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DFB: Alle Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

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Bundestrainer Joachim Löw
Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw zeigt vor dem Spiel den Daumen hoch © Mike Egerton / dpa

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft: Alle Informationen über ihre Amtszeiten, ihre Stationen und Karrieren.

Frankfurt – Das Amt des Bundestrainers gilt als das prestigeträchtigste im deutschen Fußball. Hintergrund ist der hohe Stellenwert der deutschen Fußballauswahl, die als nationales wie internationales Aushängeschild dient. Ihr sportlicher Erfolg ist eng verknüpft mit den Geschicken des Bundestrainers, der vom DFB mit Sitz in Frankfurt installiert wird. Folglich stehen nicht nur die erzielten Ergebnisse, sondern auch das Auftreten des Bundestrainers repräsentativ für die deutsche (Fußball-)Nation.

Die Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft – ihre Amtszeiten

Der erste Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft war Otto Nerz. Sein Wirken umschloss die Jahre 1926 bis 1936. Allerdings firmierte Nerz als „Reichstrainer der Nationalmannschaft“. Zwei Amtszeiten verzeichnete Sepp Herberger. Er stand von 1936 bis 1942 und von 1950 bis 1964 in der Verantwortung. Von den unter Herberger gespielten Partien (162) gewannen die Deutschen 92. Wichtigster Erfolg der Herberger-Ära war der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954.

Zwischen 1964 und 1978 stand Helmut Schön an der Seitenlinie. Legt man die Titel zugrunde, ist Schön der erfolgreichste aller Nationaltrainer: Unter seiner Führung wurde Deutschland Weltmeister (1974), Europameister (1972), Vize-Weltmeister (1966) und WM-Dritter (1970). Jupp Derwall betreute die Mannschaft von 1978 bis 1984. Von 67 Vergleichen gewann er 44 (65,7 Prozent). Unter Derwalls Regime blieb die Nationalmannschaft 23 Mal in Folge ungeschlagen. Zwischen 1984 und 1990 war Franz Beckenbauer Teamchef. Er führte die Elf in 66 Partien zu 34 Siegen. In Beckenbauers Amtszeit fallen zwei Weltmeisterschaften (1986, 1990), von denen er eine mit der Mannschaft gewinnen konnte.

Acht Jahre war Berti Vogts Trainer der deutschen Nationalmannschaft (1990 bis 1998). Von 102 Länderspielen wurden 66 gewonnen (64,7 Prozent; Punkteschnitt 2,18). Sein Nachfolger Erich Ribbeck weist hingegen einen Punkteschnitt von lediglich 1,5 auf. Auch deshalb umschloss seine Amtszeit nur 21 Monate. Auf Ribbeck folgte Rudi Völler, von 2000 bis 2004 in der Verantwortung. Er holte mit der Mannschaft im Schnitt 1,85 Punkte und gewann 54,7 Prozent seiner Spiele. Zwei Jahre war Jürgen Klinsmann im Amt (2004 bis 2006). Im letzten Jahr Klinsmanns erreichte Deutschland Platz drei bei der Heim-WM. Auf Klinsmann folgte Joachim Löw. Er stellt sein Amt am 31. Juli 2021 zur Verfügung. Unter Löw wurde die deutsche Nationalmannschaft 2014 Weltmeister, erlebte aber auch vier Jahre später ihre größte Schmach: Bei der WM in Russland schied man nach der Vorrunde aus. Nachfolgend alle Trainer der deutschen Nationalmannschaft im Überblick:

Als elfter Trainer in der Historie des DFB übernimmt Hansi Flick am 1. August 2021 das Amt des Bundestrainers.

Die Trainer der deutschen Nationalmannschaft – ihre Stationen

Die Trainer der deutschen Nationalmannschaft weisen zum Teil eine Vita als Spieler auf. Unterschiedliche Stationen stehen zu Buche: So war Joachim Löw beim SC Freiburg unter Vertrag, während Jürgen Klinsmann seine Fußballschuhe für den VfB Stuttgart und Bayern München schnürte. Rudi Völler stand in Diensten von Werder Bremen, während Franz Beckenbauers Profistationen die Standorte München, Hamburg und New York umschlossen. Sepp Herberger trat für Waldhof Mannheim gegen den Ball.

Die Trainer der deutschen Nationalmannschaft – ihre Karriere

Die Trainer der deutschen Nationalmannschaft blicken entweder auf eine Karriere als Spieler oder Übungsleiter zurück. Joachim Löw ist bis heute Freiburgs Rekordtorschütze. Obgleich als Bundestrainer gescheitert, gewann Erich Ribbeck 1988 als Coach von Bayer Leverkusen den UEFA-Pokal. Jupp Derwall übernahm im Anschluss an seine DFB-Karriere das Traineramt bei Galatasaray Istanbul. Berti Vogts ist bis heute der Spieler mit den meisten Einsätzen für seinen Stammverein Borussia Mönchengladbach (419).

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