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Jerome Boateng posiert mit der von ihm signierten Kinderschokolade.

Gute Tat statt Hass und Hetze

Coole Reaktion: Boateng signiert Kinderschokolade

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München - Was hat sich Jerome Boateng in den letzten Wochen nicht alles von Rechts anhören müssen. Nun revanchiert sich der Nationalspieler auf seine Art und tut damit auch noch etwas Gutes.

Ein Kindergesicht auf den Packungen von Kinderschokolade hatte Ende Mai für große Aufregung im Netz gesorgt: Grund: die Hautfarbe. Der Hersteller Ferrero hatte kurz vor der EM in Frankreich eine Sonderedition herausgebracht, die statt dem bekannten Gesicht Kinderfotos der deutschen Nationalspieler zeigt. Auch das von Jerome Boateng. Besonders Anhänger von Pegida taten sich im Netz mit gehässigen Kommentaren hervor. Die Ausländer würden den Deutschen nun auch noch die Schokolade wegnehmen, so der Grundtenor.

Nur wenige Tage später war es erneut Jerome Boateng, der unfreiwillig in die Schlagzeilen geriet: Alexander Gauland soll in einem Gespräch mit der FAS gesagt haben: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Gauland kann sich zwar im Nachhinein nicht mehr erinnern, diesen Satz gesagt zu haben, noch habe er gewusst welche Hautfarbe Boateng hat, die Diskussion um Rassismus war nicht mehr aufzuhalten.

Boateng macht das Beste draus

Und Jerome Boateng? Der reagiert gelassen auf den Trubel und machte das Beste draus: Boateng freute sich. Über die vielen positiven Zuschriften von Fans. Über ein Schild mit der Aufschrift "Boateng, sei unser Nachbar", das er beim Länderspiel Deutschland-Slowakei im Publikum erspäht hat. Darüber, dass Angela Merkel ihm den Rücken gestärkt hat.

Nun versucht Boateng anscheinend erneut, Hass und Hetze in etwas Gutes zu verwandeln. Auf Ebay werden derzeit drei Tafeln Kinderschokolade mit seinem Kinderbild darauf versteigert. Handsigniert offenbar von Boateng selbst. Das höchste Gebot steht derzeit (Dienstag Mittag) bei 134 Euro für eine Tafel. Das Verkaufsgebot dürfte bis zum Auktionsende am Freitag allerdings wesentlich höher liegen, denn die Auktion hat ordentlich Aufsehen erregt im Netz.

Der Erlös der drei Auktionen soll an den Verein Flüchtlingspaten Syrien e.V. gespendet werden. Der Verein holt mit Hilfe von Bürgschaften - einer legalen Alternative zur illegalen Einwanderung über gefährliche Routen wie das Mittelmeer - Kriegsflüchtlinge aus Syrien nach Deutschland. Die Geflüchtete bekommen dann über Patenschaften finanzielle Zuwendungen und praktische Lebenshilfen. 

Wie zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung. Weit weg von Nachbarn wie Alexander Gauland.

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