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Heftige Krawalle in München? England-Trainer rechnet vor DFB-Spiel mit dem Schlimmsten

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Von: Patrick Mayer

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Deutschland spielt am 7. Juni in der Nations League gegen England - die britischen Fans machen Trainer Gareth Southgate vor dem Spiel Sorgen.
Deutschland spielt am 7. Juni in der Nations League gegen England - die britischen Fans machen Trainer Gareth Southgate vor dem Spiel Sorgen. © ZUMA Wire / Imago

Vor dem Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und England warnt selbst Nationalcoach Gareth Southgate vor gewaltbereiten Fans in München.

München - Was blüht Münchens Innenstadt am Dienstag (7. Juni)? Vor dem Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und England (ab 20.45 Uhr) in der Arena in Fröttmaning gibt es erhebliche Sorgen vor möglichen Ausschreitungen und Krawallen. Selbst der englische Nationalcoach Gareth Southgate rechnet eigenen Aussagen zufolge mit dem Schlimmsten.

Nations League: Deutschland trifft in München auf England - Tausende britische Fans erwartet

Er fürchtet, dass Anhänger der „Three Lions“ sich auch in München daneben benehmen und „uns blamieren“, erklärte der 51-Jährige vor dem Länderspiel in der bayerischen Landeshauptstadt. Southgate meinte, dass sich dies „definitiv“ auf die Leistung seiner Mannschaft auswirken werde, mit der er am Pfingstmontag eine Trainingseinheit auf dem Campus des FC Bayern absolvierte.

„Du schämst dich, wenn du davon hörst“, es sei ja ein Spiegelbild des eigenen Landes, sagte der englische Teamchef. Deswegen hoffe er, „dass sich die Leute benehmen“.

Im Video: Vor DFB-Länderspiel - Gündogan lobt Englands Qualität

Die Sorgen sind nicht ohne Grund. 880 bekannte englische Hooligans mussten ihre Pässe vor einer möglichen Abreise bei der britischen Polizei abgeben. Rund um das verlorene EM-Finale gegen Italien war es am 12. Juli 2021 zu teils heftigen Ausschreitungen am Final-Ort Wembley gekommen. Nach Behördenangaben wurden damals insgesamt 49 Menschen wegen diverser Straftaten festgenommen, mindestens 19 Polizisten wurden bei den Krawallen verletzt.

Laut britischer Polizei gelangten zudem Hunderte Fans ohne Tickets ins Wembley-Stadion und lieferten sich im Innenraum mitunter wüste Schlägereien. „Wir verurteilen aufs Schärfste das Verhalten einer Gruppe von Menschen, die vor dem Finale der Euro 2020 ins Wembley-Stadion eingedrungen ist“, erklärte der englische Fußballverband FA seinerzeit.

Deutschland gegen England: Sorgen wegen gewaltbereiter Fans in München

Entsprechende Bedenken gibt es auch diesmal vor dem Klassiker des DFB-Teams in München, der mit 70.000 Zuschauern ausverkauft ist. Offiziell gingen 3466 Eintrittskarten für das Länderspiel an den englischen FA, erwartet aber werden deutlich mehr britische Anhänger: Befürchtet wird laut Deutscher Presse-Agentur (dpa), dass sich weitere Tausende Anhänger der „Three Lions“ unter falschen Angaben Tickets über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) besorgt haben. „Wir wollen, dass unsere Fans respektvoll zu München und einem anderen Land sind“, sagte Mittelfeldspieler Kalvin Phillips auf der Pressekonferenz mit Southgate.

Wir wollen, dass unsere Fans respektvoll zu München und einem anderen Land sind.

Kalvin Phillips, englischer Nationalspieler

Die Stadt München und die lokale Polizei haben indes strenge Vorkehrungen getroffen. So hat die Landeshauptstadt ein Glasflaschenverbot in der Innenstadt erlassen. „In der Zeit von Montag, 6. Juni, 14 Uhr, bis Dienstag, 7. Juni, 24 Uhr, sind das Mitführen und Benutzen von Glasbehältnissen zwischen Karlsplatz und Isartor einschließlich Marienplatz und Viktualienmarkt untersagt“, heißt es in der Rathaus Umschau: „Dadurch sollen Gefahren gemindert werden, die von Glasgefäßen besonders in Verbindung mit größeren Menschengruppen und Alkohol ausgehen. Grundlage ist eine Gefahreneinschätzung des Polizeipräsidiums München.“

Krawalle in München? Stadt und Polizei wappnen sich für Länderspiel Deutschland gegen England

Ein Rückblick: Im Oktober 2017 hatten Tausende Fans des schottischen Klubs Celtic Glasgow vor dem Champions-League-Spiel beim FC Bayern den Marienplatz zugemüllt und schier unzählige Bierflaschen zurückgelassen. Die Stadt erklärte in ihrer Aussendung zum England-Spiel weiter: „Ein Großteil der Fans reist voraussichtlich schon am Vortag an. Nach dem Finale in London zur EURO 2020 kam es wegen Fans der englischen Nationalmannschaft zu Ausschreitungen und Gewaltdelikten.“ Tatsächlich füllten sich im Verlauf des Pfingstmontags die Hotels rund um den Hauptbahnhof mit englischen Fußball-Fans. Etliche waren auch im Bereich der U-Bahn U5 mit britischen Fahnen zu sehen. (pm)

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