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1860-Investor Ismaik: FC Bayern als Vorbild

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Hasan Abdullah Ismaik (r.) in der Allianz Arena © dpa

München - Am Dienstagnachmittag ist TSV-1860-Investor Hasan Abdullah Ismaik offiziell in der Allianz Arena vorgestellt worden. Er beruhigt die Löwen-Fans und spricht von großen Träumen.

Als sein Bevollmächtigter Hamada Iraki am Montag vor einer Woche die Unterschrift unter den Investorenvertrag gesetzt hat, war Löwen-Retter Hasan Abdullah Ismaik schon wieder in seiner Heimat Jordanien. Jetzt ist der Investor in der Allianz Arena offiziell vorgestellt worden.

“Ich möchte, dass wir hier gemeinsam Erfolg haben. In drei Jahren wollen wir in der Bundesliga sein und dann dort eine gute Rolle spielen“, sagte der 34 Jahre alte Multimillionär.

Natürlich habe er auch „Träume und Wünsche“, führte Ismaik weiter aus: „Ich würde mir wünschen, dass wir in zehn Jahren auf einer Stufe mit Barcelona und dem FC Bayern stehen. Aber man muss auch realistisch sein. Um das zu schaffen, müsste alles perfekt laufen.“

Investoren im Fußball: Wer bei welchem Verein seine Finger im Spiel hat

Ismaik wisse, dass er mit seinem Millionen-Euro-Engagement bei den Löwen nichts verdienen kann, übersetzte Iraki, der bei der Präsentation ebenfalls zur Stelle war. Generell sei das im Fußball kaum möglich. Und wenn es doch der Fall sei, werde er das Geld in die Mannschaft stecken, versprach Ismaik. Die Fans jedenfalls müssten sich künftig keine Sorgen mehr um ihren Lieblingsverein machen.

Ismaik erwartet, dass künftig weitere arabische Investoren den Weg

in die Bundesliga suchen. "Das war nur der Anfang, ich habe den Startschuss gegeben", sagte er.
Ganz ohne Geld zu verdienen geht es aber auch bei den Löwen künftig nicht. Dafür braucht der Verein einen Hauptsponsor, um dessen Suche sich Ismaik künftig kümmern will.

Zwei Kandidaten seien laut Schäfer in Aussicht. Gut möglich, dass darunter auch der bisherige Hauptsponsor Comarch ist, der sich eigentlich zurückziehen wollte. Der TSV 1860 sei nach wie vor im Dialog mit der polnischen Software-Firma, sagte Löwen-Geschäftsführer Robert Schäfer.

Ismaik hat die Löwen mit einer Investition in Höhe von 18,4 Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet. Dafür erhielt Ismaik 49 Prozent stimmberechtigte Anteile an der KGaA und nun zusätzlich noch elf Prozent stimmlose Anteile. Dies gab Schäfer bekannt.

Keine Einigung gab es laut Schäfer indes mit dem Vermarkter IMG. Ismaik wollte 1860 aus dem unbefristeten Vertrag herauskaufen. Der bisherige Vermarkter werde nun noch fünf Jahre „seine Vermarktungsexpertise zur Verfügung stellen“, sagte Schäfer.

tz / sid / dpa

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