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Paderborns Kapitän Klaus Gjasula hofft weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg in dieser Saison. Foto: Friso Gentsch/dpa

Nach Niederlage gegen Köln

"Fängt auch im Kopf an": Paderborns Kampf gegen Goliaths

Der Abstand zum rettenden Ufer wächst für Aufsteiger Paderborn immer weiter an. Noch herrscht bei den Ostwestfalen aber das Prinzip Hoffnung vor.

Köln (dpa) - Der "verflixte erste Sieg" fehlt immer noch, die Leistungen werden langsam schlechter und der Glaube scheint auch zu schwinden: Nach verheißungsvollem Auftakt droht Aufsteiger SC Paderborn in der Fußball-Bundesliga ein aussichtsloser Kampf um den Klassenerhalt.

"Jetzt fängt es auch im Kopf an", sagte Kapitän Klaus Gjasula nach dem bitteren 0:3 (0:1) des Tabellenletzten beim vorherigen Vorletzten 1. FC Köln.

Auf den neuen 17. Mainz hat Paderborn mit nur einem Punkt nun schon fünf Zähler Rückstand, dazu mit minus 13 nun auch noch die schlechteste Tordifferenz. Vor allem in den nächsten Heimspielen gegen Düsseldorf und Augsburg sind Siege damit fast schon Pflicht für die Ostwestfalen, wollen sie zur Winterpause noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben. "Wir müssen Woche für Woche arbeiten, bis dieser verflixte erste Sieg kommt", sagte Gjasula: "Es ist ja noch genug Zeit."

Erschreckend war in Köln jedoch die deutliche Unterlegenheit des SCP, der in vielen Spielen davor zumindest durch mutigen Offensiv-Fußball überzeugt hatte. "Gefühlt haben wir nicht einen Torschuss abgegeben", analysierte Trainer Steffen Baumgart. "Jedes Spiel laufen wir wie David gegen Goliath an", sagte der 47-Jährige konsterniert. Versprach aber gleich wieder kämpferisch: "Die weiße Fahne hissen wir nicht."

Hoffnung macht ihm, dass seine Spieler den Glauben offenbar auch noch nicht aufgegeben haben. Schließlich wussten sie ja vor der Saison, worauf sie sich einlassen. "Es sind noch genügend Spiele und noch genügend Punkte zu holen", erklärte SCP-Keeper Leopold Zingerle: "Wenn wir noch mehrere Siege holen, war der historisch schlechte Start wurscht."

Eine Niederlage gegen die sechs Punkte entfernten Düsseldorfer würde die Lage des Außenseiters aber noch ein bisschen aussichtsloser machen. "Am Ende müssen wir schauen, wie wir mit unseren Mitteln Punkte holen", sagte Baumgart: "Und das werden wir nächstes Wochenende wieder machen. Mit erhobenem Kopf."

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