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Ein Zweitligaspieler für die DFB-Auswahl: Jonas Hector hält dem 1. FC Köln die Treue.  

Löws Problemzone

Zweckentfremdung hat Konjunktur - was Löws ständige Problemzone ist

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Auch 18 Jahre nach Zoltan Sebescen bleibt Philipp Lahm die Ausnahme - Ideallösungen für die Außenbahn sind bei der DFB-Auswahl nicht in Sicht. Deshalb greift Joachim Löw auf Jonas Hector zurück.

Berlin - Er gilt bis heute als Mutter aller Eintagsfliegen, doch so richtig ist die deutsche Nationalelf die Problematik aus dem Jahr 2000 nie losgeworden. Damals ging es wie am Samstag gegen die Niederlande (bei uns im Live-Ticker), und Zoltan Sebescen wird diesen 23. Februar 2000 nie vergessen. Die erste Halbzeit stand er auf dem Platz, die zweite hockte er allein im Bus. Zur Pause war er Geschichte, sein Debüt blieb seine einzige DFB-Partie. Der offensive Mittelfeldmann hatte als rechter Verteidiger ausgeholfen. Auf der Außenbahn herrschte Personalnot. Die Zweckentfremdung hat bis heute Konjunktur.

Er habe dafür auch keine Erklärung, sagte Jonas Hector am Donnerstag vor dem Training mit der Nationalelf. Er fühle sich als Außenverteidiger wohl - bei seinem Club in Köln spielt er aber öfter im Mittelfeld. Am Samstag in Amsterdam wird er links hinten in der Viererkette auflaufen, rechts hinten Matthias Ginter, der bei Gladbach allerdings im Zentrum steht. Joshua Kimmich, beim FC Bayern rechter Verteidiger, spielt dafür in der DFB-Auswahl auf der „6“. Manche Dinge im Fußball scheinen unergründlich.

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Hector spricht über abwesende Konkurrenz

Philipp Lahm ist auch 18 Jahre nach Sebescen die Ausnahme - obwohl in 18 Jahren durchaus mehr als ein Kandidat heranreifen hätte können. So klang es am Donnerstag skurril, als sich Hector zu seiner Konkurrenz äußerte - ein paar Meter weiter entfernt trainierte auf dem Gelände von Hertha BSC Marvin Plattenhardt, der zum zweiten Mal in Serie nicht nominiert wurde. „Es gibt im Fußball immer Konkurrenzkampf, das ist normal“, sagte Hector, „den muss man annehmen, auch hier.“ Recht hohl klang das. Der Augsburger Philipp Max, seit einem Jahr in bestechender Form, wird übrigens konsequent ignoriert.

Stattdessen gehört das Vertrauen nun erst einmal Ginter. der zwar schon bei zwei WM-Turnieren dabei war, dabei aber keine Minute auflief, und Hector, der seit dem Saisonstart mit dem 1. FC Köln nur noch in der Zweiten Liga kickt. Am Montag ging es gegen den MSV Duisburg, nun heißen die Gegner Niederlande und Frankreich. Er gehe die Sache so an wie zuvor, sagte er, rückversichert habe er sich im Sommer nicht, als er entschied, Köln die Treue zu halten. „Ich wusste nicht zu 100 Prozent, ob ich bei der Nationalelf weiter dabei bin“, sagte er, „aber gehofft habe ich es schon. Ich freue mich.“

Er konnte relativ gelassen sein - aus Mangel an Alternativen. Heutzutage läuft kaum noch einer der Kandidaten auf der Außenbahn Gefahr, eine Eintagsfliege zu werden. Und einen Vorteil gegenüber Sebescen haben die Spieler 18 Jahre später auch: Joachim Löw ist ein Trainer, der sich intensiver mit der Materie befasst als einst Erich Ribbeck. Der warnte Sebescen vor Boudewijn Zenden, er käme bei Real Madrid immer über die Außen. Stattdessen zog er in der Partie stets nach innen. Und spielte nie für Real.

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awe

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