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Megan Rapinoe tritt gegen Rassismus und Homophobie ein. Mit US-Präsident Trump wird sie sich wohl kaum anfreunden.

„Not going to the f*cking White House“

Megan Rapinoe gegen Donald Trump: Teamkollegin springt ihr zur Seite - und macht Ankündigung

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Die US-Damen um Megan Rapinoe zeigen Kante gegen Donald Trump. Ihren Titel wollen sie nicht im Weißen Haus feiern und nehmen stattdessen eine andere Einladung an.

Update vom 5. Juli 2019: Nun meldete sich auch die amerikanische Nationalspielerin Ali Krieger in einem Video zu Wort. Bereits am 26. Juni hatte sie per Twitter erklärt, dass sie ihre Teamkollegin Megan Rapinoe unterstützt und die beiden „das zusammen durchstehen werden“. Nun legte sie in einem Interview, dass der Sender CNN twitterte, nach.

Auf die Frage, ob sie bereits von Donald Trump eine Antwort auf ihren Tweet bekommen habe, meinte die US-Fußballerin nur: „Ehrlich gesagt, nach meinem ursprünglichen Tweet war ich nicht wirklich aktiv auf Twitter und habe mich nicht wirklich auf ihn (Trump) fokussiert. Viel wichtiger ist jedoch, dass Barack Obama an uns getweetet hat. Darüber war ich und die ganze Mannschaft sehr begeistert.“ 

Auf die Frage, ob sie bei einem möglichen WM-Titelgewinn das weiße Haus besuchen würde, antwortete Krieger deutlich. „Nein, sicherlich nicht! Ich lehne es ab, einen Mann zu respektieren, der keinen Respekt erweist“, sagte sie

Auf die Twitter-Einladung der US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez in das „House of Representatives“ reagierte die amerikanische Abwehrspielerin in dem Interview hingegen mit Freude: „Natürlich! Nach dem Spiel würde ich sofort meine Sachen packen und mich auf den Weg machen.“

Megan Rapinoe: „I‘m not going to the fucking White House.“

Ursprüngliche Meldung vom 2. Juli 2019: Allen voran Starspielerin Megan Rapinoe versteckt ihre sehr eindeutige Meinung gegenüber US-Präsident Donald Trump keineswegs. So singt sie aus Protest gegen die Diskriminierung von Minderheiten weder bei der Hymne mit, noch legt sie, wie in den USA üblich, die Hand auf die Brust. 

Dieses subtile Zeichen vor jedem Spiel der Frauen-WM in Frankreich ist aber bei weitem nicht alles. Zuletzt quittierte sie die Frage des Nachrichtenportals „Eight by Eight“ nach einer möglichen Einladung des Präsidenten forsch und glasklar mit: „I‘m not going to the fucking White House.“

In den Vereinigten Staaten ist es Brauch, dass der Präsident die Siegermannschaft eines großen Turniers im Weißen Haus empfängt. Doch Donald Trump eilt ein zweifelhafter Ruf im Umgang mit Frauen voraus und wohl deshalb ging man in der Frauen-Nationalmannschaft nicht davon aus, eine Einladung zu erhalten. Wobei wahrscheinlich auch ein Anruf von Donald Trump nichts an der negativen Haltung ihm gegenüber geändert hätte und so geht das Politikum um die Titelfeier in die nächste Runde.

US-Damen gegen Donald Trump: Präsident im Streit mit Megan Rapinoe

Denn Donald Trump reagierte umgehend auf die Aussage von Rapinoe, aber nicht ohne eine Spitze entgegenzuschicken: „Ich bin ein großer Fan des amerikanischen Teams, und des Frauenfußballs, aber Megan sollte erst gewinnen, bevor sie redet! Bring den Job zu Ende!“ 

„Bis jetzt haben wir weder Megan noch das Team eingeladen, aber ich lade das Team jetzt ein, ob sie gewinnen oder verlieren“, schlägt er dann versöhnlichere Worte an, aber nicht ohne noch eine Mahnung anzufügen: „Megan sollte unser Land, das Weiße Haus oder die Flagge niemals missachten, besonders nachdem schon so viel für sie und das Team getan wurde. Sei Stolz auf die Flagge, die du trägst. Die USA schlagen sich großartig!“

US-Team spielt starke Frauen-WM: Rapinoe trotzdem im Streit mit Trump

In der Tat spielt das US-Team wieder einmal eine starke Frauen-Weltmeisterschaft. Das erste Ausrufezeichen setzten sie schon im Auftaktspiel, als sie die thailändische Mannschaft zweistellig vom Platz fegten. Trotz eines kleinen Wacklers gegen Spanien, haben sie sich recht souverän im Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich durchgesetzt und treffen nun im Halbfinale auf England

Die Titelchancen sind also in bester Ordnung, was man über das Verhältnis zu Donald Trump nicht sagen kann. Denn die Einladung ins Weiße Haus fand bislang noch keine Beachtung, stattdessen reagierte man fröhlich auf das Angebot der Demokratin und Aktivistin Alexandria Ocasio-Cortez. Die Politikerin hatte die Fußballerinnen ins Repräsentantenhaus eingeladen und bekam direkt die selbstbewusste Antwort: „Consider it done.“

Einladung ins weiße Haus findet keine Beachtung: US-Damen feiern mit Aktivistin

Megan Rapinoe hatte den Empfang sofort bejaht. Zu diesem Zeitpunkt war die Offerte von Präsident Donald Trump schon drei Tage alt und wurde vom US-Team noch überhaupt nicht beachtet. Das ist klar als eindeutiges Statement zu werten. Zudem feiert man nun mit einer politischen Gegnerin Trumps. Ocasio-Cortez setzt sich für die Abschaffung der Einwanderungsbehörde, Umweltschutz und ein sozialeres Amerika ein.

mb

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