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Abgestürzt: Ist die deutsche Nationalmannschaft in der zweiten Halbzeit gegen Argentinien.

Freundschaftsspiel in Dortmund

Ticker: Deutschland mit Remis gegen Argentinien - So plant Löw für das Estland-Spiel

Deutschland trifft auf Argentinien zum Freundschaftsspiel. Joachim Löw hat viele Ausfälle zu beklagen. 

Update vom 10. Oktober: Trotz enorm vieler Spieler-Absagen konnte die DFB-Elf zumindest teilweise gegen Argentinien überzeugen. Nun stellt sich die Frage: Wie wird die Kader-Situation beim anstehenden EM-Quali-Spiel gegen Estland am Sonntag sein? Jogi Löw ist guter Dinge, dass einige Leistungsträger zurückkehren werden: „Timo Werner geht es besser, er soll am Freitag wieder voll einsteigen. Bei Ilkay Gündogan gibt es noch ein Fragezeichen, ich will keinen Druck aufbauen, muskuläre Verletzungen sind immer sehr diffizil", sagte Löw: "Bei Niklas Stark muss man abwarten, er hat eine Magen-Darm-Geschichte, die kann laut Arzt aber schnell vorbei sein. Und Marco Reus wird am Sonntag einsatzfähig sein."

Reus (Knie) und Gündogan sieht Löw als Startelfkandidaten. "Estland ist ein ganz anderer Gegner. Sie spielen mehr zurückgezogen und verteidigen in allererster Linie ihr Tor. Da brauchen wir einen offensiven Spieler mehr auf dem Platz", sagte er: "Marco Reus kann ich mir vorstellen. Und wenn Ilkay fit ist, wird er auch spielen." Vor Spielbeginn wurde eine Schweigeminute für die Opfer des Halle-Anschlags abgehalten. Ein Zwischenruf störte die andächtige Stille, ein beherzter Fan griff daraufhin ein

Am Sonntag spielt die DFB-Elf gegen Estland in der EM-Qualifikation, wir erklären Ihnen wie Sie das Spiel live im TV oder per Live-Stream sehen können. 

Deutschland - Argentinien 2:2 (2:0), Mittwoch: 20.45 Uhr

Deutschland: Ter Stegen - Klostermann, Koch, Süle, Halstenberg - Kimmich, Can - Brandt, Havertz, Gnabry - Waldschmidt

Argentinien: Marchesin - Foyth, Otamendi, Rojo, Tagliafico - Pereyra, Paredes, De Paul - Correa, Martínez, Dybala

Tore: Gnabry (16.), Havertz (21.) Alario (66.) Occampos (85.)

Schiedsrichter: Clement Tupin (Frankreich)

22.59 Uhr: Nun schwärmen Löw und Klinsmann von Bastian Schweinsteiger, der nun nach seinem Karriereende gerne einmal beim DFB reinschnuppern darf, so der Bundestrainer. 

22.57 Uhr: In Führung hätte sich Löw mehr Ruhe gewünscht. Ball und Gegner laufen lassen, ist das Stichwort für ihn. „Unterhaltsam, schnell, physisch sehr stark“, beachreibt der Bundetrainer ein unterhaltsames Testspiel, dass zwei Halbzeiten wie Licht und Schatten bereit gehalten hatte. 

22.53 Uhr: „Sehr mutig und sehr beherzt“, freut sich Joachim Löw über die ersten 45 Minuten. Laura Wontorra hakt nach, ob die Umstellung der Argentinier der Grund war. Löw von dieser Frage sichtlich irritiert. „Nein“, die prägnante Antwort, die Umstellung habe niemanden überfordert.  

22.50 Uhr: Joshua Kimmich ist „zweigeteilt“. Lobt die erste und hadert mit der zweiten Halbzeit. „Ist uns leider schon ein paar Mal passiert, in der Nationalmannschaft“, raäumt er ein. 

