libertadores-Cup-Trophäe statt Spaniens Flagge in der Hand. Vielfach wird die "Copa Libertadores (Pokal der Befreier)", Südamerikas wertvollster Vereinstitel und mit der europäischen Champions League vergleichbar, als "Copa Conquistadores (Pokal der Eroberer") bezeichnet. Auch argentinische Fußball-Prominenz beklagt trotz der Krawalle vor der Absage des Spiels am vergangenen Wochenende die Auslagerung des Endspiels auf einen anderen Kontinent. "Es ist, als würde man uns verbieten, Tango zu tanzen", sagte Trainer Gustavo Alfaro vom Erstligisten Huracan.

Argentiniens Idol Diego Maradona sieht die Fans um ein Erlebnis gebracht: "Wie soll sich eine Familie, die das Spiel sehen möchte, die Reise nach Madrid leisten können?", sagte der Kapitän der argentinischen Weltmeister-Elf von 1986. Einige eingefleischte Anhänger der beiden Klubs aus Buenos Aires jedoch scheinen trotz hoher Flugpreise und Eintrittskarten für 100 bis 300 Dollar weder Kosten noch Mühen zu scheuen. Argentiniens Botschafter Ramon Puerto berichtete aus Spanien, dass bei zwei Fluggesellschaften alle Plätze für Flüge von Buenos Aires ins über 10.000 km entfernte Madrid "in drei Stunden" ausverkauft gewesen seien.

Copa Libertadores: Final-Rückspiel wegen Krawallen nach Madrid verlegt

Asunción - Das wegen Krawallen abgesagte Final-Rückspiel der Copa Libertadores zwischen den argentinischen Hauptstadtclubs Boca Juniors und River Plate soll am 9. Dezember in Madrid ausgetragen werden. Das teilte der südamerikanische Fußball-Verband CONMEBOL mit. Die Partie wird im Estadio Santiago Bernabeu von Real Madrid ausgetragen.

Vor dem Final-Rückspiel der Copa Libertadores kam es zu Krawallen.

CONMEBOL hat River Plate wegen der Vorfälle um und im Stadion bestraft. Am vergangenen Samstag hatten River-Fans den Teambus von Boca auf dem Weg ins Stadion mit Steinen angegriffen. Dabei wurden mehrere Spieler verletzt. River Plate müsse die ersten zwei Partien im kommenden Jahr vor leeren Zuschauerrängen spielen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des Disziplinargerichts des Verbands. Zudem soll der Verein eine Strafe in Höhe von 400 000 US-Dollar zahlen.

Boca Juniors wollten Titel zugesprochen bekommen

Gleichzeitig lehnte das Tribunal den Antrag von Boca Juniors ab, den Titel ohne Rückspiel zugesprochen zu bekommen. Das Hinspiel zwischen beiden Clubs war 2:2 ausgegangen. Beide Vereine haben gegen die sie betreffenden Entscheidungen des Verbands Berufung eingelegt. Das Finale wurde nach dem Angriff auf den Mannschaftsbus zunächst auf Sonntag verschoben und dann erneut abgesagt. Der Sicherheitsminister der Stadt Buenos Aires trat nach den Krawallen zurück. In Buenos Aires findet am Freitag und Samstag der G20-Gipfel statt.

In den vergangenen Tagen hatte mehrere Städte Interesse an der Partie angemeldet, unter anderem die kolumbianische Millionenmetropole Medellín und die italienische Hafenstadt Genua. Die CONMEBOL hatte bereits beschlossen, in Zukunft den Meister der Copa Libertadores in einem einziges Endspiel zu entscheiden, das 2019 in Santiago de Chile ausgetragen werden soll.

dpa

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