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Joseph Blatter strebt eine Wiederwahl als FIFA-Präsident an.

Deutsche wollen Blatter als FIFA-Präsidenten

Köln - Laut einer Umfrage halten die Deutschen weiterhin zum aktuellen FIFA-Boss Joseph Blatter. Trotz der WM-Korruptionsaffäre ziehen sie ihn seinem Konkurrenten Mohamed Bin Hammam vor.

Die deutschen Fußball-Anhänger setzen trotz der Korruptionsaffäre bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 weiter auf Joseph S. Blatter: Bei einer repräsentativen Umfrage des Dortmunder Meinungsforschungsinstituts promit im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (SID) sprachen sich 43,5 Prozent für eine weitere Amtsperiode des aktuellen FIFA-Präsidenten aus. Dagegen erhielt Blatters Konkurrent Mohamed Bin Hammam nur 18,2 Prozent der Stimmen.

Für

Franz Beckenbauer

wird die Wiederwahl von FIFA-Boss Blatter am 1. Juni auf dem Kongress in

Zürich

allerdings kein Selbstläufer. „Wenn Mohamed Bin-Hammam sich entscheidet zu kandidieren, und er hat sich ja entschieden, dann macht er dies nicht ohne das Wissen, Freunde, Unterstützer und eine reelle Chance zu haben. Deswegen sage ich:

Sepp Blatter

wird um seine Wiederwahl kämpfen müssen“, sagte der „Kaiser“ und glaubt an eine enge

Entscheidung

zwischen dem seit 1998 als

Chef

des Fußball-Weltverbandes

FIFA

amtierenden Blatter und seinem Herausforderer aus

Katar

.

Beckenbauer, der am 22. März als UEFA-Vertreter aus dem Exekutivkomitee der FIFA ausgeschieden war, kann sich allerdings vorstellen, dass Europa auch langfristig den FIFA-Präsidenten stellt: „Es ist sicherlich so angedacht, dass Michel Platini nach Sepp Blatters letzter Amtszeit 2015 als FIFA-Präsident antritt. Ich traue Michel dies zu. Er hat sich unglaublich entwickelt und die UEFA, die ja nicht einfach zu führen ist, in einen sehr, sehr stabilen Zustand gebracht. Ich denke, er wäre auch ein guter FIFA-Präsident. Doch man muss abwarten. Wenn Sepp Blatter am 1. Juni wiedergewählt wird, dann könnte dieser Plan aufgehen. Wenn nicht, dann wird es für die FIFA eine andere Zukunft geben.“

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Nachfolger des Ehrenpräsidenten von Bayern München im FIFA-Exko ist DFB-Boss Theo Zwanziger. Beckenbauer: „Er wird dort in ein sehr vielschichtiges und dennoch homogenes Gremium eintreten, das unglaublich zusammenhält. Es kommt mir immer vor wie ein Extrakt der Vereinten Nationen, in dem alle Kulturen, alle Religionen der Welt vertreten sind. Ich finde das spannend, spannender als in der UEFA, deren Charakter im Prinzip europäisch ist.“

sid

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