Dann wird er nach einem möglichen „Kopf-Problem“ gefragt, das böse M-Wort wurde auch aus der RTL-Berichterstattung offenbar verbannt. Kimmich reagiert dementsprechend nicht mit einer Wutrede, sonder mit der besonnenen Analyse, man habe im zweiten Durchgang zu viele Bälle verloren. 

Die Binde war eine große Freude für ihn, schließt er das Interview.

22.48 Uhr: „Dann waren wir durcheinander“, fasst Jürgen Klinsmann die deutsche Reaktion auf die argentinischen Umstellungen zusammen.

22.40 Uhr: Wir bleiben gerade etwas verdutzt vor dem Fernseher zurück. Die erste Hälfte hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, Deutschland mit großer Lust, Tore zu schießen und Bälle zu gewinnen. Nach Wiederanpfiff spielten sie dann aber wie satte Weltmeister. 

Den Argentiniern, vor allem Coach Scaloni, ist anzurechnen, dass die Umstellung zur Halbzeit wunderbar gefruchtet hat. Auch die Einstellung war im zweiten Durchgang in jedem einzelne Zweikampf verbessert. 

Überraschend und hochinteressant für Peter Bozs war die Gala-Vorstellung von Lucas Alario, der es in nicht einmal einer halben Stunde geschafft hat, zum Mann des Tages zu avancieren. Wer war nochmal Paulo Dybala?

Schlusspfiff! Argentinien ärgert Deutschland in Halbzeit zwei und erkämpft Remis

92. Minute: Geht er nicht, aber Lucas Alario macht seinen Coach heute einfach gerne glücklich. Der Torschütze foult Emre Can. Scaloni kann De Paul rausnehmen. Es kommt Rodriguez.

91. Minute: Argentinien bereitet hier wirklich noch einen Wechsel vor. Ob der Ball noch einmal ins Aus geht?

89. Minute: Deutschland taumelt weiter. Jezuz müssen die Youngster aufpassen, hier nicht auf einmal noch ganz zu verlieren.

86. Minute: Lucas Alario hatte den Ball im Mittelfeld bekommen und ihn per Dribbling einfach mal fast bis an den deutschen Fünfer getragen. Dort legt er kurz nach links auf Occampos, der das einzig richtige macht und abschließt. Der Schuss wäre wohl ziemlich zentral gekommen, aber Emre Can ist der Unglücksrabe und fälscht ihn unhaltbar ab.

Ausgleich! Occampos trifft - Argentinien gleicht aus

85. Minute: Lucas Occampos trifft zum Ausgleich. Nach feinem Dribbling von Lucas Alario!

83. Minute: Löw nimmt den zweiten Torschützen vom Platz. Kai Havertz muss weichen, damit Sebastian Rudy die Löcher im Mittelfeld stopfen kann.

82. Minute: Wir sollten uns den Namen Alario wohl der Einfachkeit halber in die Zwischenablage kopieren. Nach einem starken Seitenwechsel findet Acuna mit einer flachen Hereingabe Lucas Alario. Lucas Alario schließt erneut direkt ab. Aber der Schuss von Lucas Alario wird geblockt. - Funktioniert. 

79. Minute: Direkt die nächste Chance für Alario. Wieder ist er im Strafraum zu finden, lupft klever über den herausgeschlitterten Ter Stegen. Dem Ball fehlt allerings das Tempo und Can kann ihn noch vor der Torlinie abfangen.

78. Minute: Nächste gute Möglichkeit für Argentinien - und wieder war es Lucas Alario. Seine mutige Diretabnahme landet ganz knapp flach links neben dem Tor. 

77. Minute: Serdar lernt direkt was internationale Härte ist. Im Aufbau spielt er einen doppelten Doppelpassm dann wird es Taglifico aber zu bunt und er checkt den Schalker weg.

75. Minute: Kimmich versucht es direkt und erwischt Keeper Marchesin offenbar unvorbereitet. Obwohl der Schuss direkt auf ihn geht, kann er nur noch die Fäuste hochreißen um den Ball wegzuboxen.

