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Bundesliga-Trainer wettert nach WM-Aus gegen DFB-Fans: „Habe ich noch nie erlebt“

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Von: Vinzent Fischer

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Das frühe Aus bei der WM 2022 steckt ganz Fußball-Deutschland weiter in den Knochen. Köln-Trainer Steffen Baumgart wurde gegenüber den Fans deutlich.

Köln – Steffen Baumgart (50) ist ein Mann der klaren Worte. Mit seiner emotionalen Art küsste er den 1. FC Köln wach und führte das Team aus der Abstiegszone in die Conference League. Auch zum Vorrunden-Aus des DFB-Teams bei der WM 2022 in Katar hat der Fußballlehrer eine starke Meinung. Baumgart rechnet nach der Winter-WM mit den deutschen Fans ab.

Name:Steffen Baumgart
Geburtsdatum:5. Januar 1972 in Rostock
Stationen als Cheftrainer:1. FC Magdeburg (2009-2010), SSV Köpenick-Oberspree (2014-2015), Berliner AK (2015-2016), SC Paderborn (2017-2021), 1. FC Köln (seit 2021)
Durchschnittliche Amtszeit als Trainer:1,83 Jahre

„Das ist sehr traurig“: Köln-Trainer Baumgart rechnet nach WM-Aus mit deutschen Fans ab

„Ich habe noch nie erlebt, dass ein Land so wenig hinter seiner Nationalmannschaft steht, wie es bei uns der Fall ist. Das ist sehr traurig und macht mich nachdenklich“, sagte der gebürtige Rostocker der Kölnischen Rundschau. Baumgart findet, dass von den Spielern zu viel Politik erwartet werde. Kurz vor dem Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft (Spielplan zur WM 2022) kam es rund um die „One Love“-Binde zu einem Eklat.

Besonders ärgert den 50-Jährigen, der seit 2021 Cheftrainer des 1. FC Köln ist, aber die harsche Kritik vieler TV-Experten. Markus Babbel etwa hatte den „Kuschel-DFB“ dafür kritisiert, dass in der Mannschaft kein Leistungsprinzip gelte. Steffen Baumgart sieht das anders: „Ich zumindest habe die Mannschaft nicht so schlecht gesehen.“

Rechnet nach dem WM-Aus mit den deutschen Fans ab: Köln-Trainer Steffen Baumgart.
Rechnet nach dem WM-Aus mit den deutschen Fans ab: Köln-Trainer Steffen Baumgart. © IMAGO / Ulrich Hufnagel

Baumgart kritisiert TV-Experten: „Nicht einfach draufhauen“ auf die deutsche Nationalmannschaft

Gegenüber der Bild legte der Köln-Trainer nochmal nach. „Natürlich hat auch der DFB keine gute Figur abgegeben und wir sollten über viele Sachen reden. Aber wir sollten sachlich dabei bleiben und nicht einfach draufhauen“, fordert Baumgart. (Lesen Sie hierzu auch: Deutschland, hör endlich auf zu jammern und schau zusammen mit Hansi Flick nach vorne – ein Kommentar)

Nach dem peinlichen Vorrunden-Aus hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) ein Experten-Gremium geschaffen, das über die Zukunft des deutschen Fußballs beraten soll. Neben FC-Bayern-CEO Oliver Kahn (53) kamen Matthias Sammer (55), Oliver Mintzlaff (47), Rudi Völler (62) und der aus Katar zugeschaltete Karl-Heinz Rummennige (67) unter der Führung von DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (63) in Frankfurt zusammen.

DFB-Taskforce nach peinlichen Vorrunden-Aus: Rollen bald die nächsten Köpfe?

Vor allem im Nachwuchsbereich soll sich einiges verändern. Die DFB-Bosse wollen den Fokus wieder mehr auf das Sportliche richten. Dem Vernehmen nach sollen zwei leitende Verantwortliche in der DFB-Jugend auf dem Prüfstand stehen. Auch die Suche nach einem Nachfolger des zurückgetreten Sportdirektors Oliver Bierhoff (54) steht ganz oben auf der Liste der Taskforce. (vfi)

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