Ex-Nationalspieler weiter in den Schlagzeilen

Neuer Wirbel nach Lehmann-Eklat: Aogo lässt nach verbalem Fehltritt „Arbeit bei Sky ruhen“

  • Antonio Riether
    vonAntonio Riether
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Dennis Aogo räumt seinen Platz bei Sky. Nach dem Lehmann-Eklat gab es erneut Wirbel um den Ex-Nationalspieler.

Unterföhring - Es wird einfach nicht ruhig um Dennis Aogo. Der Sky-Experte, der am Dienstagabend eine rassistischen Skandal-Nachricht von Jens Lehmann veröffentlichte* und damit eine große Debatte um den Ex-Keeper anstieß, ist nun selbst Gegenstand der Kritik. Der Grund ist eine maximal unglücklich gewählte Formulierung während der Analyse eines Champions-League-Halbfinals, Aogo musste ebenfalls Konsequenzen für seine Aussage tragen.

Dennis Aogo: „Vergasen“-Aussage bringt Ex-Nationalspieler um den Experten-Job

Am Dienstagabend war Dennis Aogo gemeinsam mit Dietmar Hamann, Erik Meijer und Moderator Michael Leopold im Sky-Studio und gab dabei seine Einschätzungen zu den beiden Halbfinalisten Manchester City und Paris Saint-Germain* ab. Als es um den Spitzenreiter der Premier League und deren Leistung ging, brachte Aogo den folgenschweren Kommentar. „Es ist einfach unglaublich schwer, sie zu verteidigen. Weil, davon gehe ich aus, sie das trainieren bis zum Vergasen“, meinte der ehemalige Nationalspieler.

In Deutschland gilt der Begriff „Vergasen“ als verpönt, da er an die Gaskammern in den Massenvernichtungslagern der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg erinnert.

Große Reaktionen während der Sendung blieben zwar zunächst aus, erst im Nachgang wurde die Szene, die viele Zuschauer wohl nicht mitbekamen, noch einmal zum Thema. Der Experte zog selbst die Konsequenzen.

Dennis Aogo: Sky beendet Zusammenarbeit mit Experten - „Ist sich der Tragweite der Äußerung bewusst“

Wie Sky* am Donnerstagnachmittag bekannt gab, wird Dennis Aogo seine Expertentätigkeit vorerst beenden müssen. Gegenüber der Bild erklärt der Sender, dass sich Aogo entschieden habe, „seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig.“ Des Weiteren habe er sich „entschuldigt und ist sich der Tragweite seiner Äußerung, die er sehr bedauert, bewusst“. Der ehemalige Bundesliga-Profi sei „ein ausgezeichneter Experte in unserem Team, den wir sehr schätzen, hat aber einen großen Fehler gemacht. Aus diesem will er lernen.“

Am Mittwoch entfachte Aogo in den sozialen Medien die Kontroverse um Jens Lehmann, als er eine Nachricht des Ex-Keepers veröffentlichte, die dieser wohl unabsichtlich an den Experten gesendet hatte. „Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“, hieß es in der Nachricht. Lehmann wurde daraufhin von seinen Aufgaben im Aufsichtsrat von Hertha BSC entbunden und wird vorerst auch nicht mehr als Experte tätig sein*. (ajr) *tz.de ist ein Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Joachim Sielski/imago-images

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