Nordmazedonien-Pleite als Brandbeschleuniger?

DFB macht ernst: Gespräche mit drei Bundestrainer-Kandidaten geplant - einer sonnt sich gerade auf Malle

  • Marius Epp
    vonMarius Epp
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Jogi Löw muss mit der peinlichen Pleite gegen Nordmazedonien den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Der DFB macht bei der Nachfolger-Suche offenbar jetzt ernst.

Frankfurt - Eigentlich sollte vor der EM Ruhe einkehren und Aufbruchstimmung aufkommen. All das macht ein desolater Auftritt der DFB-Elf gegen Nordmazedonien* wieder zunichte. Der Motivationseffekt, den Bundestrainer Jogi Löw* mit seiner Rücktritts-Ankündigung auslösen wollte - er ist schon wieder verpufft.

Schrillen beim DFB jetzt die Alarmglocken? Nicht wenige fordern nach der peinlichen Pleite in der WM-Quali die sofortige Ablösung von Löw. Dieses Szenario ist äußerst unwahrscheinlich, erst vor wenigen Wochen hatte man dem Bundestrainer das volle Vertrauen für die EM ausgesprochen. Doch hinter den Kulissen nimmt die Nachfolger-Suche nun offenbar richtig Fahrt auf.

DFB: Suche nach Löw-Nachfolger nimmt Fahrt auf - Gespräche mit Rangnick, Kuntz und Sorg

Wie der Kicker berichtet, hat der DFB Gespräche mit drei Kandidaten angesetzt. Am Mittwoch vermeldete das Blatt bereits, dass Oliver Bierhoff sich mit Ralf Rangnick zu einem Austausch im April verabredet hat. Laut aktuellen Informationen ist der ehemalige Leipzig-Boss nicht der einzige Kandidat, mit dem der Kontakt aufgenommen wurde.

Nach Ostern soll es Schlag auf Schlag gehen: Laut Kicker stehen „Sondierungsgespräche“ mit Ralf Rangnick, Stefan Kuntz und Marcus Sorg an. Rangnick befindet sich dem Bericht zufolge aktuell im Urlaub auf Mallorca.

Rangnick macht offenbar keinen Hehl daraus, dass er großes Interesse an dem Job hätte. Entscheidet sich der DFB für ihn, muss er wohl grundsätzliche Reformen in Kauf nehmen - der Schwabe wird Strukturen und Abläufe rund um die Nationalmannschaft hinterfragen und verändern wollen.

DFB: Wer wird neuer Bundestrainer? Kuntz bringt sich in Stellung - „Gehe natürlich hin“

Stefan Kuntz* würde dagegen als „logischer“ Nachfolger in Frage kommen, der auch Löw einst war, als er auf Jürgen Klinsmann folgte. Seine Arbeit als langjähriger Jugendtrainer wird beim DFB intern sehr geschätzt - internationale Erfahrung auf Top-Niveau hat er allerdings nicht.

„Ich glaube, wenn jemand beim DFB denkt, wir reden mal mit Stefan, dann werden sie mich anrufen. Und dann gehe ich natürlich auch hin“, sagt der U21-Coach.

Der Dritte im Bunde ist Löws Co-Trainer Marcus Sorg. Mit ihm und Kuntz wurden zwar noch keine festen Termine vereinbart, sie gehören aber zum engsten Kandidatenkreis. Für welchen Löw-Nachfolger man sich entscheidet, könnte in den nächsten Wochen feststehen. Es ist aber auch möglich, dass sich der DFB noch bis nach der EM Zeit lässt. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON/Schüler/imago-images

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