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Joachim Löw stand auf der DFB-Pressekonferenz Rede und Antwort.

Pressekonferenz in Watutinki

Löw steht hinter Özil und Gündogan - und wundert sich über Spanien

Auf der Pressekonferenz des DFB-Teams am Mittwoch hat sich Joachim Löw zu vielen Dingen geäußert - unter anderem zu Özil, Gündogan und den Spaniern.

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Watutinki - Nach den viel diskutierten Fotos mit dem türkischen Präsidenten und den jüngsten Pfiffen der Fans will Bundestrainer Joachim Löw den Nationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan weiter den Rücken stärken. „Meine Aufgabe ist jetzt, beide Spieler, die sicher von der Situation beeindruckt waren und gelitten haben, so weit in Form zu bringen, dass sie für unsere Mannschaft einen Mehrwert haben“, sagte Löw am Mittwoch im WM-Quartier in Watutinki.

Für ihn als Trainer sei „zu diesem Thema alles gesagt in der Öffentlichkeit“, betonte Löw. Er habe vielfach über diese Dinge mit den türkischstämmigen Fußballprofis gesprochen. „Ich hoffe, dass beide im Kopf den Schalter umlegen und sich jetzt auf das konzentrieren können, was für uns wichtig ist“, sagte der 58-Jährige.

Özil und Gündogan waren wegen gemeinsamer Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf in die Kritik geraten. Beim 2:1 gegen Saudi-Arabien in Leverkusen war Gündogan von Teilen der deutschen Fans ausgepfiffen worden, Özil fehlte verletzt.

Löw: „Das kam für mich völlig unerwartet“

Mit Erstaunen hat Bundestrainer Joachim Löw auf die Trainertrennung beim früheren Welt- und Europameister Spanien reagiert. „Das kam für mich völlig unerwartet. Dass so eine Entscheidung zwei Tage vor dem ersten Spiel der Mannschaft getroffen wird, ist ein Hammer“, sagte Löw am Mittwoch im WM-Quartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Watutinki.

Dies sorge „mit Sicherheit für unnötige Unruhe innerhalb des Verbandes und wohl auch der Mannschaft“. Die Spanier hatten sich am Mittwoch zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal von Julen Lopetegui getrennt und Sportdirektor Fernando Hierro als Interimscoach berufen.

Auslöser der Entscheidung war der Wechsel von Lopetegui zu Real Madrid nach der WM, den der Champions-League-Sieger am Dienstag überraschend bekanntgegeben hatte. Zu den weiteren Auswirkung des Rauswurfs auf die spanische Mannschaft, die zu den WM-Favoriten zählt, äußerte sich Löw zurückhaltend. „Die Spanier werden höchstwahrscheinlich nichts von ihrer spielerischen Stärke und Klasse verlieren“, sagte der 58 Jahre alte Bundestrainer.

Die Fähigkeiten von Interimstrainer Hierro könne er nicht beurteilen. „Aber die Spanier sind grundsätzlich eine eingespielte Mannschaft“, ergänzte Löw.

dpa

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