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Wird seine Karriere in Haching beenden: Stephan Hain.

Hain verlängert in Haching

Und später viele kleine Hains - warum der Torjäger weiter wichtig ist

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Die SpVgg Unterhaching hat ihren Vertrag mit Stephan Hain bis 2023 verlängert - Manfred Schwabl sieht eine Signalwirkung 

Cadiz – Vor dem Testspiel am Freitag gegen Union Berlin feixte Manfred Schwabl mit Stephan Hain: „Schießt du heute kein Tor, überlege ich mir das nochmal, ob wir dir wirklich einen Rentenvertrag geben.“ Der Torjäger wurde zur Pause eingewechselt, keine fünf Minuten später erzielte er das 2:0. Endstand 2:1. Im Bus auf der Heimfahrt gaben sich der Stürmer und der Präsident dann die Hand. Hains Vertrag, der bis 2020 gelaufen wäre, wurde so bis 2023 verlängert. „Ich glaube an das Projekt Haching und möchte meine Karriere auch hier beenden“, sagte der ehemalige Löwen-Spieler. Nach der aktiven Laufbahn soll er bei dem Drittligisten helfen, neue Talente im Sturm zu formen.

„Stephan ist ein kompletter Stürmer, und diese Kombination aus Kaltschnäuzigkeit und Demut findet man sehr, sehr selten“, sagte sein Trainer Claus Schromm, „wir freuen uns auf noch ganz viele Tore von ihm, und wenn er einmal aufhört, soll er seine Erfahrung weitergeben. Er lebt ja schon jetzt den Jungen vor, wie es geht – hoffentlich bekommen wir mit seiner Hilfe mal viele kleine Hains.“

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Top-Torjäger hatte im Trainingslager in Cadiz Priorität, Schromm hofft nun auf eine Signalwirkung. Auch Senkrechtstarter Luca Marseiler soll sich länger an den Drittligisten binden. „Stephans Entscheidung bestätigt uns auf unserem Weg, und ich bin sicher, dass das auch andere überzeugt“, sagte der Trainer. „Stephan ist unser Vorzeigespieler vom menschlichen wie vom sportlichen her – er ist der Gerd Müller von Haching und trotz seiner Stellung stets bescheiden, ehrlich und bodenständig“, meinte Schwabl, „daran können sich unsere Top-Talente immer orientieren.“

Schromm ist zudem davon überzeugt, dass der 30-Jährige noch lange beständig seine Tore beisteuert: „Er arbeitet akribisch an seiner Athletik und weiß, worauf es ankommt. Schneller wird er nicht mehr, aber er macht seine Kisten ja über eine ganz andere Komponente. Mit seiner Erfahrung wird er das Niveau auf jeden Fall halten.“ Auch im Falle eines Aufstiegs in die Zweite Liga. „Er hat ja schon bewiesen, dass er die Klasse hat“, sagte Schromm über den ehemaligen Löwen und Augsburger, „wir als Team müssen da erst nachziehen.“ ANDREAS WERNER

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