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Stefan Ruthenbeck feierte im Marakana sein Europa-League-Debüt.

Großer Befreiungsschlag bleibt aus

Köln verliert "Endspiel" in Belgrad - Aus in der Europa League

Vier Tage nach dem Ende der Ära Stöger sind für den 1. FC Köln auch alle Europa-League-Träume geplatzt. Eine Rumpfelf des Bundesliga-Schlusslichts verlor unter Interimstrainer Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad unnötig mit 0:1 (0:1) und verpasste den Sprung in die Zwischenrunde.

Belgrad - Slavoljub Srnic (22.) brachte die schwachen Serben in der ersten Hälfte entscheidend in Führung. Er beendete damit das Abenteuer Europapokal für den FC, der beim "Endspiel" aufgrund der Verletztenmisere auf 14 Mann verzichten musste. Ruthenbeck füllte seinen Kader mit Jugendspielern auf und ließ zwei Plätze gleich ganz frei. 

Erst am Sonntag war der gebürtige Kölner zum Übergangs-Nachfolger von Peter Stöger ernannt worden, der nach viereinhalb Jahren angesichts der historischen Talfahrt in der Liga gehen musste. Rund um das ausverkaufte "Marakana" in Belgrad herrschte am Abend angespannte Stimmung, Hunderte Polizisten sollten beim Risikospiel für Sicherheit sorgen. Mehr als 5000 Kölner Fans waren angereist, und sie erlebten gleich mal ein Deja-vu: 

Ähnlich wie vor dem ersten Gruppenspiel beim FC Arsenal (1:3) standen sie lange vor den Einlässen. Ein Gästeblock wurde gesperrt, um die Lager räumlich zu trennen, dadurch wurde es noch enger für die FC-Anhänger. Nach dem Anpfiff sahen diese einen ansprechenden Auftakt ihrer Mannschaft. "Wenn wir hier brav sind, werden wir Probleme kriegen", hatte Ruthenbeck gesagt - und sein Team begann forsch. Die Anfangsphase gehörte den Kölnern, Frederik Sörensen (13.) hatte per Kopf nach einer Ecke die erste gute Chance. Eine Minute später scheiterte Milos Jojic aus kurzer Distanz an Belgrads Torwart Milan Borjan, Köln hatte das Spiel in dieser Phase im Griff. Nach etwas mehr als 20 Minuten ließ sich jedoch die Hintermannschaft durch einen Pass in den Rücken der Abwehr ausspielen, Srnic brachte die Gastgeber mit der ersten Gelegenheit in Führung. 

Am Spiel änderte sich danach wenig, doch der FC agierte in der Spitze nicht zielstrebig genug und ging mit dem Rückstand in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel tat Belgrad kaum etwas für das Spiel. Die Serben wirkten sowohl im Passspiel als auch in der Defensive nicht sonderlich sicher, dennoch schafften die Kölner es nicht, nachhaltig Druck aufzubauen. Yuya Osako (54.) und Sehrou Guirassy (63.) kamen dennoch zu guten Chancen, der FC verzeichnete in dieser Phase schon dreimal so viele Abschlüsse wie der Gegner, vergab diese aber teilweise fahrlässig.

SID

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