2. Liga

HSV-Knall: Trainer gefeuert! Jetzt muss es eine 70-jährige DFB-Legende richten

  • Alexander Kaindl
    vonAlexander Kaindl
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Der Hamburger SV ist kurz davor, den Wiederaufstieg in die Bundesliga erneut zu vergeigen. Jetzt muss Trainer Daniel Thioune gehen. Horst Hrubesch übernimmt.

Hamburg - Wahnsinn, HSV*! Die Hamburger haben sich von Trainer Daniel Thioune getrennt. Damit reagiert der Zweitligist auf die anhaltende Negativserie im Aufstiegs-Endspurt. Die Rothosen haben von den jüngsten zwölf Spielen nur zwei gewonnen und bräuchten für die Rückkehr in die Bundesliga* extreme Schützenhilfe.

Drei Spieltage vor Schluss steht man zwar auf dem Aufstiegs-Relegationsplatz*. Verfolger Kiel kommt aber aus der Quarantäne hat somit noch sechs Spiele zu absolvieren - Holstein hat aktuell nur zwei Zähler Rückstand auf den HSV. Also ziehen die Hanseaten nun ihr letztes Ass aus dem Ärmel: Horst Hrubesch! Der 70-jährige Nachwuchsdirektor übernimmt für den Saison-Endspurt das Amt des Cheftrainers, wie der HSV auf seiner Homepage mitteilte. Dort heißt es im Wortlaut:

Hamburger SV: Trainer Daniel Thioune freigestellt, Horst Hrubesch übernimmt

„Der HSV wechselt seinen Cheftrainer. Vorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel stellten Daniel Thioune mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben frei. Horst Hrubesch, Nachwuchsdirektor der Rothosen, wird die Trainerrolle bis zum Ende dieser Saison übernehmen. 

Vorstand und Sportdirektor informierten die Mannschaft am Montagmorgen über die Entscheidungen. Am Montagnachmittag findet die erste Trainingseinheit unter der Regie Hrubeschs statt.“

Horst Hrubesch: Das Kopfball-Ungeheuer wird HSV-Trainer

Hrubesch ist eine deutsche Fußball-Legende, 1980 wurde er mit dem DFB* Europameister, zwei Jahre später Vize-Weltmeister. Der gebürtige Westfale gewann mit dem HSV drei Mal die deutsche Meisterschaft und einmal den Europapokal der Landesmeister.

Im HSV-Interview sagt er über die Entscheidung: „Wir hatten am Wochenende viele interne Gespräche. Und irgendwann haben wir dann auch über Traineralternativen gesprochen. Bei nur drei oder maximal fünf verbleibenden Spielen machen andere Lösungen nicht viel Sinn. Ich brauche keine Kennenlernphase. Und – bevor Sie nachfragen oder Gerüchte die Runde machen – ich bin nur für die letzten Spiele in dieser Saison Trainer. Danach kehre ich auf meinen Posten im Nachwuchsleistungszentrum zurück.“ (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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