Auch bei der WM 2006 dabei

Fußballwelt trauert: Ehemaliger Nationaltrainer tot - er war ein Schweizer Volksheld

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Die Schweiz ist um einen Volkshelden ärmer. Bei der WM 2006 führte er die Eidgenossen bis ins Achtelfinale, jetzt ist der frühere Trainer tot.

  • Köbi Kuhn ist tot.
  • Der frühere Nationaltrainer der Schweiz starb im Alter von 76 Jahren nach einer Lungenentzündung und einer Blutvergiftung.
  • Kuhn hatte im Schweizer Fußball Legenden-Status.

Zürich - Die Fußballwelt trauert um Jakob Kühn. Der frühere Nationaltrainer der Schweiz ist tot, das bestätigte Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter gegenüber der Schweizer Illustrierte. Kuhn, den alle nur „Köbi“ riefen, war „der berühmteste Schweizer Fußballer aller Zeiten“, wie der Blick schrieb.

Kuhn ist am Dienstag im Alter von 76 Jahren nach einer langwierigen schweren Krankheit gestorben, wie die Nachrichtenagentur SDA mitteilte. 

Sie verwies dabei auf das Krankenhaus Zollikerberg in Zürich, das die Nachricht auf Wunsch der Angehörigen bestätigte.

Köbi Kuhn ist tot: Er trainierte die Schweizer Nationalmannschaft

Kuhn war von 2001 bis 2008 für die A-Nationalmannschaft der Eidgenossen verantwortlich. Bei der EM 2008, die die Schweiz und Österreich zusammen ausrichteten, scheiterte er mit seinem Team in der Vorrunde. Seine größten Erfolge waren die Qualifikationen für die EM 2004 in Portugal und die WM 2006 in Deutschland

„Wir sind alle sehr traurig und werden ihn nie vergessen“, sagte Blatter. Schon 2011 war bei Kuhn Alters-Leukämie diagnostiziert worden, zuletzt litt er an Lungenproblemen. Im Klubfußball spielte Köbi Kuhn von 1960 bis 1977 ausschließlich für den FC Zürich

Köbi Kuhn ist tot: Eine Legende beim FC Zürich

Er wurde sechs Mal Schweizer Meister. 63 mal spielte er für die Eidgenossen, unter anderem bei der WM 1966. 2006 wurde er vom Fernsehpublikum zum „Schweizer des Jahres“ gewählt. Nach der EM 2008 im eigenen Land wurde er von Ottmar Hitzfeld als Nationaltrainer abgelöst. 

Auch die Kampfsport-Fans trauern. Saeideh Aletaha wurde nur 26 Jahre alt. Währenddessen kam es auf einem Kreuzfahrtschiff zu einer Tragödie. Ein einjähriges Mädchen spielte mit ihrem Großvater an einem offenen Fenster - plötzlich stürzte sie ab. Jetzt äußerte sich der Opa zu diesem Albtraum.

akl/dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa / epa Keystone Eddy Risch

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