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Muskelbündelriss: Müller fällt sechs Wochen aus.

Haching muss nach Cottbus

Zwischen Taubennetzen und Tabellenführer

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Die SpVgg Unterhaching muss mehrere Wochen auf Jimmy Müller verzichten - und jetzt geht es zum Branchenführer Cottbus

Unterhaching – Rastlos arbeitet Manfred Schwabl bei der SpVgg Unterhaching an allen Fronten. Als er gestern Mittag ans Handy ging, stand der Präsident gerade auf der Osttribüne des Sportparks, um die Sanierung in Augenschein zu nehmen. „Im Moment werden die Taubennetze aufgehängt“, schilderte er. Selbst kleinste Details entgehen dem Clubchef nicht. „Wir dürfen in unserer Schlagzahl nicht nachlassen“, sagt er.

Das gilt für die Kicker auf dem Rasen wie für die Arbeiter auf der Tribüne. Das 0:0 gegen Aalen habe mal wieder bewiesen, so Schwabl, „dass du in dieser Dritten Liga in jedem Spiel an deine Grenzen gehen musst“. Morgen steht nun sogar schon das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenführer Cottbus an. Schwabl freut sich drauf: „Was gibt es Schöneres als gleich wieder eine Herausforderung? Und da ist der Oberverrückte Pele Wollitz Trainer – der ist immer eine Schau. Ich fahre da gerne hin.“ Obwohl die Herausforderungen zwischen Taubennetzen und Tabellenführer keine leichten sind. Im Gegenteil, sie haben sich verschärft. In dem Gelb-Rot-gesperrten Sascha Bigalke und dem verletzten Jimmy Müller fehlen zwei Stammspieler.

Müller erlitt einen Muskelbündelriss und wird gut sechs Wochen aussetzen müssen. „Ich dachte erst, es ist etwas am Knie, hatte befürchtet, es ist das Kreuzband, da ist ein Muskelbündelriss das kleinere Übel“, erzählt Schwabl. Im Fall von Bigalke, der sich die Sperre wegen Meckerns eingehandelt hatte, will der Präsident nicht zu oberlehrerhaft auftreten. „Ich hatte früher auch immer meine Pappen offen. Bigi muss sich natürlich im Griff haben – den Stab breche ich deshalb aber über ihm noch lange nicht. Dafür ist er auch zu wichtig für uns.“

Im Rückkehrer Dominik Widemann, Stefan Schimmer und Luca Marseiler stehen einige Alternativen parat, „jetzt springt halt ein anderer in die Bresche, dafür haben wir ja einen so großen Kader“, sagt Schwabl. Es brauche keiner sauer sein, so der Präsident, „mit sauer sein kommst du im Profifußball nie weiter – wenn du immer alles gibst, wirst du belohnt, und da bietet sich bereits jetzt die Chance für den einen oder anderen. Das ist für uns alle ein Lernprozess, den Luxus hatten wir in der Vergangenheit ja nicht.“

Orestis Kiomourtzoglou ist ein gutes Beispiel. Nachdem er im ersten Saisonspiel nicht in der Startelf gestanden und nach seiner Einwechslung in den letzten fünf Minuten die Vorgaben von Trainer Claus Schromm mäßig erfüllt hatte, saß er gegen Aalen auf der Tribüne. „Aber er ist ein Top-Profi, kommt als Erster und geht als Letzter – selbstverständlich hat auch er jetzt in Cottbus wieder eine Chance, zu spielen“, so der Clubchef, „wir haben alle Positionen doppelt besetzt, und wer die Qualität und die Einstellung hat, kriegt seine Einsätze.“

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