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Antrag stattgegeben: Die DFL um ihren Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Rauball legt sich auf den Verbleib der 50+1-Regel fest.

Antrag von St. Pauli angenommen

Entscheidung auf DFL-Mitgliederversammlung: 50+1-Regel bleibt bestehen

Im deutschen Profifußball wird auch weiterhin die umstrittene 50+1-Regel greifen. Das legt die DFL auf ihrer Mitgliederversammlung fest - und sorgt damit für eine Überraschung.

Frankfurt/Main - Die umstrittene 50+1-Regel im deutschen Profifußball bleibt bestehen. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nahm am Donnerstag überraschend einen entsprechenden Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli an. "Das ist ein tolles Zeichen", sagte Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig: "Es gab kontroverse Diskussionen. Wir haben aber einen guten Kompromiss gefunden. Das Signal ist wichtig."

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Ursprünglich sollte im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen keine Entscheidung fallen, sondern lediglich der Verfahrensverlauf für eine Diskussion über 50+1 festgelegt werden.

Klare Ansage der Fans: Auch mit Plakaten haben die Supporter ligaweit für den Erhalt der 50+1-Regel gekämpft.

DFL-Boss: „50+1-Regel hat uns weit gebracht“

"Heute ist erst einmal ein guter Tag, wenn man mit der 50+1-Regel eine positive Zukunft für den deutschen Fußball verbindet", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: "Das kann sein, denn sie hat uns wirklich weit gebracht. Wir werden sehen, ob es möglich ist, diese Regel und die damit verbundenen Ziele zu halten und ob das juristisch tatsächlich hält. Das würde bedeuten, wenn es nicht hält, wäre es automatisch ein schlechter Tag. Aber diese Kausalität kann ich nicht herstellen, weil ich auch unter Vorhandensein der 50+1-Regel einige Fehlentwicklungen gesehen habe in einigen Klubs. Deshalb finde ich generell diese Regel ein wenig überhöht."

Das Thema steht seit Jahresbeginn wieder im Mittelpunkt, das DFL-Präsidium hatte die Diskussion selbst vorangetrieben. Mehrere Klubchefs hatten sich in den vergangenen Wochen geäußert - in beide Richtungen. Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sprach sich für die Abschaffung aus, Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dagegen.

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Neun Enthaltungen, drei Klubs stimmten nicht ab

18 der 34 anwesenden Vereine stimmten für "einen Prozess zur Verbesserung der Rechtssicherheit sowie weitere Überlegungen hinsichtlich geänderter Rahmenbedingungen unter Beibehaltung der 50+1-Regel". Vier Klubs votierten gegen diese Formulierung, es gab neun Enthaltungen. Drei Vereine beteiligten sich nicht an der Abstimmung. Über die weiteren Schritte wird das DFL-Präsidium zeitnah beraten.

Die 50+1-Regel besagt, dass Investoren in Deutschland nur die Mehrheit an einem Verein halten dürfen, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre "ununterbrochen" und "erheblich" gefördert haben. In den anderen europäischen Top-Ligen gilt diese Regel nicht.

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sid

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