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Julen Lopetegui muss beim spanischen Nationalteam vorzeitig seinen Hut nehmen.

„Es kommt darauf an, wie man sich verhält“

Paukenschlag vor WM-Start: Spanien feuert Nationaltrainer - Real-Legende wird Nachfolger

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Paukenschlag vor dem Start der Fußball-WM 2018: Titelfavorit Spanien entlässt noch vor den Beginn des Turniers seinen Nationaltrainer Julen Lopetegui.

Update vom 14. Juni 2018: Die Weltmeisterschaft in Russland startet! Alle Infos finden Sie im News-Ticker zum ersten Tag der WM 2018.

Krasnodar - Titelanwärter Spanien hat unmittelbar vor dem Auftakt der Fußball-WM in Russland seinen Trainer Julen Lopetegui entlassen. Die sofortige Trennung von dem 51-Jährigen, der zur kommenden Saison Trainer von Real Madrid wird, gab der nationale Verband RFEF am Mittwoch bekannt. Nachfolger von Lopetegui ist Verbands-Sportdirektor Fernando Hierro.

"Wir danken Julen für alles, was er getan hat, denn er ist einer der großen Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass wir in Russland sind, aber wir müssen ihn entlassen", sagte Spaniens Verbands-Präsident Luis Rubiales. Es sei eine klare Botschaft vonseiten des Verbandes vonnöten gewesen.

"Ich fühle mich nicht verraten", sagte er weiter. "Julen hat großartige Arbeit geleistet. Er ist ein unheimlich fähiger und professioneller Trainer. Aber es kommt auch darauf an, wie man sich verhält. Ich wurde fünf Minuten vor der Bekanntgabe seines Wechsels zu Real Madrid informiert. Ich wusste nichts von den Verhandlungen. Man kann sich anders verhalten."

Lopetegui-Nachfolger Hierro ist relativ unerfahren

Wer die Mannschaft jetzt beim Turnier betreut, war zunächst offen. Auf die Frage, wer das Training am Nachmittag leiten sollte, gab Rubiales auf einer um anderthalb Stunden verschobenen Pressekonferenz keine Antwort. „Wir suchen einen Trainer - von jetzt an“, sagte der Verbandschef. Als Kandidat für das Amt galt U21-Trainer Albert Celades.

Wenige Stunden nach der Hammer-Nachricht gab der RFEF bekannt, dass Sportdirektor Fernando Hierro die Mannschaft in Russland betreuen wird. Dessen Trainererfahrung ist relativ gering. Der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler hatte bisher nur den Zweitligisten Real Oviedo trainiert. Hierro wird damit den WM-Favoriten beim ersten Spiel am Freitag (20.00/ARD) in Sotschi gegen Europameister Portugal aufstellen.

Schwere Vorwürfe gegen Real Madrid

Der Verbandschef erhob schwere Vorwürfe gegen Real. „Wir hatten überhaupt keine Information über das“, sagte Rubiales. „Julen hätte es lieber gehabt, wenn die Dinge anders gehandhabt worden wären.“

Der Verband RFEF war am Dienstag von der Ankündigung des spanischen Rekordmeisters und Champions-League-Siegers offenbar überrumpelt worden. Erst 50 Minuten nach der Real-Mitteilung hatte der RFEF mit einer dürren Presseerklärung reagiert, in der er die Ausstiegsklausel in Lopeteguis Vertrag bestätigte. Die Spieler hätten die Entscheidung der sofortigen Trennung „akzeptiert“, sagte Rubiales. „Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen.“

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SID/dpa/fw

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