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Ivan Savvidis (mit Brille) war mit einer Pistole aufs Spielfeld gelaufen.

Meisterschaft abgebrochen

Nach Revolver-Eklat: Griechischer Verband suspendiert PAOK

Der Fußball-Weltverband FIFA hat den Revolver-Auftritt des Paok Saloniki-Besitzers Iwan Savvidis scharf verurteilt. Der griechische Verband hat bereits reagiert.

Nach dem Skandal um den Revolver-Auftritt des Paok-Saloniki-Besitzers Iwan Savvidis hat der Verband der Europäischen Fußballvereine (ECA) die Mitgliedschaft des griechischen Profi-Clubs bis auf weiteres ausgesetzt. Wie der Zusammenschluss am Dienstag mitteilte, habe der ECA-Vorstand einstimmig beschlossen, Paok mit sofortiger Wirkung auszuschließen. Der Verband wies darauf hin, dass er sich nach seinen Statuten dafür einsetzt, nicht nur die Integrität und Regeln der Wettbewerbe zu schützen, sondern auch die sportlichen Werte und Prinzipien.

FIFA verurteilt Revolver-Zwischenfall und fordert Konsequenzen

Zürich - Alle Beteiligten auf nationaler Ebene müssten „sofort“ handeln, um die „inakzeptable Situation im griechischen Fußball“ zu beenden, hieß es in einer Stellungnahme der FIFA. „Wenn die zuständigen Institutionen keine angemessenen Schritte unternehmen, um jegliche Art von Gewalt auszumerzen (...), wäre die FIFA verpflichtet, den Fall der FIFA-Verbandskommission zu übertragen“, hieß es weiter. Diese könne als mögliche Sanktion die Suspendierung des griechischen Fußballverbandes HFF verhängen.

Auch die Europäische Fußball-Union verurteilte den Vorfall. Die UEFA verwies aber darauf, dass Disziplinarmaßnahmen Sache des HFF seien. Savvidis war am Montag während des Spitzenspiels zwischen Paok Saloniki und AEK Athen mit einem sichtbaren Revolver am Gürtel aufs Spielfeld gerannt, um gegen die Annullierung eines Tores seiner Mannschaft wegen Abseits zu protestieren. Daraufhin hatte die griechische Regierung die Meisterschaft unterbrochen. Savvidis entschuldigte sich am Dienstag für den Vorfall.

dpa

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