...aber erst in ein paar Jahren

Irgendwann Jogis Nachfolger? Dieser Star-Trainer würde über DFB-Job „nachdenken“

Jogi Löw musste nach der Flop-WM einige Kritik über sich ergehen lassen. Ein deutscher Star-Trainer würde den Posten übernehmen - zumindest „irgendwann“.

Liverpool - Jürgen Klopp kann sich ein künftiges Engagement als Bundestrainer grundsätzlich vorstellen. "Sollte ich irgendwann einmal gefragt werden, und ich wäre verfügbar, dann würde ich darüber nachdenken", sagte der Teammanger des englischen Champions-League-Finalisten FC Liverpool der Welt am Sonntag.

Derzeit ist die leitende Position im Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Klopp aber keine Option. "Aber ob ich mir in der aktuellen Situation, in der ich noch vier Jahre an den FC Liverpool gebunden bin, Gedanken mache, nur weil Deutschland gerade eine schlechte WM gespielt hat? Nein. Ich stehe nicht zur Verfügung", sagte er.

Verrückt: Liverpool gibt 180 Millionen Euro aus - und sieht sich „weit“ hinter der Konkurrenz

Klopp startet mit Liverpool am Sonntag gegen West Ham United in die neue Premier-League-Saison. Angesichts kostspieliger Neuverpflichtungen und dem guten Abschneiden in der Vorsaison ist die Erwartungshaltung groß. Klopp warnte dennoch vor zu viel Euphorie. "Die Qualität der Spieler ist vorhanden, aber die Qualität einer Mannschaft hängt davon ab, ob die Spieler ihr Potenzial ausschöpfen können", sagte er.

Jürgen Klopp

Der FC Liverpool hat im Sommer 182,20 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) in neue Spieler investiert. Die Entwicklung hin zu immer höheren Ablösesummen im Profifußball "finde ich nach wie vor nicht gut", sagte Klopp: "Aber ich kann jetzt auch nicht sagen: Da machen wir nicht mit. Mein Auftrag ist es, den FC Liverpool so stark wie möglich zu machen."

Man habe in diesem Jahr auf dem Markt die Chance gesucht und genutzt. "Was unsere Netto-Ausgaben in den vergangenen Transferphasen angeht, sind wir noch weit hinter allen unseren Konkurrenten zurück", sagte Klopp, der zudem explizit auf den Verkauf des Brasilianers Philippe Coutinho zum FC Barcelona im vergangenen Winter hinwies, der einen dreistelligen Millionenbetrag in die Kassen gespült hatte.

Lesen Sie auch: Transferfenster der Premier League geschlossen - dieser Club schlug nochmal heftig zu

SID

Rubriklistenbild: © dpa / Boris Roessler

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