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Joachim Löw: Bundestrainer privat und beruflich - Was macht er nach dem DFB?

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Joachim Löw verlässt den DFB nach 17 Jahren als Bundes- und Co-Trainer.
Joachim Löw verlässt den DFB nach 17 Jahren als Bundes- und Co-Trainer. © Revierfoto/imago-images

Joachim Löw geht in sein letztes Turnier als Bundestrainer. Der Weltmeister-Coach von 2014 hatte eine belebte Karriere, doch seine Zukunft ist noch ungewiss.

Frankfurt - Nur noch die EM 2021 wird die deutsche Nationalmannschaft unter Joachim Löw bestreiten, ehe der 61-Jährige seinen Posten räumt. Doch wer ist „Jogi“ eigentlich und was wird er nach seiner langjährigen Tätigkeit beim DFB künftig machen?

Joachim Löw: Belebte Profi-Karriere mit Ausklang im Ausland - dort wurde Jogi zum Trainer

Am 3. Februar 1960 wurde Joachim Löw in Schönau im Schwarzwald geboren, wo auch seine Fußballkarriere begann. Über den TuS Schönau 1896, den FC Schönau und Eintracht Freiburg ging es 1978 zum SC Freiburg, wo seine Profikarriere begann. In insgesamt drei Zeitabschnitten spielte er für Freiburg, dazwischen stand er auch für den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und den Karlsruher SC auf dem Platz. Zu Beginn der Neunzigerjahre ließ Löw seine Karriere in der Schweiz beim FC Schaffhausen, dem FC Winterthur und dem FC Frauenfeld ausklingen.

Bei seinen letzten beiden Klubs war der 52-fache Bundesliga-Spieler bereits an der Seitenlinie tätig, so fugierte er in Winterthur als Jugendtrainer, ehe er in Frauenfeld als Spielertrainer anheuerte. Nach dem Intermezzo in der Schweiz wurde er im Sommer 1995 zunächst Co-Trainer beim VfB Stuttgart und übernahm ein Jahr später zunächst als Interimstrainer, ehe er zum Chefcoach befördert wurde. Nachdem er im Finale des Europapokals der Pokalsieger knapp am FC Chelsea scheiterte, folgte 1998 ein Wechsel in die Türkei zu Fenerbahce.

Joachim Löw: Erster internationaler Erfolg auf der Trainerbank - DFB-Job nach Österreich-Intermezzo

Doch beim Istanbuler Verein hielt er sich lediglich eine Saison, ehe er beim KSC und bei Adanaspor zwei unglückliche Episoden erlebte, die beide früh endeten. Im Oktober 2001 übernahm Löw jedoch den FC Tirol Innsbruck, mit dem er überraschend die österreichische Meisterschaft gewinnen konnte, ehe der Verein pleite ging. Nach einem Jahr ohne Verein folgte ein halbjähriges Engagement bei Austria Wien, ehe Löw im Sommer 2004 als Assistent von Bundestrainer Jürgen Klinsmann vorgestellt wurde.

Nach der Heim-WM 2006 folgte schließlich die Beförderung des Badeners, der die erfolgreichste Ära der Nationalmannschaft einläutete. Vor der EM 2021 hatte Löw in 193 Spielen als Trainer satte 123 Partien gewonnen und 38-mal ein Remis geholt, lediglich 32 Niederlagen musste er einstecken.

Joachim Löw: Bundestrainer holte Titel mit der Nationalmannschaft

Joachim Löw: So tickt der Bundestrainer privat - sein Bruder war Zweitliga-Spieler

Doch was macht Joachim Löw außerhalb des Fußballplatzes? Aus dem Privatleben von Joachim Löw ist nicht vieles bekannt, im August 2016 trennte er sich von seiner Frau Daniela, mit der er seit 1977 zusammen und seit 1986 veheiratet war. Kinder hatte das Paar nicht. „Natürlich gibt es Momente, in denen ich eigene Kinder sehr vermisse. Ich bin ja in einer Großfamilie aufgewachsen, habe vier Brüder“, meinte der Noch-Bundestrainer kürzlich gegenüber SportBild.

Einer seiner Brüder ist Markus Löw, der ebenfalls als Fußballer aktiv war. Er spielte unter anderem für den SC Freiburg und den SV Sandhausen, dabei bestritt er 37 Zweitliga-Partien sowie acht Spiele im DFB-Pokal.

Joachim Löw: Bundestrainer kündigte Rücktritt an - was macht er in Zukunft?

Die verkorkste WM 2018 und der misslungene Umbruch führten zur Rücktrittsankündigung des Bundestrainers zum Sommer 2021. „Meine Trainerlaufbahn wird danach nicht vorbei sein. Denn ich liebe die tägliche Arbeit auf dem Platz und das individuelle Training mit den Spielern“, meinte Löw jedoch gegenüber Sport1. Wohin es ihn nun zieht, steht jedoch noch in den Sternen.

Mit zwei Vereinen pflegt er jedoch eine besondere Beziehung. Sein erster Profiklub SC Freiburg ist Jogis Herzensverein, insgesamt lief er 263 Mal für die Schwarzwälder auf. Doch der SCF hat mit Christian Streich bereits den idealen Trainer und wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht von seinem Urgestein trennen. Doch eine Position im Verein wäre durchaus denkbar.

Beim VfB Stuttgart ist Löw angesichts seiner Erfolge, wie dem Sieg des DFB-Pokals im Jahr 1997 und dem Erreichen des Europapokal-Endspiels, ein gern gesehener Gast. Doch auch eine Trainer-Tätigkeit in der Schweiz, wo Löws Trainer-Laufbahn begann, wäre durchaus denkbar - somit würde sich der Kreis schließen. (ajr)

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