75. Minute: Freistoß am linken Strafraumeck für Deutschland.

71. Minute: Jetzt geht Serge Gnabry vom Feld und macht Platz für den nächsten Debütanten. Suat Serdar darf sich freuen.

Und wir müssen nachreichen, nach dem argentinischen Treffer kam Nadiem Amiri bereits für Julian Brandt.

67. Minute: Der (in diesem Ticker) viel gelobte Marcos Acuna bekommt zu viel Raum auf der linken Seite und bringt eine butterweiche Flanke auf den Leverkusener Lucas Alario. Der beweist, dass er nicht nervös wird, wenn er für einen Topstar kommt und verwandelt abgeklärt.

Der Anschluss! Lucas Alario trifft zum Anschluss für Argentinien

66. Minute: Eine Joker-Co-Produktion! Argentinien trifft zum Anschluss!

64. Minute: Endlich mal wieder ein Abschluss. Occampos bringt eine Flanke mit viel Zug vor den deutschen Kasten, dort geht Süle etwas zu zögerlich gegen Lautaro Martinez zur Sache. Der kommt aber nur mit der Fußsohle an den Ball und setzt das Leder deutlich über die Latte.

62. Minute: Affront für Paulo Dybala? Der Turnier Shootingstar heute kaum zu sehen und jetzt muss er für den Leverkusener Lucas Alario vom Platz. Vielleicht hatte der sich das aber auch gestern zum Geburtstag gewünscht.

58. Minute: Argentinien bekommt die deutschen Tempoangriffe mittlerweile deutlich besser - aber nicht immer - unter Kontrolle. Das liegt zum einen am sehr umtriebigen Acuna, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht, zum anderen an der nun als Fünferkette gestaffelten Abwehr.

54. Minute: Argentinien in diesen ersten zehn Minuten mit mehr Ballbesitz und sie sind auch häufig in Tornähe. Die einzigen Konsequenzen daraus allerdings ein Freistoß, ein Eckball und ein brandgefährlich Konter für Deutschland. Can vergibt aber im Eins-gegen-eins.

51. Minute: Acuna luchst Haverzt einen Ball in der Vorwärtsbewegung ab und bringt ihn zu Parades. Die Aktion bleibt aber ungefährlich, weil der in die Mitte zieht, dann noch weiter in die Mitte zieht und noch ein bisschen weiter - bis er dann nicht mehr anständig abschließen kann.

49. Minute: Argentinien startet mit etwas mehr Kontrolle in den zweiten Durchgang. Die beiden neuen Männer bringen Zweikampfstärke auf den Platz. Den schnellen Deutschen das Leben schwer zu machen, dürfte der Auftrag sein, den sie mitbekommen haben.

47. Minute: Amüsante Randnotiz, dass Marco Hagemann ins Schwärmen gerät - über den Stuttgarter Nicolas Gonzales. Der steht aber nicht im Kader der Albiceleste.

46. Minute: Doppelwechsel bei Argentinien. Rojo un Correa müssen runter. Es kommen Occampos und Acuna. Deutschland wechselt nicht.

Wiederanpfiff: Deutschland unverändert - bleibt das Offensiv-Spektakel auch?

Pause: Wir freuen uns über ein bisher sehr ansehnliches Fußballspiel. Das Tempo im deutschen Umschaltspiel macht sehr viel Spaß. Klostermann und Halstenberg machen auf den Außen viel Betrieb von Hinten raus, dass man dort noch nicht inen kleinsten Wackler gesehen hat, liegt aber vielleicht auch an recht harmlosen Gästen.

Halbzeit. Youngster schießen Deutschland zur Pausenführung gegen Argentinien

45. Minute: Das bestätigen sie nach einem Freistoß im Mittelfeld. Schnell ausgeführt erwischt man Argentinien auf dem falschen Fuß und Gnabry kommt zum nächsten Abschluss. Aus spitzem Winkel zeiht er links vorbei.

44. Minute: Deutschland spielt jetzt mit der Ruhe einer 2:0-Führung der Pause entgegen. Wirkt aber nicht im Freundschaftsspiel-Modus.

