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Noch sitzt Jogi Löw im sicheren Sattel – eine verpasste EM-Quali würde das wohl ändern

Jetzt muss Jogi liefern!

DFB-Elf vor EM-Qualifikationsspiel gegen Tabellenführer Nordirland unter Druck

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Was für ein Schlamassel! War zu Beginn der Länderspielpause noch von Wunder-Werner und der neuen Torhymne die Rede, herrscht nach dem 2:4-Brett gegen Holland heute Abend (20.45 Uhr, RTL) in Belfast Alarmstufe Grün.

Und damit sind nicht nur knapp 20 000 Nordiren gemeint, die im Windsor Park auf den nächsten Einbruch von Jogi Löws Umbruch-Truppe hoffen, sondern vielmehr die deutsche Nationalelf an sich. Von den dunklen Wolken am EM-Horizont über die Kritik der Spieler am Chef bis hin zum Abwehr-Alarm – die tz zeigt, wo es derzeit brennt:

EM-Alarm: Die Pleite gegen den Nachbarn am Freitag war schmerzhaft genug, der bitterste Treffer dürfte jedoch der vierte gewesen sein. Aufgrund des Tores von Wijnaldum hat sich die Elftal den direkten Vergleich gegen das DFB-Team zu ihren Gunsten gesichert, womit Deutschland die direkte Qualifikation für die EM nicht mehr in der eigenen Hand hat. Heute Abend muss ein Dreier gegen den Tabellenführer her, andernfalls droht Platz drei in der Gruppe und damit das Verpassen der Endrunde. „Jetzt ist ein Riesendruck da“, sagte Marco Reus. Löw versprach: „Wir werden eine Reaktion zeigen.“

DFB-Team: Wert wird jetzt auf schnelles Umschaltspiel gelegt

System-Alarm: Im Zuge des Umbruchs hat Löw nicht nur personelle, sondern auch spielerische Konsequenzen gezogen. Orientierte sich die Nationalelf vor der WM noch am Ballbesitz-Fußball der Spanier, wird jetzt Wert auf schnelles Umschalt­spiel gelegt. Dass dieser Stil gerade gegen spielstarke Mannschaften an seine Grenzen stößt, deckte Oranje gnadenlos auf. Auch bei den deutschen Kickern sorgt die neue Ausrichtung für wenig Begeisterung. „So wenig Ballbesitz kann nicht unser Ziel sein“, kritisierte Niklas Süle die taktische Vorgabe. „Wenn du immer nur hinterherläufst und so viele Kilometer in den Beinen hast, schwindet irgendwann die Konzentration.“ Auch Manuel Neuer mahnte: „Ich bin ein Freund davon, mehr Ballbesitz und Kontrolle zu haben.“ Löw verteidigte sein 5-2-3-System: „Ich würde wieder so entscheiden.“

Wunden lecken nach der Holland-Pleite: das DFB-Team

Abwehr-Alarm: Löw ließ in Hamburg wieder eine Dreierkette ran, die in 90 Minuten zur Fehlerkette wurde. Weit und breit ist – mit Ausnahme von Niklas Süle – kein Weltklasse-Verteidiger in Sicht. Tah, Ginter sowie auch die Außenverteidiger Klostermann und Schulz sahen schlecht bis katastrophal aus. Gefehlt hat nur der verletzte Antonio Rüdiger. „Wir waren überrascht, dass die Deutschen so zusammengefallen sind“, analysierte Hollands Star-Verteidiger Virgil van Dijk.

Ausreden-Alarm: Ganz egal, wie alarmierend das 2:4-Fiasko war – beim DFB gibt man sich tiefenentspannt. Des Bundestrainers Fazit: „Wir hatten unsere Schwachstellen, aber nicht aufgrund der taktischen Ausrichtung, sondern aufgrund von einfachen Fehlern, die wir gemacht haben.“ Ein paar Schnitzer, mehr war es also nicht. Für sich selbst steht auch ein Satz, den Oliver Bierhoff vor dem Debakel am Freitag tätigte: „Wir gehören schon zu den Top-4-Nationen“, meinte der DFB-Direktor. Es wird allerhöchste Zeit, dass wieder auf dem Platz gesprochen wird. Die nächste Chance bietet sich gleich heute.

Lesen Sie auch: DFB-Elf mit Ballast in Belfast, Löw verspricht Reaktion - Mittelfeldstar verletzt

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