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Schafft er es diesmal zu einem großen Turnier? Marco Reus.

Die Nationalspieler vor dem Rückrundenstart

Löw vor seinem brutalsten WM-Casting

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Joachim Löw hat angekündigt, auszusieben wie noch nie - entsprechend streng wird der Bundestrainer seine Kandidaten für die WM in Russland in der Rückrunde beobachten

München – Joachim Löw will den Fehler von der EM 2016 nicht widerholen; damals lautete der Vorwurf, er sei bei der Zusammenstellung des Turnierkaders zu weich gewesen, er habe zu viel Rücksicht auf seine verdienten Weltmeister genommen. Für Russland nominiert der Bundestrainer lediglich Spieler bei 100 Prozent. Er will hart wie nie aussieben. Die Rückrunde wird er also streng verfolgen. Seine Auswahl im Überblick:

Torhüter

Manuel Neuer ist natürlich gesetzt – doch wird der Kapitän fit? Marc-André ter Stegen hat sich in Barcelona als verlässliche Vertretung profiliert, dahinter kämpfen Bernd Leno und Kevin Trapp um die Nummer 3. Wächst das Fragezeichen hinter Neuer, wird es spannend. Sogar Sven Ulreich hätte dann Chancen.

Abwehr

An Mats Hummels und Jerome Boateng gibt es keinen Zweifel. Joshua Kimmich hat sein Ticket sicher. Löw hofft auf Jonas Hector, der in Köln seit Sommer ausfiel und jetzt wieder angreift. Antonio Rüdiger und Niklas Süle wären junge Alternativen zu Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi. Marcel Halstenberg, Mitchell Weiser, Marvin Plattenhardt, Jonathan Tah und Matthias Ginter kämpfen mit Minimalchancen. Löws Manko: Außen fehlt die Qualität.

Mittelfeld

Toni Kroos und Sami Khedira sind sorgenfrei, auf Mesut Özil wird Löw kaum verzichten. Leon Goretzka und Leroy Sane gelten als die Zukunft. Julian Draxler sammelte als Kapitän des Confed-Cup-Siegerteams Punkte. Für Mario Götze spricht seine Historie, für Lars Stindl seine Form. Ilkay Gündogan ist gesetzt, sobald sein geschundener Körper mitspielt. Emre Can und Sebastian Rudy profitieren von ihrer Vielseitigkeit, sie könnten hinten aushelfen. Bei Julian Weigl und Marco Reus ist die Gesundheit die Kernfrage. André Schürrle, Serge Gnabry, Diego Demme, Karim Bellarabi, Amin Younes und Kerim Demirbay haben es schwer.

Sturm

Thomas Müller hat sein Ticket sicher, auch Timo Werner. Beide können wie Götze und Stindl auch im Mittelfeld auflaufen. Löw möchte diesmal auch einen echten Stürmer im Aufgebot haben, hier duellieren sich Sandro Wagner und Mario Gomez. Wagner riskiert mit seinem Wechsel zum FC Bayern, bei weniger Einsätzen aus dem Blick zu verschwinden, allerdings trainiert er in München auf höchstem Niveau. Gomez ist auf der Suche nach der Form früherer Jahre, seine Zeit läuft ab. Auf Kevin Volland steht Löw nicht. Spannend wäre eine Nominierung des 18-jährigen Jann-Fiete Arp. Ist aber extrem unwahrscheinlich.

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