42. Minute: Steffen Freund urteilt knallhart: „Correa ist defensiv bis jetzt sehr schwach.“ Komisch, spielt der Mann doch bei Atletico Madrid. Ist halt aber auch Stürmer.

40. Minute: Der folgende Freistoß kommt als Flanke - und komplett ungefährlich.

39. Minute: Süle räumt Martínez aus dem Weg. Freistoß meint der Linienrichter. „Nicht dein Ernst“, meint Süle.

36. Minute: Wir hatten dank des Tempos im Spiel kurz vergessen, dass es ein Länder-Freundschaftsspiel ist. Die Laola-Welle, wahrscheinlich initiiert vom Fanclub Nationalmannschaft, erinnert uns wieder daran.

32. Minute: Auf einmal wackelt das Gebälk auf der anderen Seite. Rodrigo De Paul nutzt einen der seltenen schläfrigen Momente der Deutschen und den Platz, den er bekommt. Drischt das Leder aus etwa zwanzig Metern an den linken Pfosten. Ter Stegen wäre machtlos gewesen.

31. Minute: Den fälligen Freistoß knallt Marcel Halstenberg an den Querbalken! Toller Schuss des Leipziger. Hat sich der Linksfuß das etwa vom gesperrten Messi erklären lassen?

29. Minute: Gnabry teibt den nächsten Konter an. De Paul kommt nicht hinterher und muss das taktische Foul und damit auch Gnabry ziehen. Gelb für den Argentinier.

27. Minute: Jetzt mal eine Chance nach einem Standard. Kimmich chippt den Ball aus dem Halbfeld auf Teamkollege Süle. Der verzieht seinen Kopfball auf den langen Pfosten nur knapp. Brandt wäre per eingesprungener Grätsche beinahe noch dran gekommen.

22. Minute: Luca Waldschmidt erackert diesen Ball auf der rechten Seite. (Ja, vorhin war er noch links) Und Klostermann treibt ihn im Eilzugtempo nach vorn. Dort findet Gnabry viel Platz auf dem Flügel, legt die Murmel mustergültig flach vors Tor. Und hier läuft Kai Haverzt ein, der seinen Debüt-Treffer für die Nationalelf markiert.

Deutschland trifft zum 2:0! Havertz feiert Tor-Premiere

21. Minute: 2:0! Ein Konter der Kategorie ICE!

17. Minute: Es darf wieder gesalzen werden. Serge Gnabry bestätigt seine glänzende Form. Nach Einer schönen Spielverlagerung kommt eine unschöne Flanke in den Sechzehner. Gnabry ist aber hungrig auf den Ball und bekommt ihn im Fallen ins Netz. 

Genauso hungrig waren wohl auch die Bayern auf eine Verpflichtung des Ex-Stuttgarters. Ihnen wird Manipulation bei seinem Transfer nach Deutschland vorgeworfen.

Tor für Deutschland! Serge Gnabry trifft zur Führung

16. Minute: Und dann fällt es direkt im ersten Anlauf! Wenn auch nicht so schön.

14. Minute: Erster Abschluss für Deutschland! Der Ball wird in der eigenen Hälfte gewonnen und wieder wird blitzschnell umgeschalten. Diesmal ist es Brandt, der vorne lauert.

13. Minute: Als Spieler des FC Bayern steht Kimmich als Kapitän in der Tradition von Oliver Kahn und Marc van Bommel. Weiß auch, was ein Aggresiv-Leader ist und holt sich Gelb.

11. Minute: Erster vernünftig gespielter Angriff der Argentinier. Foyth und De Paul treiben den Ball bis an die Strafraumkante. Der Steckball aber uninspiriert. Trotzdem geht ein Raunen durchs Stadion: Missverständnis zwischen Ter Stegen und Süle. „Hast du ihn? Ich hau‘ ihn weg“, die Lösung von Ter Stegen.

