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Satz mit X: Dominik Stahl und die SpVgg Unterhaching nach dem 0:1 gestern gegen Würzburg.  

Haching patzt

Haching-Sturz: Dämpfer vor dem Chaos 

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Die SpVgg Unterhaching verliert die Tabellenspitze - Trainer Claus Schromm sieht darin vor dem Derby gegen den TSV 1860 ein Heilmittel gegen Naivität

Unterhaching– Am Trainer Claus Schromm lag es nicht. Nach 30 Minuten übertraf er in einem Tobsuchtsanfall die Laufleistung der meisten seiner Hachinger Spieler, als es zur Pause ging, sprintete er schneller als die Profis in die Kabine, und nach dem Abpfiff packte er sich den einen oder anderen Würzburger für emotionale Debatten, dass sie froh sein konnten, in den 90 Minuten zuvor nicht bereits das zweifelhafte Vergnügen gehabt zu haben. Es half aber freilich nichts; am Ende stand ein 0:1 gegen die Würzburger Kickers. Unterhaching ist die Tabellenführung in der Dritten Liga wieder los.

Die Niederlage ging in Ordnung, Haching fand bloß Mitte der zweiten Hälfte unmittelbar nach dem Gegentor für einige Minuten zur Stärke der vorangegangenen Spiele, das aber reichte gegen physisch starke Kickers nicht. „Wir haben schon lange keinen so mutigen Gegner mehr hier im Sportpark gehabt“, analysierte Schromm. Er habe das erwartet, darum hatte er wieder auf seine Ochsenabwehr mit vier gelernten Innenverteidigern gebaut. Erst zur Schlussphase stellte er um, brachte in Maxi Bauer einen gelernten Außenbahnspieler und in Dominik Widemann eine zweite Spitze neben Stephan Hain. Doch es war nicht Hachings Tag. Nix klappte wirklich.

So ein Dämpfer schade mal nichts, sagte Schromm und meinte damit vor allem das Umfeld. Die Ansprüche seien nach dem fulminanten Start ins Extreme gestiegen, „aber es ist pure Naivität, zu denken, Haching punktet in dieser Dritten Liga Woche für Woche“. Das Derby gegen den TSV 1860 am 26. September störe zudem die Konzentration, meinte Schromm, ohne den Lokalrivalen ein einziges Mal zu benennen. „Meine Bitte ist, dass wir uns auf das schwere Auswärtsspiel in Meppen fokussieren – dann kann das Chaos losgehen. Dann spielen wir diese 90 Minuten am Mittwochabend, und dann geht der Tag hoffentlich auch vorüber.“

Um den Löwen zu trotzen – und auch Meppen – , müssen die „Rot-Blauen“ nach ihrem schwächsten Spiel draufpacken. Gestern hatten alle die Füße falsch eingehängt. Dass das 0:1 eine Bogenlampe war und aus einem Freistoß resultierte, bei dem „minus ein bis drei Leute alle im Stadion gesehen haben, dass das nie ein Freistoß für Würzburg ist“, sei „dennoch kein Grund zum Lamentieren. Wir müssen da gescheit verteidigen, dann redet keiner über den Freistoß“, so Schromm. Wie gesagt: an ihm lag’s nicht.

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