7. Minute: Havertz gewinnt den Ball in der eigenen Hälfte und schaltet schnell. Zu schnell. Netter Steilball auf Serge Gnabry, der dann viel Platz, aber keinen Mitspieler hat.

6. Minute: Die deutsche Offensive sogar im Gegenpressing sehr flexibel. Waldschmidt foult Taglifico an der Seitenlinie.

4. Minute: Apropos Luft nach oben... Luft nach vorn finden wir für die DFB-Elf jetzt schon nicht. Mit vier Mann stürmt „die Mannschaft“ in Richtung Strafraum, sobald der Ball über die Mittellinie gebracht wurde. 

1. Minute: DFB-Kapitän ist heute der von der Bild-Zeitung als Mini-Chef getaufte, Joshua Kimmich. Erste Kappo-Handlung: Münzwurf verloren. Überwältigt ihn die überraschende Ehre etwa? Wir attestieren: Da ist noch Luft nach oben.

Anpfiff: Deutschland empfängt Argentinien mit Kapitän Kimmich

20.41 Uhr: Jetzt laufen die Teams auf den Platz. In einem deutschen Fahnenmeer werden die Nationalmannschaften von einem großen Chor empfangen. Neu-DFB-Präsident Fritz Keller klatscht freudig. 

20.00 Uhr: Vor dem Spiel wird es eine Schweigeminute für die Opfer von Halle geben.

19.44 Uhr: Wir sind jetzt einfach ehrlich: So ganz können wir nicht über die Verletzungs- und/oder Krankheitsmisere trauern. Die Startelf macht richtig Lust auf die Partie, sollen sich die jungen Burschen im Testspiel austoben!

Mittrauern können wir allerdings mit Niklas Stark. Wirklich bitter für den Youngster. Wir wünschen gute Besserung und ein baldiges DFB-Debüt.

19.41 Uhr: Jetzt bestätigte auch der DFB die Meldung. Niklas Stark bleibt heute wohl besser auf seinem Zimmer und muss - so schade es ist - sein Debüt vertagen. Dafür darf es ein anderer feiern: Überraschungsnationalspieler Robin Koch rückt in die Startelf. 

Neben Waldschmidt der zweite Freiburger! Wir können uns nicht erinnern, wann es das zuletzt gab.

19.14 Uhr: Riesen Pech für Niklas Stark! Der Berliner Innenverteidiger hätte heute sein Debüt im DFB-Trikot feiern sollen. Nun berichtet die Bild, der 24-Jährige habe sich mit Magen-Darm-Problemen kurzfristig abmelden müssen. Eine Bestätigung vonseiten des DFB blieb bislang aus. In einer Viertelstunde werden wir Gewissheit haben, wenn die Aufstellungen bekannt gegeben werden.

18.32 Uhr: Das Stadion, heute in Dortmund, ist beim Länderspiel wieder einmal nicht ausverkauft. Der DFB kommt aus seiner Zuschauer-Krise einfach nicht heraus. Hoffen wir, dass „die Mannschaft“ heute einen sportlichen Anstoß zur Besserung gibt.

Update vom 9. Oktober, 11.42 Uhr: Der Leverkusener Abwehrspieler Jonathan Tah steht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch am Sonntag im EM-Qualifikationsspiel in Estland nicht zur Verfügung. Dies teilte der DFB am Mittwoch mit. Tah ist wegen eines grippalen Effekts bereits abgereist und steht der Mannschaft als einer von 13 verletzten oder erkrankten Spielern auch im Testspiel gegen Argentinien am (heutigen) Mittwoch nicht zur Verfügung. Damit reduziert sich der Kader von Bundestrainer Joachim Löw auf 20 Spieler, sofern der Leipziger Timo Werner nach einem grippalen Effekt wie erwartet nachrückt.

Update vom 9. Oktober, 09.45 Uhr: Heute Abend steht für eine Rumpf-Mannschaft des DFB ein erster Härtetest auf dem Programm. Immerhin fehlt bei Argentinien Superstar Lionel Messi. Dennoch kann das Spiel richtungsweisend sein - gerade, da so viele junge Spieler für Deutschland spielen werden. Dennoch sieht backt Oliver Bierhoff mit Blick auf die EM kleine Brötchen: „Ich gehe nicht davon aus, dass wir als Mitfavorit zur EM fahren“, sagte der DFB-Direktor bei einem Leserabend der Zeitungen der Funke Mediengruppe in Essen zu den Chancen des Ex-Weltmeisters beim Saisonhöhepunkt im Sommer.

Als Ergebnis der Analyse des WM-Desasters in Russland und weiteren Problemen in den nachfolgenden Länderspielen kündigte Bierhoff erneut eine Neuausrichtung an. „In der Ausbildung haben wir mannschaftstaktische Inhalte mitunter zu sehr über individuelle Fähigkeiten gestellt. Wir haben zu stromlinienförmig ausgebildet. Das passen wir derzeit an“, sagte der 51-Jährige.

Ziel der Veränderungen sollen im Jugendbereich „wieder mehr Durchsetzungskraft und Lust auf Zweikämpfe“ sein: „Wir wollen Bolzplatzmentalität.“

Video: Geschwächte Fußball-Nationalelf testet gegen Argentinien

Deutschland - Argentinien: DFB-Team mit Kader-Sorgen - zwei Debütanten in Startelf

Dortmund - Im Signal Iduna Park trifft die deutsche Nationalmannschaft auf Argentinien. Eine Neuauflage des WM-Finals 2014 - allerdings mit weit weniger Brisanz. Etliche Stars fehlen verletzungsbedingt oder gesperrt. Die Gäste aus Südamerika müssen beispielsweise auf Lionel Messi verzichten. Bei den Deutschen hat sich der Kader auch extrem eingeschränkt. 

Kurzfristig mussten Toni Kroos, Jonas Hector und Matthias Ginter absagen. So verlängert sich die Verletztenliste, der Leroy Sané, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Kevin Trapp, Nico Schulz, Julian Draxler und Thilo Kehrer ohnehin schon angehören. Nun sind Timo Werner und Ilkay Gündogan auch angeschlagen. Auf ihr Debüt dürfen Nadiem Amiri und Suat Serdar hoffen - auch Luca Waldschmidt und Niklas Stark warten auf einen Einsatz in der A-Elf. Jog Löw bestätigte, dass sowohl Waldschmidt als auch Stark von Anfang spielen. Mats Hummels ist hingegen kein Thema mehr. Das betonte Joachim Löw. Der Trainer nominierte noch Sebastian Rudy und Robin Koch nach - den ganze Kader finden Sie unten im Text. 

Deutschland - Argentinien: Löw stellt ter Stegen statt Neuer ins Tor

Im Tor wird übrigens Marc-Andre ter Stegen stehen, das hatte Joachim Löw schon angekündigt. Manuel Neuer muss derweil zuschauen und kommt erst wieder im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland am Wochenende zum Einsatz. 

Der Stammkeeper konnte zwar bei der Niederlage des FC Bayern München nichts machen, leistete sich aber auf der Wiesn einen Tag später einen Fauxpas.* Sein Nachfolger im Bayern-Tor soll schon feststehen*. 

Manuel Neuer hatte sich bisher stets bewährt. So war er auch Torwart des WM-Finales 2014 als Deutschland mit einem 1:0 durch Mario Götze zum Weltmeister wurde. Seither hat sich allerdings einiges verändert im DFB-Kader um Joachim Löw. Wer von den WM-Helden von 2014 auch heute Abend noch beim Spiel Deutschland-Argentinien spielen darf, lesen sie bei tz.de.*

Der Kader der DFB-Mannschaft

Tor

Manuel Neuer (Bayern München), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (FC Arsenal)

Abwehr

Robin Koch (SC Freiburg), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfed/Angriff

Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Juventus Turin), Serge Gnabry (Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim), Suat Serdar (FC Schalke 04), Marco Reus (Borussia Dortmund), Luca Waldschmidt (SC Freiburg), Timo Werner (RB Leipzig)

ank

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